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1976: Die großen Coupés: 6er und 8er

Mitte der 70er sind die wilden Jahre der legendären BMW Renn-Coupés vorbei und BMW präsentiert 1976 mit seiner 6er-Reihe ein elegantes, zurückhaltend gestaltetes Oberklasse-Coupé, das es während seiner gesamten Produktionszeit ausschließlich mit Sechszylindermotoren zu kaufen gibt. Mit einer Außenlänge von 4,75 Meter und einem feudalen Innenraumangebot, das auch im Fond mit zwei Schalensitzen hohen Fahrkomfort ermöglicht, ist 630 CS und 633 CSi mitsamt ihren Nachfolgern ein außergewöhnlicher Verkaufserfolg beschieden: Bis zum Produktionsende 1989 werden mehr als 86 000 Exemplare verkauft. Nie zuvor war ein BMW Coupé erfolgreicher gewesen.

BMW 6er Reihe - ab Baujahr 1976 

Der folgende 8er ist zwischen 1989 und 1999 mit mehr als 31000 verkauften Einheiten ein weiterer technologischer Meilenstein in der BMW Coupé­Geschichte: Seine 8- und 12-Zylinder Motoren katapultieren den 8er locker auf bis zu 250 Stundenkilometer und ermöglichten dem exklusiven Kreis seiner Liebhaber ein bis dahin unerreicht genussvolles Dahingleiten.

 

Die Geburt des neuen Flaggschiffes - Die BMW 7er Reihen

1977 bekommt die Große Klasse von BMW einen Nachfolger, der zum Stammvater der Top-Baureihe wird: Der erste 7er. Die Limousine nimmt die neue, vom 6er-Coupe eingeleitete BMW Design-Linie auf und verbindet ein ausgesprochen repräsentatives Äußeres mit einer großen Anzahl einfließender technischer Innovationen. Die Kunden können anfangs zwischen drei Modellen mit 2,8 Liter und 170 PS, 3,0 Liter mit 184 PS und 3,2 Liter mit 197 PS wählen.

BMW 7er Reihe

Flaggschiff der ersten 7er Reihe wird freilich der 1980 präsentierte 745i, mit einem 252 PS starken turbogeladenen Sechszylinder­motor. Die zweite und dritte Ziffer, die bisher Hinweise auf den Hubraum des Motors gegeben hat, symbolisiert hier die Gleichwertigkeit mit einem 4,5 Liter-Saugmotor. In der Tat sorgt der 3,2 Liter-Turbosechszylinder für Fahrleistungen, die im Limousinenbereich ihresgleichen sucht.

 

1978: Ein Rennwagen für die Straße: Der BMW M1

Während der 6er debütiert, arbeiten die Ingenieure unter großer Geheimhaltung an der Entwicklung eines eigenständigen BMW Sportfahrzeugs, das 1978 für weltweites Aufsehen sorgt: Der BMW M1. Das Hochleistungs-Coupé ist das erste Produkt der BMW Motorsport GmbH. 1979 wird der M1 als Sportgerät in der für ihn geschaffenen ProCar-Serie im Rahmenprogramm der Formel 1 in ganz Europa vorgestellt.

 

Die Mittelmotor-Flunder wird von einem 3,5 Liter großen Reihensechszylinder angetrieben, der längs vor der Hinterachse montiert ist und in der käuflichen Straßenversion 277 PS an der Hinterachse abliefert. Schon im Stand strahlt der M1 überlegene Dynamik aus. Werte von weniger als 6 Sekunden für den Sprint von 0–100 km/h und kaum mehr als 20 Sekunden von 0–200 km/h erreichen zu der Zeit nur eine Handvoll Automobile weltweit. Das Fahrwerk, konzeptionell auf die 470 PS starken Gruppe 4-M1 ausgelegt, verkraftet problemlos Brems-, Beschleunigungs- und Querbeschleunigungskräfte wie sie im Rennbetrieb auftreten.

BMW M1 - einer der schnellsten Sportwagen seiner Zeit

Obwohl er ein Sportwagen par excellence ist, dürfen sich Fahrer und Beifahrer durchaus eines gewissen Komforts erfreuen. So ist die Federung zwar straff, dennoch absorbiert sie auch die unebenen Fahrbahnoberflächen ohne allzu starke Nehmerqualitäten von den Insassen zu verlangen. Dabei sitzen die in dem Gitterrohrrahmen aus Stahl-Rechteckprofilen mit der verklebten und vernieteten Kunststoff-Außenhaut wie in einer Trutzburg, von Verwindung keine Spur. Der Kofferraum unter der Fronthaube reicht für das Wochenendgepäck von zwei Personen aus und selbst auf eine Klimaanlage muss man nicht verzichten.

 

1986: Unschlagbarer Tourensportler: Der BMW M3

Kaum ist die Ära des M1 zu Ende, schlägt 1986 die Geburtsstunde des BMW M3. Der kompakte Zweitürer stellt für BMW die erste konsequente Parallelentwicklung von Serie und Motorsport dar: Die Straßenversion – sie muss zur Anerkennung als Tourenwagen innerhalb eines Jahres in 5 000 Exemplaren verfügbar sein – wird von Anfang an renntauglich konzipiert und dem Reglement der Gruppe A förmlich auf den Leib geschneidert. Das Ergebnis ist für BMW triumphal. Vom Start weg räumt der schneeweiße Renner in den BMW Motorsport-Farben Siege, Trophäen und Titel ab.

BMW M3 vom Tourenwagen zum Straßenfeger

1987 gewinnt der Italiener Roberto Ravaglia mit dem M3 die Tourenwagen-Weltmeisterschaft – der erste und einzige Welttitel, der in dieser Fahrzeugkategorie vergeben wird. Die 195 PS starke Hochleistungslimousine mit Vierzylinder-Vierventilmotor und serienmäßigem Katalysator stellt die Weichen für den zukünftigen Motorsport. In den folgenden fünf Jahren führt der M3 die internationale Tourenwagen-Rennszene souverän an, er wird zum erfolgreichsten Tourenwagen. Aber auch als Straßenfahrzeug erreichte er ungeahnte Absatzzahlen. Vom ersten M3 werden mehr als 17 100 Exemplare verkauft. Aufgrund des großen Erfolgs dieses sportlichsten BMW 3ers nimmt es nicht Wunder, dass BMW auch bei den späteren BMW 3er Reihen das Thema M3 neu interpretiert.

In den 90er Jahren suchte BMW nach neuen Marktsegmenten und kaufte aus diesem Grunde die britische Rover-Gruppe und Rolls Royce, letztere durfte BMW allerdings erst ab 2003 nutzen und musste bis dahin mit ansehen, wie VW den Inbegriff der eleganten Luxuslimousine baute. Der Rover Kauf entwickelte sich zu einem Flop, so dass BMW das Unternehmen wieder abstieß. Doch auch im eigenen Konzern wurden immer wieder Nischen gesucht und gefunden. So wurde bereits 1988 der Roadster in Form des Z1 wieder belebt. Der Z3 folgte 1995 und setzte sich sehr erfolgreich als relativ günstiger Roadster am Markt durch. Zur Jahrtausendwende gönnte sich BMW dann mit dem Z8 eine Hommage an den Beginn der Roadstergeschichte bei BMW, des 507.

1994 Um zum Full-Line Anbieter zu werden und schnell in den bisher durch die Marke BMW nicht besetzten Marktsegmenten vertreten zu sein, kauft BMW den größten britischen Automobilhersteller Rover Group und startet ein umfassendes Modernisierungsprogramm der Werke und der Produkte der Marken Rover, Land Rover, MG und Mini.

1998 erwirbt BMW die Rechte am Namen Rolls-Royce für Automobile und wird diese, wie mit der Volkswagen AG vereinbart, ab dem Jahr 2003 aktiv nutzen. In der Zwischenzeit wird ein komplett neues Rolls-Royce Modell entwickelt und ein neuer Stammsitz samt Werk im süd-englischen Goodwood gebaut.

 

Ab 1999: Die BMW X-Familie

1999 engagiert sich BMW ein weiteres Mal als Pionier und konzipiert mit dem X5 eine neue Fahrzeugklasse. Der vierradgetriebene Newcomer definiert das neue Marktsegment des Sports Activity Vehicle (SAV), das die sportlich-komfortablen Eigenschaften einer typischen BMW Limousine um weitreichende Fähigkeiten abseits der Straße ergänzt.

BMW X5 - halb Auto - halb Offroader

Er ist mit 1,72 Meter weitaus höher als alle anderen BMW Fahrzeuge, so breit wie ein 7er, aber deutlich kürzer als ein 5er. Innenraum und Fahrwerk setzen insbesondere im Komfort völlig neue Maßstäbe für geländegängige Autos. Der viertürige X5 wird im BMW Werk Spartanburg/South Carolina gebaut und kommt Herbst 1999 mit Sechszylinder-Reihenmotoren und V 8-Triebwerk auf den Markt.

2003 erweitert BMW die erfolgreiche X-Familie: Der neue BMW X3 vereint die herausragende Agilität eines typischen BMW mit dem breiten Einsatz­spektrum eines Sports Activity Vehicles (SAV). Zum ersten Mal kommt mit dem X3 ein Premium Angebot in der Klasse der SAVs unterhalb des X5
auf den Markt.

2000 Die BMW Group beendet ihr Engagement bei Rover. Rover und MG werden an die britische Investorengruppe Phoenix verkauft, Land Rover an die Ford Motor Company. Die Marke MINI verbleibt im Konzern. Die BMW Group richtet sich neu aus: Die Konzentration gilt künftig ausschließlich den Premium-Angeboten der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce.

Im Mai 2002 erfolgt der Spatenstich für das neue Werk Leipzig. Damit bleibt die BMW Group am Standort Deutschland aktiv und baut die Produktionskapazität weiter aus. Ab 2005 sollen täglich bis zu 650 Einheiten des BMW 3er produziert werden. Mit der Fertigstellung der wichtigsten Produktionsbereiche des „state of the art“ Firmensitzes für Rolls-Royce Automobile beginnen Spezialisten mit dem Bau der ersten, in Goodwood/ Großbritannien in Handarbeit entstehenden Luxuslimousinen der Marke Rolls-Royce. Der neue MINI bekommt sein Aushängeschild: Mit dem im Frühsommer in den Verkauf gegangenem MINI Cooper S bekommt der Kunde 362 Zentimeter reinen Fahrspaß.

Am Ende des Jahres 2003 meldet die BMW Group wiederum einen Absatzrekord: mit über 1,1 Millionen verkauften BMW, MINI und Rolls-Royce übertrifft das Unternehmen das Vorjahresergebnis um 4,5%. Auch der Absatz im Motorradgeschäft steigt leicht um 0,4%. Ein wichtiges Zeichen setzt die BWM Group auch auf dem Arbeitsmarkt: 2003 wurden weltweit mehr als 3 000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

 

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Fotos © BMW AG

 

 

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