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Nepper, Schlepper, Bauernfänger – Autowerkstätten sind
berüchtigt dafür, Reparaturen durchzuführen, die vollkommen
nutzlos und überflüssig sind, intakte Teile auszutauschen oder
sogar nur etwas abzurechnen, was gar nicht ausgeführt wurde.
Wenn man Glück hat.
Manchmal entdeckt die Werkstatt den Schaden erst überhaupt
nicht und man rasselt mit zernagtem Bremskabel gegen eine Mauer
– oder die Werkstatt baut einen Defekt erst ein, damit der Kunde
treudoof auch bald wieder auf der Matte steht. Wenn man selbst
kein Talent am Imbusschlüssel ist, fühlt man sich dem Mechaniker
oft hilflos ausgeliefert. Der lässt einen gerne seine
Überlegenheit spüren und fragt mit süffisantem Lächeln, ob man
die Reifen auch wuchten solle oder wann man denn das letzte mal
die Zylinderkopfdichtung oder die Bremsklötze gewechselt hätte.
Sobald man auf diese Fragen keine zackige Antwort parat hat,
ist man als Laie enttarnt und kann nach allen Regeln der Kunst
ausgenommen werden. Möchte man das vermeiden, dann gilt es
einige Regeln zu beachten: Die KFZ-Werkstatt des Vertrauens
findet man vermutlich genauso schwer, wie den goldenen Topf an
anderen Ende des Regenbogens – um diese Lotterie ein bisschen
abzukürzen und die Chancen zu erhöhen, kann man sich z.B. die
Tests der
Stiftung Warentest anschauen, die 2010 75 Werkstätten unter
die Lupe genommen hat. Die dort ertappten schwarzen Schafe
sollte man bei der Wahl nun besser meiden.
Auch auf anderen Seiten im Netz findet man zahlreiche
Testberichte verschiedener Magazine und Zeitschriften und
wenn man Glück hat, ist hier auch eine Werkstatt in Ihrer Nähe
dabei. Hier hilft zunächst ein Blick in ein Onlineportal für
Ihre Stadt weiter, suchen Sie z.B. im
Branchenbuch Köln nach einer
Autowerkstatt Köln und recherchieren Sie dann, ob Sie zu
einer der registrierten Werkstätten einen Testbericht finden.
Sind Sie Besitzer eines Neuwagens mit zahllosen elektronischen
Features, dann empfiehlt sich eine Vertragswerkstatt – bei einem
älteren Auto ist es oft günstiger, eine freie Werkstatt
aufzusuchen – schließlich ist hier die Garantie schon
abgelaufen.
Einige Dinge sollten Sie bei der Wahl der Werkstatt beachten:
Lassen Sie sich ausführlich über die nötigen Reparaturen
informieren. Eine gute Werkstatt nimmt sich Zeit für sie. Lassen
Sie sich immer vorher einen Kostenvoranschlag geben und bestehen
Sie darauf, dass man Sie bei anfallenden Mehrkosten vorher
informiert. Lassen Sie sich eine schriftliche Ausfertigung der
besprochenen Reparaturen geben und kontrollieren Sie bei
Abholung Ihres Autos, ob die Reparaturen auch wirklich
durchgeführt wurden. Lassen Sie sich ggf. ausgetauschte Teile
zeigen. Ein Blick in die Werkstatt spricht ebenfalls oft Bände –
sieht es dort einigermaßen aufgeräumt aus, spricht das durchaus
für die Qualität der zu erwartenden Arbeit. Wenn Sie diese
Punkte beachten, haben Sie gute Chancen, dass ihr kaputtes Auto
zu einem fairen Preis wieder in Schwung gebracht wird. |