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Die schönste Frau der Nachkriegszeit |
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Über
Automobile des Herstellers Borgward zu berichten, ist
immer etwas Besonderes. Der Bremer Autohersteller Carl
F.W. Borgward stand in den 50er Jahren immer für die
etwas andere Umsetzung einer Autoidee. Der "Mann mit der
Zigarre, der mit innovativen Ideen und außergewöhnlichem
Marketing sein Privatunternehmen in Bremen leitete, bis
dieses unter nicht ganz nachvollziehbaren Umständen 1963
nach Abtretung an den Bremer Senat Konkurs meldete,
steht für ein trauriges Kapitel deutschen Automobilbaus.
Den Konkurs der Borgward-Werke, die immerhin jedem 5.
Bremer einen Arbeitsplatz sicherten, hat er nicht
überlebt, seine Fahrzeuge aber haben ihn unsterblich
gemacht.
Die Isabella ist der wohl schönste und auch
erfolgreichste Wagen des Unternehmens. Und da es sich
bei der Borgward Isabella um eine lebende Legende
handelt, sei auch der Bericht zum Auto ein wenig anders
aufgebaut als bei allen anderen Fahrzeugen.
Was da am 10. Juni 1954 vom Unternehmenschef aus der
Montagehalle gefahren wird, ist ein Auto, das den
Wettbewerb das Fürchten lehren sollte. Ein
Karosseriekleid wie aus einer italienischen
Designschmiede, ein leistungsstarker Motor, der außer
einigen Porsche auf deutschen Straßen nicht viele
Fahrzeuge passieren lassen muss, Platz für sechs
Personen, eine Verarbeitungsqualität, die selbst die
Mercedes Ponton Schöpfer neidisch werden liessen und das
ganze für 7200 Mark. "Ein Kilo Auto kostet bei mir 7
Mark," pries Borgward sein jüngstes Kind, dem er auch
noch den wohlklingenden Namen Isabella verpasste.
Schon verrückt, was da aus Bremen auf die deutschen
Straßen gebracht wurde. Aber ein wenig verrückt war er
ja auch selbst, der Firmenchef. Als 13. Kind eines
Kohlenhändlers geboren, faszinieren ihn Autos sein Leben
lang. Als frisch gebackener Ingenieur entwickelt er ein
Dreirad mit 2,4 PS Motor und wird damit zum
Automobilhersteller. Schlanke Entwicklungsabteilungen
une ein alleiniges Entscheidungsrecht beim Firmenchef
lassen die Isabella in nur 10 Monaten von der ersten
Skizze bis zur Serienreife entstehen. Im Nachhinein ein
Fehler, die ersten Isabellas kommen mit gravierenden
Mängeln auf den Markt, sehr zur Beruhigung des
Wettbewerbes. Doch schon wenig später rollt die Isabella
fehlerfrei vom Band und wird zu einem Dauerbrenner bis
zum Ende des Unternehmens 1961.
War schon die Limousine ein optischer Leckerbissen, so
setzten das Coupe und auch das Cabriolet Maßstäbe für
deutsches Autodesign. Das Coupe, gebaut von 1957 bis
1961 und mit dem 75 PS Motor der Isabella TS
ausgestattet, wurde knapp 10.000 mal gebaut.
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| Motor: |
4 Zylinder Reihenmotor |
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| Hubraum: |
1483 ccm |
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| Getriebe: |
n.a. |
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| Kraftübertragung: |
n.a. |
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| Leistung: |
75 PS |
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| Drehmoment: |
n.a. |
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| Vmax: |
150 km/h |
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| 0-100 km/h: |
n.a. |
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Abmessungen: |
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| Länge: |
4300 mm |
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Breite: |
1650 mm |
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Höhe: |
1480 mm |
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| Gewicht: |
1050 kg |
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| Baujahr: |
1957- 1961 |
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Borgward-Bilder:
Borgward Isabella Coupe |
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