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Ninco
ist ein spanischer Hersteller eines Autorennbahnsystems
im Maßstab 1:32. Die Gründer hießen Eduard Nin und
Eladio Cosculluela (gestorben 2001). Aus den ersten
Silben der Nachnamen setzt sich der Firmenname zusammen.
Historie
Die Firma ist in Barcelona beheimatet und produziert
seit 1993 Fahrzeuge für Autorennbahnen – so genannte
Slotcars – im Maßstab 1:32. Diese Fahrzeuge fassten
schnell Fuß im Markt und wurden gerne auf Carrera- und
Scalextric-Anlagen betrieben. Im Jahr 1998 stieg Ninco
zum Systemanbieter auf, indem es neben den Fahrzeugen
auch ein eigenes Schienensystem und weiteres notwendiges
Zubehör wie Regler und Netzteile anbietet.
Schienensystem
Die Ninco-Schienen sind 18 cm breit, der Abstand
zwischen den beiden Fahrspuren beträgt 9 cm. Im
Gegensatz zu den anderen großen Herstellern bietet Ninco
drei unterschiedliche Fahrbahnbeläge für ihr
Schienensystem an: Asphalt, Gelände ("Offroad") und
Schnee. Asphalt entspricht der normalen Oberfläche,
Gelände zeichnet sich durch eine unebene Oberfläche aus
und Schnee bietet besonders wenig Haftung. Alle drei
Schienenarten können miteinander kombiniert werden.
Mit den Asphalt-Schienen können zwei- bis achtspurige
Bahnen aufgebaut werden, mit den anderen Schienenarten
zwei- und vierspurige Bahnen.
Neben den Standardschienen hat der Hersteller noch
Engstellen- und Spurwechselschienen sowie eine
Kehrschleife im Programm; Loopings und Steilkurven
werden nicht angeboten.
Fahrzeuge
Die ersten Ninco-Slotcars waren Rallye-Fahrzeuge,
inzwischen hat sich die Palette auch auf Rennwagen der
DTM, Formel 1, Champ Car und andere ausgeweitet. Die
Neigung zum Rallye-Sport macht sich aber noch immer in
der Modellpalette bemerkbar. So wurden 2003 erstmalig
von Ninco auch Slotcars mit einem so genannten
Schwingarm angeboten (der Schwingarm war in den 1960ern
und 1970ern bei Slotcars nahezu Standard, ist in den
modernen Konstruktionen aber kaum noch zu finden), der
das Überfahren von kleinen Hindernissen möglich macht.
Ende 2006 erschien eine lizenzierte Slotcarversion des
Ferrari 360 GTC.
Durch eine eher zurückhaltende Modellpalette, einem
vollständigen Angebot des Schienensystems und konstanter
Qualität der Produkte hat Ninco auch in Ländern mit
traditionell anderen Autorennbahnsystemen (wie Carrera
in Deutschland oder Scalextric in Großbritannien/USA)
Fuß fassen können. Dies, und nicht zuletzt auch der
allgemeine Slotcar-Boom in den 1990er Jahren ist dem
Umstand zu verdanken, dass die Fahrzeuge von
verschiedenen Herstellern mit allen heute erhältlichen
Schienensystemen kompatibel sind.
Digitalisierung
Bereits auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2005 wurde
das digitale System ANALOGIC & DIGITAL by NINCO
angekündigt, das ein Fahren von bis zu sechs Fahrzeugen
auf zwei Spuren erlaubt. Nachdem die Markteinführung
mehrfach verschoben wurde, wurde das System im Winter
2006/2007 unter dem Namen N'Digital auf den Markt
gebracht. Was nun sogar erlaubt mit bis zu 8 Wagen
gleichzeitig zu fahren. Im Gegensatz zu den Systemen
anderer Hersteller ist eine Umrüstung von bestehenden
Bahnen und Fahrzeugen (auch anderer Hersteller)
problemlos möglich. |
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