Autohersteller

Die Geschichte von Maybach 

Maybach - ein Name als Markenzeichen. Der Inbegriff für zeitlose automobile Schönheit, für handwerkliche Präzision und technische Kompetenz. Maybach ist eine klassische Automobilmarke für Luxuswagen der 1920er und 1930er Jahre, die 2001 von der DaimlerChrysler AG neu belebt wurde und die heute die Premium-Marke der Mercedes Car Group bildet. Der Name geht zurück auf den Autokonstrukteur Wilhelm Maybach.

Wilhelm Maybach als Konstrukteur des ersten Mercedes

 

Gottlieb Daimler & Wilhelm Maybach

links - Gottlieb Daimler (1834 - 1900)
rechts - Wilhelm Maybach (1846 - 1929)

Mercedes-Benz und Maybach - zwei Automobilmarken mit großer Tradition und starken Gemeinsamkeiten: Wilhelm Maybach, der langjährige Weggefährte Gottlieb Daimlers, war technischer Vorstand der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) und konstruierte im Jahre 1901 den ersten Mercedes, der als Vorbild aller modernen Personenwagen gilt. Deshalb nannte man ihn respektvoll "König der Konstrukteure".

 

Gottlieb Daimler hatte den begabten Konstrukteur 1865 in Reutlingen kennen gelernt und arbeitete mit ihm auch bei der Maschinenbaufabrik Karlsruhe und der Gasmotorenfabrik Deutz zusammen.

 

Geschichte

August Wilhelm Maybach - der König der Konstrukteure, geboren 9. Februar 1846 in Heilbronn und gestorben 29. Dezember 1929 in Stuttgart-Cannstatt. Als Wilhelm Maybach 5 Jahre alt war, zog seine Familie aus Heilbronn (Württemberg) in das nur 30 km entfernte Stuttgart, wo seine beiden Eltern binnen drei Jahren verstarben. Als Vollwaise lebte er 13 Jahre im Bruderhaus in Reutlingen und erhielt dort auch seine Ausbildung als technischer Zeichner und Konstrukteur.

Maybach fällt durch sein hohes technisches Verständnis, hervorragende Leistungen und seinen Erfindungsreichtum auf. Als Daimler 1868 zur stark expandierenden Maschinenfabrik Karlsruhe als Vorstand der Werkstätten wechselt, die vor allem Eisenbahnmaterial herstellt, nimmt er Wilhelm Maybach mit. Das Duo wird von nun an bis zu Daimlers Tod im Jahre 1900 unzertrennlich bleiben.

 

1872: Gasmotorenfabrik Deutz

Die beiden Inhaber der Gasmotorenfabrik Deutz, der Ingenieur Gustav Langen und der Erfinder Nikolaus August Otto, erweitern nach diesem Krieg die wirtschaftliche Basis ihrer Fabrik und machen daraus eine Aktiengesellschaft. Grundlage der Tätigkeit ist eine atmosphärische Gaskraftmaschine Ottos. Langen wünscht für die Werkstätten und das Zeichenbüro einen erfahrenen Betriebsleiter, eben Gottlieb Daimler. Maybach wird Leiter der Konstruktionsabteilung und tritt seinen Dienst am 1. Juli 1872 an, Daimler folgt einen Monat später. Maybach gelingt es im Laufe der Zeit, den Gasmotor zu verbessern, aber dessen Leistungsfähigkeit ist begrenzt: Er ist zu hoch und zu schwer. Otto nimmt daher seine Versuche mit dem Viertaktprinzip wieder auf, was 1876 auch zum Erfolg führt: Die Viertakt-Kompressionsmaschine entsteht. Doch der Motor ist selbstverständlich noch nicht völlig serienreif. Ihn so weit zu bringen, ist die Aufgabe von Daimler und Maybach. Sie optimieren den Motor und machen aus ihm einen Verkaufsschlager.
Daimler hat schon damals die Vision von einem kleinen, universell einsetzbaren Motor, doch diese Vision lässt sich auf der Basis des bestehenden Motors und in Verbindung mit der Gasmotorenfabrik Deutz nicht realisieren, zumal auch starke Spannungen zwischen den beiden Erfindern Daimler und Otto bestehen.

1882 wird Daimler schließlich gekündigt. Daraufhin veranlasst er Maybach, von sich aus die Firma zu verlassen, um mit ihm zusammen an der Entwicklung eines leichten, schnell laufenden Motors zu arbeiten, von der beide ahnen, dass es die „Kapitalerfindung“ sein wird.

 

1883: Im Gartenhaus entsteht der Erste Motor

Das Gartenhaus in Daimlers Garten wird umgebaut und erweitert. Der Vorraum beherbergt Schreibtisch und Kommode und wird als Büro genutzt. Der anschließende helle und lichte Raum wird durch den Einbau von Werkzeugbank und Schmiede das Refugium der beiden Ingenieure.
Das Konstruktionsbüro befindet sich zunächst in Maybachs Cannstatter Wohnung in der Pragstraße 34, wo Maybach mit seiner Frau Bertha seit Oktober 1882 wohnt.

Bald regt sich handwerkliches Leben im Gartenhaus. Beide Männer Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach beginnen den leichten und schnell laufenden Benzinmotor zu entwickeln und zu bauen, der sich für den Einbau in Kutschen, Lastkarren, Booten, Schiffen, Eisenbahn- und Straßenbahnwagen, landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten, Feuerwehrpumpen und sogar in Luftschiffen eignen soll.

Daimler und Maybach versuchen zunächst das alte Problem der Zündung in den Griff zu bekommen. Maybach arbeitet sich durch zahllose Patentschriften und findet schließlich den Hinweis auf die Möglichkeit einer ungesteuerten Glührohrzündung in der Patentschrift des Engländers Watson, die sich für die angestrebten hohen Drehzahlen als geeignet erweist. Nach Überwindung dieser Hürde geht es um das Arbeitsverfahren. Aus der Tätigkeit in Deutz ist beiden das Viertaktprinzip bestens vertraut. Sie wählen es, wohl wissend, dass Ottos Viertaktpatent DRP 532 noch gültig ist, gekoppelt allerdings an die von Otto angenommene schichtenförmige Ladung des Zylinders und langsame Verbrennung des Gasgemisches. Daimler begründet daher seinen Patentanspruch in der Patentschrift zum DRP 28022 unter anderem mit einer Explosion und rascher Verbrennung. 1883 läuft der Motor! Mit einem Hubraum von rund 100 Kubikzentimetern leistet er 0,25 PS bei sensationellen 600 Umdrehungen, dreimal so viel wie die Deutzer Gasmotoren, und er ist leicht. Mit ihm sind erste wesentliche Konstruktionsziele erreicht.

 

1885: Deutsches Reichspatent DRP 34926 für die „Standuhr“

Einzylindermotor Standuhr
Konstruktionszeichnung des Daimler-Einzylinder-Motors

Eine weitere Erfindung von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach: ein Motor mit den eigenartigen Namen "Standuhr", weil er in seiner Form den damals gebräuchlichen Standuhren gleicht.

Die folgende verbesserte Ausführung verwandelt den zunächst liegend gebauten Motor in einen stehenden. Er bildet die Basis der Patentanmeldung, die schließlich unter dem Datum des 3. April 1885 und der DRP-Nummer 34926 Daimlers Vision öffentlich macht.

Die „Standuhr“ hat ein geschlossenes Kurbelgehäuse, auf dem der luftgekühlte Zylinder steht. Das Einlassventil öffnet und schließt automatisch, das Auslassventil wird durch die von Daimler erfundene Kurvennutensteuerung betätigt, die gleichzeitig auch die Drehzahl im Zaum hält. Ein Schwimmervergaser und ein später wieder eliminiertes Kolbenbodenventil zur zusätzlichen Ladung sind weitere Merkmale des Motors. Der Einzylinder wiegt nur 60 Kilogramm, hat einen Hubraum von 264 Kubikzentimetern und leistet 0,5 PS bei jetzt schon 700 Umdrehungen pro Minute.

 

November 1885: Erste Ausfahrt mit dem „Reitrad“

Daimler Reitrad
Die Aufnahme zeigt die Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte
in Bad Cannstatt mit dem Daimler-Reitwagen,
welcher heute als das erste Motorrad der Welt gilt

Daimler und Maybach bauen ihren universell in beliebigen Fahrzeugen zu verwendenden Motor in ein Zweirad ein, einem höchst kostengünstigen Versuchsträger um die Tauglichkeit der Gas- bzw. Petroleumkraftmaschine unter Beweis zu stellen. Im November 1885 legt Gottlieb Daimlers Sohn Adolf mit diesem Fahrzeug die drei Kilometer lange Strecke zwischen Cannstatt und Untertürkheim ohne Probleme zurück.

 

1889: Zweizylinder und Stahlradwagen

Stahlradwagen
Daimler "Stahlradwagen" mit Zweizylinder-V-Motor und
dem ersten Zahnrad-Schaltgetriebe samt
Differentialausgleich; Am Steuer Wilhelm Maybach, 1889

Es zeigt sich, dass der Einzylinder für etliche Einsatzgebiete zu schwach ist. Maybach entwirft einen Zweizylinder auf Basis der „Standuhr“. Der neue Motor in V-Form mit einem Zylinderwinkel von 17 Grad leistet zwei PS bei knapp über 600 Umdrehungen und erschließt neue Einsatzmöglichkeiten. Er wird in dem von Wilhelm Maybach 1889 konstruierten „Stahlradwagen“ eingesetzt. Es ist eine Automobilkonstruktion, die maßgeblich, vor allem in Frankreich, die Weiterentwicklung des Automobils prägt. Dort wird der Wagen anlässlich der Weltausstellung in Paris 1889 präsentiert.

 

 

Daimler-Motoren-Gesellschaft

phoenixmotor
Phoenix-Motor, erstmals eingesetzt
1895 im Riemenwagen

Max Duttenhofer, Generaldirektor der Köln-Rottweiler Pulverfabriken, und Wilhelm Lorenz, Vorstand einer Patronenfabrik in Karlsruhe, beschwören Daimler immer wieder, er müsse eine breitere finanzielle Grundlage für seine epochemachende Erfindung schaffen.

Nach einem Vorvertrag vom 14. März 1890, der Daimlers Erfindungen in der projektierten Gesellschaft bestmöglich absichern soll, wird schließlich am 28. November 1890 eine neue Firma ins Leben gerufen, die "Daimler-Motoren-Gesellschaft" (DMG).

Nun hält Daimler – wie Duttenhofer und Lorenz auch – 200 Aktien, die ein Drittel des Grundkapitals von insgesamt 600 000 Mark repräsentieren. Außerdem wird ihm zugesichert, dass seine engsten Mitarbeiter, Wilhelm Maybach und der Buchhalter Karl Linck, in den Vorstand berufen würden. Doch diese Zusage wird nicht eingehalten. Verärgert verlässt Maybach am 11. Februar 1891 die Gesellschaft, Linck folgt ihm ein halbes Jahr später.

Maybachs Vierzylindermotor
Der von Wilhelm Maybach konstruierte Motor des
Mercedes 35 PS mit gesteuerten Ein- und
Auslassventilen (1900)

Mit Wilhelm Maybach verlässt der technisch fähigste Kopf die Gesellschaft. Sein Nachfolger, Max Schrödter, versteht von Verbrennungsmotoren nur wenig, die Firma gerät zunehmend in unruhiges Fahrwasser. Die bereits im Gründungsjahr von 22 auf 163 Mitarbeiter vergrößerte Belegschaft erweist sich für den komplizierten Maschinenbau als wenig qualifiziert. Die Produktivität sinkt, die Zahl der Reklamationen steigt.

Es schmerzt Daimler sehr, zusehen zu müssen, dass die Firma ihr Potenzial nicht für die Vervollkommnung seines Motors einsetzt, sondern sich mit der Entwicklung anderer Produkte verzettelt. Die Verluste im dritten Geschäftsjahr in Höhe von 140 000 Mark eliminieren die Gewinne der ersten beiden Jahre völlig.

Daimler will diesen Tendenzen entgegensteuern und schließt bereits 1891 im Geheimen einen Vertrag mit Maybach ab, um die Entwicklungsarbeiten in seinem Sinne fortzuführen.

Zunächst benutzt Maybach seine Wohnung als Konstruktionsbüro, wo er die Grundlagenforschung für ein neues Automobil betreibt. Es sollte der sogenannte Riemenwagen werden.

Mercedes Simplex
Den Mercedes 35 PS stellt die Daimler-Motoren-
Gesellschaft 1901 vor. Darin arbeitet ein von
Maybach entwickelter Vierzylindermotor.

Als Produktionsstätte mietet Daimler den stillgelegten Gartensaal des Hotels Hermann in Cannstatt. Mit zwölf Arbeitern und fünf Lehrlingen stürzt sich Maybach auf neue Aufgaben, die nur wenige Jahre später letztlich auch der Daimler-Motoren-Gesellschaft zugute kommen werden.

In jener Zeit entstehen der Spritzdüsenvergaser, der Urahn aller heutigen Vergaser, und auch einige Neuerungen am Kühlsystem, denn immer noch ist die unzureichende Motorkühlung eines des größten Probleme, das es zu lösen gilt.

Die bedeutendste Schöpfung Maybachs ist aber ein Motor, den Levassor in seiner Begeisterung „Phoenix“ nennt. Motoren dieser Bauart – die Zylinder sind stehend nebeneinander angeordnet und in einem Block gegossen – sollten später zum „motorischen“ Rückgrat der Daimler-Motoren-Gesellschaft werden.

Karl Maybach
Karl Maybach (1879 - 1960)

Wilhelm Maybach, Mitarbeiter und Freund Gottlieb Daimlers und unvergessener Konstrukteur des „Mercedes“, dem ersten „richtigen“ Auto, verlässt 1907 die Daimler-Motoren-Gesellschaft, der er bis dato als technischer Direktor gedient hatte. Zusammen mit seinem Sohn Karl entwickelt er eigene Motoren, die sich seiner Meinung nach exzellent für den Antrieb der eben am Himmel erscheinenden Luftschiffe eignen. Er nimmt Verbindung mit dem Grafen Zeppelin auf, überzeugt ihn von seinen Motoren und gründet zusammen mit ihm 1909 die „Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH“ in Bissingen bei Stuttgart, deren technischer Direktor sein Sohn Karl wird.

Damit ist das Kapitel Automobile für Wilhelm und Karl Maybach erledigt - vorläufig zumindest. Man konstruiert Triebwerke, die sich durch höchste Sicherheit und vorbildliche Zuverlässigkeit auszeichnen. Und man hegt sogar noch größere Pläne - zum Beispiel für ein Riesenflugzeug zur Atlantiküberquerung, das zusammen mit Hellmuth Hirth und Gustav Klein von der Firma Bosch realisiert werden soll. Wegen des Ersten Weltkriegs wird es jedoch Jahre später ad acta gelegt.

Von den Kriegswirren lässt sich Karl Maybach allerdings nicht beeindrucken. 1916 beginnt er in Friedrichshafen ein Haus zu bauen - in der Zeppelinstraße 21. Dort empfängt und schreibt er über 150 Briefe, die er mit seinem Vater austauscht. Der Inhalt: Detaillierte Erörterungen von Konstruktionen, Skizzen, Zeichnungen, Motorenproblemen. Nur selten geht es um Familiäres. Gelegentlich bemängelt Wilhelm Maybach dafür Ungenauigkeiten und Flüchtigkeitsfehler: „o.g. Getriebe ist zu schnell gezeichnet und nicht gründlich durchkonstruiert “, merkt er beispielsweise an. Und: „So eine ernste Sache wie ein Getriebe, darf nicht notleiden.“

 

Erstes Höhenflugtriebwerk der Welt

Die Mahnungen des Lehrmeisters fallen auf fruchtbaren Boden. Ab April 1916 konstruiert Karl Maybach das erste Höhenflugtriebwerk der Welt, den Motor Typ „Mb IVa“. In Bodennähe gedrosselt, entwickelt er erst in der Höhe seine volle Leistung und gleicht damit den Leistungsverlust durch den geringeren Luftdruck aus. Die Militärbehörden zeigen sich skeptisch. Da lässt Karl Maybach kurzerhand im Frühjahr 1917 auf dem 1840 Meter hohen Wendelstein in den bayerischen Alpen einen Motorenprüfstand aufbauen und beweist im praktischen Versuch die Überlegenheit seines Motors.

Das Ende des Ersten Weltkriegs beendet dennoch alle hochfliegenden Pläne: Der Versailler Vertrag verbietet es, in Deutschland Flugzeuge, Fluggerät und auch Flugmotoren zu bauen. Karl Maybach hatte dies bereits 1918 geahnt und als Firmenchef rasch gehandelt. Später erklärt er seinem Vater per Brief das Dilemma: „Wir waren gezwungen, neue Gebiete für unsere Fabrik zu erschließen, wenn man die Fabrikation in Friedrichshafen nicht ganz aufgeben wollte.“

 

Rückkehr zur Automobiltechnik

So widmet sich Karl Maybach wieder dem Automobil. Schließlich gibt es auch auf diesem Gebiet noch viel zu tun: Anfang der Zwanzigerjahre waren in Deutschland lediglich rund 200 000 Personenwagen und Nutzfahrzeuge sowie etwa 100 000 Motorräder zugelassen. Und da ein Automobilmotor seinerzeit für Maybach der Ausgangspunkt für Entwicklung eines Luftschiffmotors war, soll es diesmal auch umgekehrt funktionieren. Sein Ziel: „Die Durchbildung eines erstklassigen Benzinfahrzeugs für alle möglichen Zwecke.“

Um das erste Exemplar praktisch zu erproben, entsteht 1919 der Typ W 1 - ein Versuchswagen auf Basis eines viersitzigen Mercedes-Chassis. Nach den ersten Tests entwickelt Maybach den Fahrzeugmotor W 2 mit sechs Zylindern und 95 Millimeter Bohrung bei 135 Millimeter Hub. Er leistet 70 PS bei 2200/min.

 

Premiere auf der Automobilausstellung 1921

Gedacht und in 1000 Exemplaren bestellt wurde der Typ W 2 für das holländische Luxusmodell Spyker 30/40 der Automobil- und Flugzeugfabrik Trompenburg. Allerdings geraten die Niederländer in finanzielle Schwierigkeiten und können nur einen Teil ihrer Bestellung abnehmen.

Typ W 3
Karl Maybach (2. von rechts) vor einem Typ W 3
und der Produktionshalle der
Maybach-Motorenbau GmbH (1924/25)

Das zwingt Karl Maybach, eine andere Lösung zu suchen: Er baut eigene Automobile, um die nicht verkauften W 2-Motoren zu verwenden. Das Ergebnis ist der Typ W 3 (22/70 PS), der auf der Automobilausstellung des Jahres 1921 in Berlin Premiere feiert und viel Applaus bekommt. Er begründet den Ruf Maybachs als Luxusmarke, die alle technischen Möglichkeiten ausschöpft.

Das ist Maybachs Ziel, denn von Anfang an stellt er klar, dass er nie die Absicht hatte, einen „Volkswagen“ zu bauen. Das macht er anlässlich der Berliner Automobilausstellung deutlich: „Als vor der großen Ausstellung des Verbandes der deutschen Motorfahrzeuge-Industrie im Jahre 1921 einige Mitglieder des Vorstandes mich spöttisch fragten, ob Maybach den billigsten Wagen bringen werde, waren sie betroffen, als ich antwortete: Nein, den teuersten!“

Die Erfolge nach dem Auftritt der jungen Automarke auf der Berliner Ausstellung ermutigen das Team in Friedrichshafen: Ende 1926 präsentiert Maybach den Typ W 5 mit einem Sechszylinder-Reihenmotor, der aus 6992 Kubikzentimeter Hubraum beachtliche 120 PS Leistung entwickelt. Später liefert man diesen Wagen auch mit einem raffinierten Schnellganggetriebe (Typ W 5 SG).

 

Handwerkliche Maßarbeit bis ins Detail

Maybachs Überführungsfahrzeuge

Als Automobilkonstrukteur fasziniert Karl Maybach die pure Technik - vor allem die stetige Weiterentwicklung der ebenso kraftvollen wie laufruhigen und langlebigen Motoren, die Erfindung neuartiger Getriebe mit besonderem Bedienkomfort sowie die Optimierung der Fahrwerke. Das wissen die anspruchsvollen Kunden zu schätzen, wenn sie in Friedrichshafen das komplett montierte, fahrfertige Fahrgestell mit Rahmen, Fahrwerk, Motor, Getriebe, Kühler, Spritzwand und der sonstigen Aggregate ihres Maybach ordern. Für den Aufbau individueller Karosserien arbeiten Karl Maybach und seine Mitarbeiter nur mit den besten Spezialfirmen zusammen, die sich ganz den
Ansprüchen ihrer Kunden anpassen. Ausstattung und Gestaltung bestimmen dabei stets die individuellen Wünsche des Käufers und erlauben somit einen ganz persönlichen Stil des Besitzers. Technische Qualität, individuelles Design und handwerkliche Perfektion, das sind stets die herausragenden Attribute der unvergleichlichen Maybach-Automobile. Jeder der Karosseriebauer ergänzt die herausragende Technik des Fahrwerks und der Motoren durch eine äußerst hochwertige Ausstattung der in liebevoller Handarbeit gefertigten Aufbauten. Dabei hat die exklusive Kundschaft nahezu alle Möglichkeiten, ihren Wagen nach persönlichen Ansprüchen und Vorlieben „karossieren“ zu lassen - die Grenzen des Machbaren werden im Prinzip nur durch die Fantasie oder die Finanzkraft des Auftraggebers gesetzt.

So entstehen automobile Kunstwerke, Unikate von höchster Eleganz: stattliche Limousinen, majestätische Pullmans, rassige zwei- bis siebensitzige Coupés, schicke Cabriolets oder sportliche Roadster. Jeder mit einer exklusiven Interieur-Ausstattung aus edlem Leder oder feinem Tuch, mit ausgesuchten Hölzern und Lacken sowie vielen raffinierten Details. Kaum ein Wagen mit dem „MM“-Markenzeichen auf dem Kühler gleicht dem anderen.

 

Kunden aus der High-Society

Am Steuer oder im Fond der Maybach-Automobile sitzen namhafte Persönlichkeiten: Politiker und Unternehmer, Prinzessinnen und Kaiser, Stars und Idole wie Enrico Caruso oder Max Schmeling. Auch erlauchte Persönlichkeiten, die sich mit hohen Adelstiteln schmücken, lassen sich im Maybach chauffieren: Haile Selassie, der Kaiser von Äthiopien, König Paul von Griechenland sowie das niederländische Thronfolgerpaar Juliana und Prinz Bernard, Fürst Esterhazy und die indischen Maharadschas von Jaipur, Potila und Kolhapur.

 

Luxuswagen mit dem klangvollen Namen „Zeppelin“

Maybach DS 8 Zeppelin Cabriolet
Maybach DS 8 Zeppelin Cabriolet (1932)

Stets um den technischen Vorsprung seiner Marke besorgt, beginnt Karl Maybach gegen Ende der Zwanzigerjahre einen Zwölfzylindermotor für Automobile zu entwickeln. Seine Erfahrung mit den vielzylindrigen Triebwerken für Luftschiffe spornt ihn an.

1929 ist es soweit: Der Maybach „Typ 12“ mit dem 150 PS starken Sieben-Liter-Zwölfzylinder-V-Motor stellt sich vor. Ihm folgt Mitte 1930 der legendäre Maybach „Zeppelin“ Typ DS 7 mit dem gleichen Triebwerk und Doppelschnellganggetriebe. Die DS 8-Variante mit acht Litern Hubraum leistet 200 PS und ist ab 1931 lieferbar.

Maybach Zeppelin Coupé-Limousine DS 8
Maybach Zeppelin Coupé-Limousine DS 8
Baujahr 1938

Ob als Limousine, Sportcabriolet oder offener Tourenwagen, in seinem Innenraum bietet der „Zeppelin“ unendlich viel Platz zum Wohlfühlen auf bequemen Ledersitzen, die mit ihrer weichen Polsterung eher dem Charakter von Clubsesseln entsprechen. Ebenso begeistern die Fahreigenschaften des Spitzenautomobils. Der lange Radstand von 3735 Millimetern und das hohe Gewicht lassen den Wagen mit den an langen Halbelliptikfedern aufgehängten Starrachsen geradezu leichtfüßig dahingleiten.

Für zusätzlichen Komfort sorgen hydraulische, doppelt wirkende Stoßdämpfer. Zum Anfahren wird zwar noch die Kupplung benötigt, ansonsten bedient der Fahrer aber nur zwei kleine Hebel in der Lenkradmitte, um die vier Gänge des Planetenradgetriebes zu schalten - ohne zu kuppeln.
Leerlauf, 1a-Gang oder Rückwärtsgang werden mit dem Vorwahl-Handhebel in der Wagenmitte eingelegt.

Die Schraubenlenkung - ohne Servohilfe - ist im Verhältnis zu den reichlich drei Tonnen Lebendgewicht dieses herrschaftlichen Automobils erstaunlich leichtgängig, und die via Seilzug betätigten riesigen Trommelbremsen verzögern dank eines ausgeklügelten Hebelsystems gleichmäßig und gut. Eine Unterdruck-Servounterstützung hält den Kraftaufwand für die Bremsenbetätigung in Grenzen. Kurzum: Der „Zeppelin“ markiert die neue Luxusklasse auf Rädern. Das gilt freilich auch für den Preis, denn mit bis zu 36 000 Mark kostet die Limousine Anfang der Dreißigerjahre so viel wie drei Einfamilienhäuser.

Maybach Zeppelin
Maybach Zeppelin: Vor den Luftschiffhallen in
Friedrichshafen (1933/1934)

Wilhelm Maybach hatte die Entstehung des legendären Spitzenmodells noch verfolgen können, seine Markteinführung erlebt er allerdings nicht mehr. Er stirbt im Dezember 1929. Vom legendären „Zeppelin“ in der DS 7- und in der DS 8-Ausführung werden insgesamt nur 183 Exemplare verkauft.
Schwingachswagen mit perfektem Fahrkomfort und sicherer Straßenlage.
Wirtschaftliche Überlegungen stehen bei Karl Maybach zwar selten im Vordergrund, aber er weiß, dass er neben dem großen Zwölfzylinder auch einen kleineren Typ anbieten muss. Deshalb rückt 1931 der gegenüber dem W 5 verlängerte W 6 ins Programm, der ab 1934 ein Doppelschnellganggetriebe (W 6 DSG) erhält. Beide Modelle nutzen den Sechszylinder des W 5.
Neben den Motoren und den Getrieben kümmert sich Maybach auch um die Verbesserung der Straßenlage und des Fahrkomforts - und legt dabei ebenso strenge Maßstäbe zugrunde wie bei der Antriebstechnik. Das Ergebnis dieser konstruktiven Bemühungen sind die sogenannten Schwingachswagen des Typs SW 35 (1935), SW 38 (1936) und SW 42 (1939 bis 1941). Diese modernen Maybach-Modelle verfügen über Sechszylinder-Reihenmotoren und leisten einheitlich 140 PS - sie gelten ebenfalls als großer und viel bewunderter Wurf des Friedrichshafener Unternehmens.

 

Maybach-Motoren für die Schiene

Maybach Motorenbau Friedrichshafen
LZ 127 über dem Portal des Maybach-Motorenbaus
in Friedrichshafen (1935)

Der emsige Konstrukteur Karl Maybach gibt sich mit der Entwicklung von Automobiltriebwerken allerdings nie ganz zufrieden. Bereits 1924 konstruiert er den ersten schnelllaufenden Dieselmotor samt Getriebe für Triebwagen (mit 150 PS bei 1300/min) und schafft damit in Deutschland die Voraussetzungen für den Bau spezieller Schnelltriebwagenstrecken, die auf der ganzen Welt als vorbildlich gelten. Der mit zwei Maybach-Dieselmotoren ausgerüstete „Fliegende Hamburger“ verkehrt ab 1933 zwischen Hamburg und Berlin mit bis zu 160 km/h. Am 17. Februar 1936 stellt er mit 205 km/h sogar den Weltrekord für serienmäßige Schienenfahrzeuge auf.
Auch beim ersten Luftschiff, das nach dem Ersten Weltkrieg in Friedrichshafen entsteht, ist Maybach wieder mit von der Partie. Er liefert die fünf Zwölfzylindermotoren für LZ 126, die zusammen 2850 PS leisten. Der gigantische „Zeppelin“ wird als Reparationsleistung im Oktober 1924 in die USA geflogen.

Dank ihrer hohen Leistung eignen sich die Maybach-Motoren auch für Nutzfahrzeuge, Omnibusse und Heeresfahrzeuge. Der Hochleistungscharakter beeindruckt die Militärs so sehr, dass sie schließlich auch Antriebsaggregate für Kettenfahrzeuge in Friedrichshafen in Auftrag geben. Karl Maybach fühlt sich zwar nicht wohl bei dem Gedanken Militärfahrzeuge zu motorisieren, aber er ist kein politischer Mensch; er sieht sich „nur“ als Konstrukteur und registriert kaum, was politisch um ihn herum vorgeht.

 

Vertrag mit der französischen Regierung

Zu dieser Einschätzung gelangen nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Franzosen rasch. Sie schätzen sein technisches Können und bieten ihm an, für Frankreich Hochleistungstriebwerke zu entwickeln. Karl Maybach willigt ein - allerdings nur unter der Bedingung, dass in Friedrichshafen weiter Motoren gebaut werden können. Am 12. September 1946 unterzeichnet er einen Vertrag mit der französischen Regierung über Studien und Verwirklichung eines Benzinmotors mit 1000 PS und eines Dieseltriebwerks. Da er arbeiten kann, zieht er auch ohne Murren ins französische Vernon in der Nähe von Paris, wo er am 6. Juli 1949 seinen 70. Geburtstag feiert.

Ab Mitte 1951 bleibt Karl Maybach in Deutschland. Er lebt und arbeitet in seinem Haus in Garmisch und scheidet am 19. Dezember 1952 auf eigenen Wunsch aus der Firma aus. Dennoch sind Besuche am Firmensitz regelmäßig - bei einem dieser Besuche stirbt der geniale Konstrukteur am 6. Februar 1960.

 

MTU Friedrichshafen GmbH

Maybach Motorenbau GmbH
Fabrik des Maybach-Motorenbaus in Friedrichshafen
im Jahre 1917

Europas Spezialist für Großmotoren - Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich die Maybach-Motorenbau GmbH vor allem auf die Herstellung von Motoren für Dieselloks und Nutzfahrzeuge. Im Jahre 1960 erwarb Daimler-Benz die Mehrheit an dem Unternehmen und sechs Jahre später wurde der Maybach-Motorenbau mit dem Großmotorenbau von Daimler-Benz unter dem Namen Maybach Mercedes-Benz Motorenbau GmbH vereinigt. Seit 1969 steht schließlich ein ganz neuer Name über dem Werk in Friedrichshafen: MTU Friedrichshafen GmbH.

Seither ist die MTU weltweiter Technologieführer bei Antriebssystemen für Schiffe, Bahnen, Schwerfahrzeuge und dezentrale Energieanlagen. Das Produktprogramm mit Dieselmotoren von bis zu 9000 kW/12 250 PS Leistung, Gasmotoren, Gasturbinen und Brennstoffzellen ist das modernste und umfassendste der Branche. Das Unternehmen liefert nicht nur Motoren, sondern komplette Antriebsanlagen mit integraler Steuerung und Überwachung. Bekannt sind die MTU-Antriebe für ihre hohe Leistung bei gleichzeitig geringem Gewicht und sehr kompakten Abmessungen.

Mit weltweit mehr als 6000 Mitarbeitern zählt MTU einen Umsatz von über einer Milliarde Euro, der zu 80 Prozent durch den Export erwirtschaftet wird. Die MTU Friedrichshafen GmbH ist ein Unternehmen der DaimlerChrysler AG.

Fotos: © Daimler

 

Chronik von Maybach

Karl Maybach - Zeppelinantriebe, Luxuswagen und Hochleistungsmotoren

  • 1909 Gründung der Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH in Bissingen/Enz (Württemberg) als Tochtergesellschaft der Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Karl Maybach übernimmt die technische Leitung und beschäftigt sich mit der Konstruktion von Luftschiffmotoren.

  • 1910 Der erste Maybach-Luftschiffmotor ist startklar. Der Sechszylinder (145 PS) treibt LZ 6 an.

  • 1912 Umzug der Firma nach Friedrichshafen am Bodensee. Gleichzeitig wird der Firmenname in Motorenbau Friedrichshafen GmbH geändert.

  • 1913 Der neue, noch stärkere Luftschiffmotor vom Typ CX ist fertiggestellt. Er leistet 210 PS.

  • 1915 Karl Maybach heiratet Käthe Lewerenz.

  • 1917 Karl Maybach entwickelt den ersten Höhenflugmotor der Welt.

  • 1918 Am 16. Mai wird der Name der Motorenbau Friedrichshafen GmbH in Maybach-Motorenbau GmbH geändert.

  • 1919 Der erste Maybach-Versuchswagen W 1 entsteht. Der Motor vom Typ W 2 für das holländische Luxusmodell Spyker ist fertiggestellt.

  • 1921 Auf der Berliner Automobilausstellung präsentiert Maybach sein erstes Fahrzeug, den Typ W 3.

  • 1923 Maybach entwickelt den Zwölfzylindermotor Typ VL 1 (420 PS) für Luftschiffe.

  • 1924 Die Technische Hochschule Stuttgart verleiht Karl Maybach den Titel eines Ehrendoktors. Als erstes Unternehmen der Welt entwickelt Maybach einen schnelllaufenden Triebwagen-Dieselmotor mit 150 PS.

  • 1926 Das Maybach-Automobil W 5 wird vorgestellt

  • 1928 Maybach entwickelt den Luftschiffmotor Typ VL 2 mit 530 PS. Fünf dieser Triebwerke treiben das legendäre Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“ an.

  • 1930 Maybach stellt den Typ „Zeppelin“ mit Zwölfzylindermotor vor - die größte deutsche Luxuslimousine.

  • 1931 Der Automobil-Typ W 6 mit dem Sechszylindermotor des W 5, aber verlängertem Radstand erscheint.

  • 1933 Der Schnelltriebwagen „Fliegender Hamburger“ verkehrt mit zwei Maybach-Dieselmotoren zwischen Hamburg und Berlin und erreicht dabei bis zu 160 km/h.

  • 1934 Maybach entwickelt das Doppelschnellganggetriebe für den Typ W 6 DSG. Gleichzeitig erscheint der Typ DSH (Doppel-Sechs-Halbe) mit 5,2-Liter-Reihen-sechszylinder.

  • 1934 Maybach stellt den ersten turboaufgeladenen Hochleistungs-Dieselmotor der Welt vor. Das GO 6-Triebwerk leistet 600 PS.

  • 1935 Die Schwingachswagen vom Typ SW 35 werden präsentiert.

  • 1936 Die Schwingachs-Limousine vom Typ SW 38 wird vorgestellt. Am 17. Februar stellt ein Schnelltriebwagen mit Maybach-Motoren mit 205 km/h den Weltrekord für serienmäßige Schienenfahrzeuge auf.

  • 1939 Der Schwingachswagen Typ SW 42 wird vorgestellt.

  • 1941 Die Maybach-Automobilproduktion endet.

  • 1946 Karl Maybach unterzeichnet einen Vertrag mit der französischen Regierung über Studien und Realisierung eines Benzinmotors von 1000 PS und eines Dieselmotors. Sein Hauptarbeitsplatz ist in Vernon, rund 60 km von Paris entfernt.

  • 1951 Karl Maybach lebt und arbeitet in seinem Haus in Garmisch.

  • 1952 Karl Maybach zieht sich aus dem Unternehmen zurück.

  • 1959 Die Technische Hochschule Stuttgart ernennt Karl Maybach zum Ehrenprofessor.

  • 1960 Karl Maybach stirbt am 6. Februar in Friedrichshafen. Daimler-Benz erwirbt die Mehrheit am Maybach-Motorenbau.

  • 1966 Die Maybach-Motorenbau GmbH wird mit dem Großmotorenbau von Daimler-Benz unter dem Namen Maybach Mercedes-Benz Motorenbau GmbH vereinigt.

  • 1969 Aus der Maybach Mercedes-Benz Motorenbau GmbH entsteht die Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen GmbH - kurz MTU.

Modellchronik

Die Maybach-Automobile - Luxus, Perfektion und Spitzentechnologie
Insgesamt verkaufte der Maybach-Motorenbau zwischen 1921 und 1941 rund 1800 Automobile. Außerdem entstanden zusätzlich zu den in der Firmenstatistik erfassten Fahrzeugen pro Jahr etwa fünf bis zehn Ausstellungswagen. Heute existieren weltweit noch 152 Maybach-Automobile.

  • 1919 : W 1
    Der W 1 basierte als Versuchswagen auf einem Mercedes-Chassis und wurde nicht in Serie produziert.

  • 1920 : W 2
    Dieses Kürzel kennzeichnete einen Motor, der für das holländische Luxusmodell Spyker 30/40 in 1000 Exemplaren bestellt, aber nicht komplett abgenommen wurde. Aus dieser wirtschaftlichen Zwangslage heraus beschloss Karl Maybach, selbst Autos zu bauen, um die nicht verkauften W 2-Motoren zu verwenden.

  • 1921 : W 3
    Der erste Typ W 3 aus dem Hause Maybach debütierte 1921 auf der Berliner Automobilausstellung. Sein Sechszylinder-Reihenmotor mit 5740 Kubikzentimetern Hubraum leistete 70 PS. Stückzahl: 305 Exemplare.

  • 1926 : W 5
    Ende 1926 folgte der Typ W 5, ebenfalls mit Sechszylinder-Reihenmotor (6992 Kubikzentimeter Hubraum, 120 PS). Später gab es diesen Typ mit Schnellganggetriebe als W 5 SG. Stückzahl: 248 Fahrzeuge.

  • 1930 : DS 7 und DS 8
    Der Maybach „Zeppelin“ erschien Mitte 1930 mit einem Sieben-Liter-Zwölfzylinder-V-Motor und 150 PS. Vorläufer war der Maybach 12 (1929). Die spätere DS 8-Variante mit acht Litern Hubraum leistete 200 PS und war ab 1931 als Fahrgestell für 29 500 Reichsmark erhältlich. Stückzahl: zirka 183 Fahrzeuge.

  • 1930 : DSH
    Der DSH (Doppel-Sechs-Halbe) wurde von 1930 bis 1937 gebaut. Er hatte einen 5,2-Liter-Reihensechszylinder mit 130 PS. Stückzahl: zirka 34 Exemplare.

  • 1931 : W 6
    Der Typ W 6 wurde von 1931 bis 1933 mit dem Sechszylindermotor des W 5 produziert. Ab 1934 erhielt er ein Doppelschnellganggetriebe (W 6 DSG). Beide Fahrzeuge hatten gegenüber dem W 5 einen verlängerten Radstand. Stückzahl: zirka 90 Exemplare.

  • 1935 : SW 35 - 42
    Die Schwingachswagen SW 35 (1935 - 1936), SW 38 (1936 - 1938) und SW 42 (1939 - 1941) waren die modernsten Maybach-Modelle. Sie zeichneten sich durch Sechszylinder-Reihenmotoren mit 3,5-, 3,8- oder 4,2-Liter Hubraum aus und leisteten einheitlich 140 PS. Stückzahlen: 707 Exemplare vom Typ SW 35/38; Typ SW 42 133 Fahrzeuge.
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