Mercedes-Benz-Geschichte -
Die Erfinder des schnelllaufenden Motors
In
der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
werden in Deutschland zwei Männer geboren,
deren Lebenswerke die Verkehrsgeschichte
revolutionieren: Gottlieb Daimler und Karl
Benz bereiten der individuellen Mobilität
durch die Erfindung des Automobils den Weg.
Für die ersten Automobile des Jahres 1886
müssen die Erfinder alles, was zu dem
neuartigen Kraftfahrzeug gehört, bis ins
kleinste Detail konstruieren und bauen und
vieles davon neu erfinden.
Dieser Innovationsprozess begleitet die
Automobilentwicklung seit 1886 bis heute. In
der Nachfolge von Daimler und Benz haben
Generationen genialer Konstrukteure der
Marke Mercedes-Benz und ihrer
Ursprungsmarken immer wieder epochale
Erfindungen hervorgebracht. So sichert
Mercedes-Benz die Zukunft des Automobils.
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Gottlieb Daimler & Wilhelm Maybach -
Erfinder des Automobils
Reutlingen im
Sommer 1865: Der Ingenieur Gottlieb Daimler,
31 Jahre alt, leitet die Werkstätten der
Maschinenfabrik des „Bruderhauses“, eine soziale Einrichtung mit angeschlossener
Produktion, aufgebaut und betrieben von und
für Waisen und Obdachlose. Unter den jungen
Erwachsenen dort fällt ihm ein
19-Jähriger auf, der mit zeichnerischem
Talent glänzt und im hauseigenen
Konstruktionsbüro unablässig Entwürfe
ausarbeitet: Maschinen für die
Papierherstellung, Waagen, nebenher die
verschiedensten Ackergeräte. Sein Name:
Wilhelm Maybach.
Die Chemie zwischen den beiden Männern
stimmt: Der jüngere Maybach, seit seinem
zehnten Lebensjahr durch tragische Umstände
Vollwaise, sieht in dem weit gereisten und
welterfahrenen Daimler einen väterlichen
Förderer. Der ältere wiederum erkennt auf
Anhieb Maybachs Potenzial als Konstrukteur.
Dies ist der Beginn einer langjährigen
Zusammenarbeit.
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Bertha Benz - Heimliche Fahrt
1870
verlobt sich die zwanzigjährige Cäcilie
Bertha Ringer im Pforzheimer
Geselligkeitsverein „Eintracht“ mit dem
knapp fünf Jahre älteren Karl Friedrich
Benz. Sie ahnt nicht, dass sie im Leben
dieses Mannes und in der Geschichte des noch
nicht existenten Automobils einmal eine
epochale Rolle spielen wird. Außergewöhnlich
nicht nur für die damalige Zeit war die
Tatkraft und Entscheidungsfreude dieser
jungen Frau, aber auch die Zielstrebigkeit,
mit der sie sich der Sorgen und Nöte ihres
Verlobten annimmt.
Als dieser 1871 „seine“
Firma „Carl Benz und August Ritter,
Mechanische Werkstätte“ in Mannheim wegen
der Unzuverlässigkeit seines Partners Ritter
nach wenigen Monaten fast schon wieder
aufgeben muss, gibt Bertha Ringer die von
ihrem vermögenden Vater vorzeitig erbetene
Mitgift, damit Karl Benz Ritter auszahlen
kann. Die Firma heißt fortan „Eisengießerei
und mechanische Werkstätte“.
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