Die Geschichte der Mercedes-Benz A-Klasse (W 168)

Im Herbst 1997 wurde die A-Klasse (Baureihe 168) erstmals vorgestellt und ist die erste Modellreihe der Kompaktklasse von Mercedes Benz. Die A-Klasse wurde auch als "Baby-Benz" bezeichnet,  ein Spitzname der zuvor bereits für die 190er-Reihe verwendet wurde.
Mercedes bezeichnet seine Kurzversion intern W 168 und die im Frühjahr 2001 eingeführte Langversion als V 168.

Mercedes-Benz A-Klasse

Vorgeschichte

1993 - Vision A 93 und Studie A

Im September 1993 wird auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt die Conceptstudie Vision A 93 vorgestellt. Sie gilt als Vorläufer der A-Klasse was man auch unschwer erkennen kann. Besonderheit dieser Studie ist zweifelsohne das Sandwich-Prinzip, bei dem Motor, Getriebe, Tank und Achsen unterhalb des Passagierraums liegen und somit bei einem Unfall eine besonders hohe Crashsicherheit ermöglicht.
Eingeflossen sind in die Vision A 93 beispielsweise Elemente des Forschungsfahrzeugs F 100. Die Karosserie der Studie besteht noch komplett aus Aluminium. Für die A-Klasse wird später das Konzept des intelligenten Leichtbaus entwickelt. Er kombiniert verschiedene Werkstoffe wie Stahl, Kunststoff, Aluminium und Magnesium miteinander. So wird die Fahrzeugkonzeption ebenso unter den Aspekten Gewicht und Umweltverträglichkeit optimiert wie unter dem Gesichtspunkt der Kosten.

Die Vielseitigkeit des Fahrzeugkonzepts stellt die Vision A 93 mit drei verschiedenen Motorisierungen unter Beweis. Neben jeweils einem sparsamen Ottomotor mit 75 PS (55 kW) und einem Diesel-Direkteinspritzer mit 60 PS (44 kW) gibt es auch eine Ausführung mit Elektroantrieb, der 44 kW leistet. Variabel gibt sich die Studie auch beim Innenraum: Der Wagen lässt sich je nach Situation umbauen, vom bequemem Viersitzer bis hin zum Ladekünstler mit einem Stauraumvolumen von 1000 Liter. Grundlage für dieses revolutionierende Raumkonzept ist wieder die neuartige, hoch liegende Rahmen-Bodenanlage, die für eine in dieser Fahrzeugkategorie bisher unerreichte Crash-Sicherheit sorgt.

Mercedes-Benz Studie Vision A 931994 zeigt Mercedes-Benz das in Details veränderte Konzeptfahrzeug unter dem Namen Studie A auf den Automobilsalon Genf. Die amerikanische Zeitschrift „Motor Week“ verleiht der Studie A den Titel „Best Concept Car 1994“.

 

Die erste Generation der A-Klasse (Baureihe 168)

Die ersten Modelle der A-Klasse (W168) die 1997 auf den Markt kamen waren der A140 und der A160, beide Modelle waren mit Ottomotoren ausgestattet, der A 140 hatte einen Motor mit 1397 Kubikzentimeter Hubraum, aus denen er 82 PS (60 kW) schöpfte und der A 160 leistete aus 1598 Kubikzentimeter Hubraum 102 PS (75 kW). Die Spitzengeschwindigkeit betrug 170 km/h und 182 km/h.

Die Mercedes-Benz A-Klasse (W 168) auf der IAA 1997 In der Modellreihe sind mehr als 20 technische Innovationen verwirklicht, die es in dieser Fahrzeugkategorie bislang nicht gab. Das einzigartige Sandwich-Konzept der Studie Vision A 93 für die Karosserie ist voll umgesetzt worden: Motor, Getriebe und Achsen sind vor und unter der Fahrgastzelle untergebracht. Das hat viele Vorteile. Bei einem Frontalcrash taucht die Antriebseinheit unter den Passagierraum der A-Klasse. Das Modell erreicht das Sicherheitsniveau größerer Mercedes-Benz Limousinen auf einer Fahrzeuglänge von nur 3,57 Meter (50 Zentimeter kürzer als vergleichbare Mitbewerber) und bei einem Gewicht von nur 1000 Kilogramm.

Dank des Sandwich-Prinzips erreicht die A-Klasse auch im Raumkomfort das Niveau einer Mittelklasse-Limousine. Die innovative Fondsitzanlage und der auf Wunsch demontierbare Beifahrersitz bieten die Variabilität eines Mini-Vans. Insgesamt sind 72 verschiedene Sitz-Variationen realisierbar, und die A-Klasse erreicht hinsichtlich des Ladevolumens den Wert großer Kombimodelle: Je nach Position der Fondsitze 390 bis 1340 Liter, bei ausgebautem Beifahrersitz sogar 1740 Liter. Der ebene Boden, die große Heckklappe und die niedrige Ladekante erleichtern das Beladen des Kofferraums.

Die stabile Bodenanlage aus einem Verbund geradliniger Längs- und Querträger ist ein integraler Bestandteil des innovativen Sicherheits-Konzepts. Am vorderen Ende der Längsträger befindet sich ein neuartiges Frontmodul aus Aluminium mit zwei seitlichen Crashboxen. Diese sind durch Schrauben mit den Längsträgern verbunden und lassen sich nach einem Unfall schnell und relativ preisgünstig austauschen. Für die vorderen Kotflügel wird, erstmals in der Großserie bei Mercedes-Benz, Kunststoff verwendet, der nach einer leichten Kollision wieder seine ursprüngliche Form annimmt, ohne dass Reparatur- oder Lackierungsarbeiten erforderlich werden. Die Heckklappe besteht zur Gewichtseinsparung ebenfalls aus Kunststoff. Die reparaturfreundliche Konstruktion der A-Klasse reduziert nicht nur die Instandsetzungskosten nach einem Unfall, sondern hat außerdem eine niedrige Einstufung in der Kaskoversicherung zur Folge.

Hinsichtlich der passiven Sicherheit erreicht die Modellreihe praktisch das Niveau der vorbildlichen Mercedes-Benz E-Klasse. Dazu tragen neben dem Sandwich-Prinzip auch die serienmäßig eingebauten Rückhaltesysteme bei, die speziell an das Konzept der A-Klasse mit ihren kurzen Deformationswegen angepasst sind. Sie umfassen Fullsize-Airbags für Fahrer und Beifahrer, Automatikgurte, die an den Vordersitzen und äußeren Fondsitzplätzen mit Gurtstraffern versehen sind, sowie Gurtkraftbegrenzer an den Vordersitzen.

 

Intelligente Lösungen für die A-Klasse

Bei der Entwicklung der Antriebseinheit haben die Mercedes-Benz Ingenieure neue Wege gefunden. Denn Motor und Getriebe der A-Klasse stellen wie bei keinem anderen Automobil elementare Bestandteile des Raum- und Sicherheitskonzepts dar.

Nicht nur die angestrebte Hubraumklasse, sondern auch die Abmessungen und die Einbaulage der Motoren haben den traditionellen Griff in den Baukasten unmöglich gemacht und Neukonstruktionen erfordert.
Das Ergebnis ist eine vollkommen neue Generation von Vierzylindertriebwerken mit Leichtmetall-Block: zwei Benziner, die der Baureihe M 166 angehören, und zwei Turbodiesel der Baureihe OM 668.
Alle vier Aggregate sind durch konsequente Gewichtseinsparung mehr als 25 Prozent leichter ausgefallen als andere Vierzylinder ihrer Hubraumklasse. Im Fahrzeug ist die Antriebseinheit unmittelbar unter dem Pedalboden in Schräglage quer eingebaut.
Die dem Fahrgastraumboden zugewandte Oberseite des Antriebsblocks ist als Gleitfläche ausgebildet, sodass die Motor-Getriebe-Kombination bei einem Frontalaufprall am Pedalboden entlang nach unten weggleiten kann.

Das Aktive Service System ASSYST, das die Ölqualität im Motor kontinuierlich analysiert, ermöglicht bei allen A-Klasse Motoren bedarfsgerechte Wartungsintervalle, die den tatsächlichen Einsatzbedingungen entsprechen und sich dadurch auf bis zu 40 000 Kilometer verlängern. Die Produktion der innovativen Vierzylinder-Aggregate erfolgt im Werk Untertürkheim, wo bereits seit 1904 Pkw-Motoren gefertigt werden.

Auch das Fahrwerk der A-Klasse war eine völlige Neuentwicklung: Bestehende Konstruktionen konnten von den Konstrukteuren nicht übernommen werden, da sie sich mit dem innovativen Raumkonzept nicht vereinbaren ließen.
Vorn wird daher ein modifiziertes McPherson-System mit Schraubenfedern, Zweirohr-Gasdruckstoßdämpfern und Drehstab-Stabilisator verwendet. Die Achskomponenten sind zusammen mit dem Zahnstangen-Lenkgetriebe und der Motor-Getriebe-Einheit auf einem Integralträger montiert, der an acht Punkten mit der Karosserie verschraubt ist. Hinten kommt eine Längslenker-Achse mit Schraubenfedern, Einrohr-Gasdruckstoßdämpfern und Drehstab-Stabilisator zum Einsatz. Diese Achskonstruktion lässt sich unterhalb des Ladebodens anordnen, ohne dass das Platzangebot im Innenraum beeinträchtigt wird. Stoßdämpfer und Federn liegen in einem sonst nicht nutzbaren Raum schräg vor der Radmitte.

 

Der Elchtest

Die Mercedes A-Klasse war trozt anfänglicher Probleme von Beginn an ein Verkaufserfolg.

Berühmt wurde die A-Klasse durch den Elchtest, bei diesem Test konnte das Modell zum Umkippen gebracht werden.

Mercedes-Benz A-Klasse - ElchtestDer Elchtest ist ein spezieller Test bei dem mit hoher Geschwindigkeit ungebremst ein Spurwechsel nach links und, nach einer kurzen Geradeausstrecke, ein Spurwechsel nach rechts gefahren wird. Hierbei sollte das Fahrzeug weder ausbrechen noch umkippen. Dieser Test simuliert das Ausweichmanöver bei einem plötzlichen auftauchen eines Elches auf der Straße, was in Schweden bestimmt keine Seltenheit darstellt.

Mittlerweile ist der Elchtest ein genormtes Fahrmanöver und Standart bei der Erprobung von Fahreigenschaften neuer Fahrzeuge. Der Elchtest hat mittlerweile die Bezeichnung "VDA-Spurwechseltest" und wurde dann in die internationale Norm ISO 3888-2 übernommen.

Als Konsequenz auf das Umkippen der A-Klasse baute Daimler-Benz das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) serienmäßig bei allen Fahrzeugen der Baureihe ein.
Das ESP® steuert in kritischen Fahrsituationen die Bremsen der einzelnen Räder individuell an, um das Fahrzeug zu stabilisieren. Während eines zwölfwöchigen Auslieferungsstopps der A-Klasse wird die Modifikation in der Serie umgesetzt. Außerdem erhält das Modell neue Stabilisatoren und eine modifizierte Feder- und Dämpferabstimmung an den Achsen. Die Tieferlegung der Karosserie und der Einsatz breiterer Reifen runden die Veränderungen ab. Auch die 18 000 bereits ausgelieferten Fahrzeuge rüstet Mercedes-Benz um.

Die Stuttgarter Marke hat mit der Integration von ESP® in die Serienausstattung der A-Klasse einen neuen Standard in dieser Fahrzeugklasse gesetzt. Anfang 1998 zeigen repräsentative Umfragen, dass die Sympathie der Marke durch die schnelle Reaktion auf den „Elchtest“ deutlich gewachsen ist. Das Sicherheitsimage war nur kurzfristig in geringem Maße beeinträchtigt gewesen. Und auch der Markterfolg zeigt, dass das Vertrauen in die Marke und den kleinen Mercedes-Benz nicht gestört ist.

 

CDI in der A-Klasse

1998 erweitern zwei Dieselmodelle die Auswahl an Antrieben für die A-Klasse. A 160 CDI und A 170 CDI zählen mit einem Kraftstoffverbrauch von 4,5 beziehungsweise 4,9 Liter auf 100 Kilometer (NEFZ-Gesamtverbrauch) zu den weltweit umweltverträglichsten Automobilen. Wie die Benziner sind sie serienmäßig mit ESP® ausgerüstet. Die Selbstzünder der A-Klasse punkten mit der neuen Common-Rail-Direkteinspritzung (CDI), die gegenüber älteren Dieselmotoren einen deutlich geringeren Verbrauch bei dynamischen Fahreigenschaften und hoher Laufkultur des Motors möglich macht. Vom Institut „Öko-Trend“ aus Wuppertal wurde der A 160 CDI dafür mit dem Titel „Umweltverträglichstes Auto Deutschlands“ ausgezeichnet.

Die A-Klasse Dieselmotoren mit 90 PS (66 kW) und 60 PS (44 kW) zeichnen sich durch Vierventiltechnik, Turboaufladung und elektronisch gesteuerte Kraftstoff-Direkteinspritzung nach dem Common-Rail-Prinzip aus. Beide Varianten haben einen Hubraum von 1,7 Liter. Bei der leistungsreduzierten und verbrauchsoptimierten Ausführung wird die Menge des einzuspritzenden Kraftstoffs begrenzt, der Turbolader ist an die veränderten Bedingungen angepasst und der Ladeluftkühler entfällt. Zur Unterscheidung der hubraumgleichen Modelle wurde die leistungsreduzierte Variante als A 160 CDI angeboten.

Die beiden Dieselmodelle wurden bei ihrem ersten Publikumsauftritt 1997 in Genf noch mit den Typenbezeichnungen A 160 Turbodiesel und A 170 Turbodiesel präsentiert. In ihnen feiert die von Mercedes-Benz gemeinsam mit Bosch entwickelte Common-Rail-Technik ihre öffentliche Weltpremiere. Während herkömmliche Systeme den Druck für jeden Einspritzvorgang neu erzeugen, arbeiten CDI-Motoren mit einer gemeinsamen Leitung (Common Rail), in welcher der Druck gespeichert und über Magnetventile an die Einspritzdüsen verteilt wird.
Der hohe Einspritzdruck von bis zu 1350 bar, der bereits bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung steht, sowie die variable Steuerung des Einspritzvorgangs bewirken eine deutlich verbesserte Gemischaufbereitung. Das sorgt für ein hohes Drehmoment, einen niedrigen Kraftstoffverbrauch und geringe Abgas-Emissionen. Bei der Serienfertigung der CDI-Motoren kommt der A-Klasse jedoch im Dezember 1997 die C-Klasse zuvor: Der Mercedes-Benz C 220 CDI war das erste Serienfahrzeug, das die hochmoderne Dieseltechnologie anbot.

 

A-Klasse mit doppeltem Herzen

Ebenfalls im November 1998 stellen die Stuttgarter die 250 PS (184 kW) starke Studie A 190 Twin mit zwei 1,9-Liter-Motoren vor. Das Aufsehen erregende Fahrzeug wurde bei der Motorsport-Saisonabschlussparty im Mercedes-Benz Museum präsentiert. So schnell war noch keine A-Klasse: Den Sprint von 0 auf 100 km/h bewältigte der A 190 Twin in 5,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit der Studie lag bei 230 km/h.Mercedes Studie A 190 Twin (W 168) - Bj. 1998

Die vorwiegend aus Serienkomponenten gefertigte Sonderentwicklung unterstreicht einmal mehr die Variabilität des A-Klasse-Konzepts. Während einer der beiden Motoren an der gewohnten Stelle unter der Fronthaube montiert ist, befindet sich das zweite Aggregat unter dem Kofferraumboden und treibt die Hinterachse an.

Den Antrieb über zwei Motoren macht erst die automatische Kupplung, die bei den käuflichen A-Klasse-Modellen als Sonderausstattung lieferbar war, möglich. Sie sorgt über ihre elektronische Steuerung dafür, dass beide Aggregate synchron betrieben und gekuppelt werden. Der hintere Motor lässt sich auf Knopfdruck einfach ausschalten, und im „Mono-Modus“ wird dann nur die Vorderachse angetrieben.

Aggregat A 190 Twin  

1999 - Der A 190 debütiert

Von Juni 1999 an ist dann auch für den Normalbürger ein leistungsstärkeres A-Klasse-Modell lieferbar. Der A 190 verfügt über den gleichen Motor wie der „Twin“, allerdings nur ein Exemplar der 125 PS (82 kW) starken Maschine. Der neu entwickelte Vierzylindermotor beschleunigt den Wagen in 8,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Der A 190 steht für Fahrspaß, sein 1,9-Liter-Aggregat ist für eine Spitzengeschwindigkeit von 198 km/h gut. Das Topmodell der Baureihe wird serienmäßig mit einem Fünfgang-Sportschaltgetriebe geliefert, zum agileren Fahrverhalten trägt auch die geänderte Vorderachsübersetzung bei.

 

2000 - Die Vision SLA, ein puristischer Roadster

Auf der Auto-Show in Detroit zeigte Mercedes-Benz im Oktober 2000 die Vision SLA, einen 3,77 Meter langen, puristischer Roadster auf Basis der A-Klasse.
Anleihen im Design nimmt die Studie bei den legendären Silberpfeilen, aber auch vom SLR gehen formale Akzente in die Studie des Sportwagens ein.Roadster-Studie Vision SLA

 

2000 - Designo für A-Klasse

Im Dezember 2000 bietet Mercedes-Benz erstmals Designo für die A-Klasse an. Diese Möglichkeit zur individuellen Gestaltung des Fahrzeugs setzt auf eine Auswahl edler Werkstoffe für Interieur und Exterieur. Holz, Leder, Carbon und andere Materialien werden an erster Stelle für diese exklusive Ausstattung eingesetzt. Noch aufwendigere Veredlungen der Serienmodelle übernimmt die Mercedes-AMG GmbH.

 

2001 - A-Klasse mit langem Radstand

Auf dem Genfer Automobilsalon 2001 stellte Mercedes-Benz die A-Klasse mit einem um 170 Millimeter verlängertem Radstand vor: Das Platzangebot wächst, die Modellvariante punktet nun mit dem Raumkomfort einer Oberklasse-Limousine. Das Raumvolumen steigt im Vergleich zur Normalversion um elf Prozent auf bis zu 1930 Liter. Und weil die Langversion wie ihre kürzere Schwestervariante von der innovativen Sandwich-Konstruktion profitiert, steht den Passagieren 53 Prozent des Raums in der 3,78 Meter langen Limousine zur Verfügung - das ist ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Fahrzeugen dieser Größenklasse. Insbesondere die erweiterte Beinfreiheit für die hinteren Passagiere erreicht Werte, die sonst Oberklasse-Modellen vorbehalten sind. Die Fondsitzanlage lässt sich außerdem um 111 Millimeter in Längsrichtung verschieben. Ein Teil des gewonnenen Raums kann also auch für den Kofferraum verwandt werden.

Das Jahr 2001 ist nicht nur von der Einführung der Langversion, sondern auch von der Modellpflege der A-Klasse geprägt. Aufgewertet wird mit dieser Maßnahme ein echter Bestseller: 550 000 Fahrzeuge der Baureihe hat Mercedes-Benz seit dem Produktionsstart 1997 bereits verkauft, damit gehört die A-Klasse in Deutschland und in anderen europäischen Ländern zu den meistverkauften Fahrzeugen ihrer Klasse.

 

2002 - Das Spitzenmodell A 210 EVOLUTION

Ein neues Spitzenmodell der A-Klasse tritt im März 2002 auf: Der A 210 EVOLUTION markiert seine Leistungsfähigkeit schon äußerlich mit dem Styling von AMG und 17-zölligen Leichtmetallrädern, innen erwartet den Fahrer edles Alcantara-Leder. Passend zum Auftritt fallen die Fahrleistungen aus: Aus 2,1 Liter Hubraum schöpft der Vierzylindermotor 140 PS (103 kW) Leistung bei 5500/min mit einem maximalen Drehmoment von 205 Newtonmeter bei 4000/min. Das reicht für Spitzentempo 203 km/h und einen Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 8,2 Sekunden. Dennoch liegt der Verbrauch nur bei 7,9 Liter Kraftstoff nach NEFZ-Berechnung. Ein Sport-Fahrwerk mit eigens abgestimmten Feder-Dämpfer-Elementen und ein spezieller Hinterachsstabilsator sorgen für agiles Fahrverhalten.

 

2003 - 1 Million A-Klasse

Bis Februar 2002 sind in Rastatt bereits 750 000 A-Klassen vom Band gelaufen. Und der Erfolg des Modells geht weiter: 2003 entsteht bei Mercedes-Benz bereits die millionste A-Klasse. Dazu sagte Professor Jürgen Hubbert, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für die Mercedes Car Group: „Eine Million Fahrzeuge, das ist ein großer Erfolg für die A-Klasse sowie ein Meilenstein für den Standort Rastatt und die Mercedes Car Group. Längst ist die A-Klasse eine feste Größe im Programm der Marke Mercedes-Benz und im Marktsegment der Kompaktfahrzeuge. Sie steht für das Potenzial und Durchsetzungsvermögen eines innovativen Fahrzeugkonzeptes und wird bereits im ersten Produktzyklus die Millionengrenze beim Absatz deutlich überschreiten.“

Die A-Klasse ist Vorbild einer jungen Automobilgeneration geworden, die Innovation und Emotion, Intelligenz und Charme zu ihren Werten zählt. Allein 2003 verkauft Mercedes-Benz über 150 000 Fahrzeuge der Baureihe. Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland, dann folgen Italien, Großbritannien und Frankreich. Mehr als 40 Prozent der A-Klasse werden von Frauen erworben, für die 2001 eingeführte Langversion entschieden sich mehr als 40 Prozent der Kunden, die beliebteste Motorvariante ist der A 170 CDI. Besonders wichtig für die Zukunft der Marke: Mehr als 80 Prozent der Käufer sind neue Kunden bei Mercedes-Benz.

 

Die erste Generation der Mercedes-Benz A-Klasse (Baureihe 168) wurde im Oktober 2004 durch die zweite Generation (Baureihe 169) abgelöst.

 

Technische Daten der Mercedes-Benz A-Klasse (W 168)

Ottomotoren:

Hubraum: 1,4 - 2,1 Liter
Leistung: 60 - 103 kW

Dieselmotoren:

Hubraum: 1,6 - 1,7 Liter
Leistung: 44 - 70 kW

Abmessungen:

Länge: 3575 - 3776 mm
Breite: 1719 mm
Höhe: 1575 - 1603
Radstand: 2423 - 2593 mm
Leergewicht: 1095 - 1190 kg

Produktionszeitraum: 1997 - 2004


Bilder der Mercedes-Benz A-Klasse (W 168)

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Fotos: © Daimler


Video der Mercedes-Benz A-Klasse (W 168)


 

 

 

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