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Nachkriegszeit

Erster VW Kaefer bei der Fertigung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging die Zuständigkeit für das Volkswagenwerk Mitte Juni 1945 auf die britische Militärregierung über. 20 % der Werksbauten waren zerstört, 93 % der Maschinenausrüstung befand sich noch in verwendungsfähigem Zustand. 1946 wurde der erste Käfer produziert, aber in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg war die Zukunft des Werkes sowie des "Käfers" ungewiss. Erst danach erhielten das Unternehmen und seine Produkte offiziell die Bezeichnung "Volkswagen". Sowohl eine Demontage des Werkes als auch eine Weiterführung der Käferproduktion in anderen Ländern waren mögliche Optionen. Unter anderem die britische Firma Humber sowie Ford waren zunächst am VW-Werk interessiert. Aufgrund falscher Martkeinschätzung, der Nähe zur sowjetischen Besatzungszone sowie einer vernichtenden technischen Bewertung des VW Käfers durch einen britischen Untersuchungsbericht verloren alle Interessenten jedoch jegliches Interesse am VW-Werk. In besagtem Untersuchungsbericht wurde der Käfer als eine nicht nachahmungswürdige Konstruktion beurteilt, die angeblich nicht den Anforderungen genügte, die man zur damalige Zeit an Kleinwagen stellen musste. Aus heutiger Sicht ist dieses Urteil nicht nachvollziehbar, da vom VW Käfer mehr als 21 Millionen Exemplare hergestellt wurden, die alle in ihrer Grundkonzeption dem Vorkriegsentwurf entsprachen.

Sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Volkswagenwerkes in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg hatte der britische Offizier Major Ivan Hirst. Dieser sorgte zusammen mit dem deutschen Management dafür, dass die Produktion wieder in Gang kam. Die deutsche Werksleitung bestand unter anderem aus dem Berliner Industrieanwalt Hermann Münch, der zunächst als Treuhänder mit dem Wiederaufbau des Werkes beauftragt wurde und nach der Ablösung von Rudolf Brörmann am 17. Juni 1946 auch Generaldirektor sowie zum Haupttreuhänder berufen wurde. Anfangs wurde die Nachfrage der Besatzungsverwaltung nach Dienstfahrzeugen gedeckt. Bald wurden die ersten zivilen Fahrzeuge hergestellt und auf Initiative von Hirst ein Kundendienst- und Vertriebssystem - auch im Ausland - aufgebaut sowie Qualität und Produktionskapazitäten gesteigert. Hirst empfahl schließlich den Techniker Heinrich Nordhoff, der zuvor bei Opel tätig gewesen war, als Nachfolger Münchs einzusetzen.

1948 wurde Heinrich Nordhoff Generaldirektor. 1949 kam das Unternehmen unter Treuhandschaft des Bundes und des Landes Niedersachsen.
Das Volkswagenwerk in Wolfsburg sollte zur größten Automobilfabrik der Welt werden. Die Werksfläche nimmt heute eine Fläche vergleichbar mit der von Gibraltar ein. Allein die überdachte Hallenfläche ist ungefähr so groß wie das Fürstentum Monaco.

Volkswagen Werk Wolfsburg 2013 Luftaufnahme

1955 wird in Wolfsburg die Fertigstellung des einmillionsten Volkswagens gefeiert.
Die Volkswagenwerk GmbH wird am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und teilprivatisiert und heißt mit neuem Namen "Volkswagenwerk Aktiengesellschaft". 60 Prozent des VW-Stammkapitals werden in Form von sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM ausgegeben, womit umgerechnet ca. 500 Millionen Euro erlöst wurden. Je 20 Prozent hielten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen weiter. Mit dem Verkaufserlös und den Gewinnansprüchen aus den verbliebenen 40% Aktien der öffentlichen Hand wurde nach langjährigem Tauziehen zwischen Bund und Niedersachsen zur Förderung der Wissenschaft 1961 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts die Stiftung Volkswagenwerk mit Sitz in Hannover gegründet. Eine Besonderheit dabei ist das so genannte VW-Gesetz vom 21. Juni 1960, das nicht nur die Privatisierung regelte, sondern auch trotz Minderheitenposition der öffentlichen Hand deren entscheidenden Einfluss weitersichern soll.
1962 beschäftigt der Gesamt-Konzern 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden DM.

Im Jahre 1965 übernimmt die Volkswagen AG die Auto Union GmbH von Daimler-Benz. Das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt sichert den Wolfsburgern neue Technologien, wie die Wasserkühlung im Motorenbau und den Frontantrieb. Unter dem Markennamen Audi hat Volkswagen erstmals eine zweite Konzernmarke im Angebot, in die 1969 das Unternehmen NSU integriert wird.

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