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Geschichte von Volvo |
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Der Markenname Volvo wird in der breiten Öffentlichkeit
vor allem mit dem gleichnamigen PKW-Hersteller
verbunden, der seit 1999 zur Ford Motor Company gehört.
Die Volvo Car Corporation, hat, wie vor dem Verkauf von
Volvo Personvagnar an Ford, ihren Stammsitz in Göteborg,
Schweden auf dem selben Gelände wie die Volvo Group.
Der Automobilhersteller Volvo beschäftigt weltweit etwa
99.000 Mitarbeiter und fertigt ca. 420.000 Autos pro
Jahr (beides Stand 2001). Von jeher hat Volvo das Image
des sicheren Automobils, die sogenannte "Sicherheit aus
Schwedenstahl". Der kleinere schwedische Konkurrent im
Automobilbau, Saab, ist mittlerweile zu General Motors
gehörend.
Geschichte der Volvo Car Corporation
Die Gründer von Volvo waren Assar Gabrielsson und Gustaf
Larson. Sie hatten von 1917 bis 1920 bei SKF AB (Svenska
Kullagerfabriken) gearbeitet. Assar Gabrielsson war
Verkaufschef und Gustaf Larson Ingenieur. Bereits ab
1924, nach einem zufälligen Zusammentreffen, planten die
beiden Männer eine schwedische Automobilproduktion. Im
Herbst 1924 begannen die Konstruktionsarbeiten für das
erste Fahrzeug. Im August 1926 waren sie überzeugt, dass
eine Fahrzeugproduktion wirtschaftlich möglich wäre.
Die Firma Volvo war von SKF bereits 1915 als
Tochtergesellschaft gegründet und der Name Volvo (lat.
ich rolle) als Warenzeichen eingetragen worden. Der Name
wurde ab 1919 nicht weitergeführt. Im Herbst 1926 konnte
der SKF-Vorstand von dem Vorhaben einer
Automobilproduktion überzeugt werden. SKF holte die
bereits vorhandene Firma Volvo aus der Schublade und
setzte Assar Gabrielsson ab 1. Januar 1927 als
Generaldirektor ein. Für die geplante Serienfertigung
investierte SKF kurzerhand 200.000 Kronen Startkapital.
Weitere 150.000 Kronen schoss Gabrielsson aus seinem
Privatvermögen zu.
Am 14. April 1927 um 10 Uhr verließ der erste
Serien-Volvo, ein Volvo ÖV4 "Jakob", die Werkshalle in
Lundby auf der Halbinsel Hisingen nahe Göteborg. Dieser
Termin stand jedoch bis zum Schluss auf wackeligen
Beinen, denn ein paar Stunden zuvor fuhr der Wagen bei
einer Testfahrt nur rückwärts. Ein Bauteil, das spät in
der Nacht aus Stockholm eingetroffen war, wurde falsch
verbaut. Der Fehler konnte jedoch bis zum Fototermin
behoben werden. Der ÖV4 (Öppen vagn) war ein
vierzylindriger offener Wagen. Im Sommer 1927 folgte der
PV4 (Person vagn), ein vierzylindriger geschlossener
Personenwagen. In den Jahren 1927 bis 1929 wurden von
diesen beiden Typen 996 Fahrzeuge in unterschiedlichen
Varianten verkauft.
Bis 1958 wurden von Volvo weitere zehn verschiedene
Fahrzeugserien aufgelegt. Die Verkaufszahlen lagen aber
nie über 6.200 verkauften Fahrzeugen pro Jahr.
Die zwölfte Fahrzeugserie brachte den internationalen
Durchbruch. Der in Deutschland als "Buckelvolvo"
bezeichnete Volvo PV444 (1947-1958) und sein Nachfolger
der Volvo PV544 (1958-1965) wurde mit 440.000 verkauften
Fahrzeugen ein Welterfolg. Bereits im Jahr 1955 war der
Buckelvolvo mit Befestigungspunkten für Dreipunktgurte
ausgerüstet, ab 1958 war das Modell 544 Sport
serienmäßig damit ausgerüstet, ab August 1959 alle
Modelle.
Volvo hatte aber auch bei Militärfahrzeugen ein breites
Spektrum zu versorgen. Hier sind z.B. das "Radiotransportterrängbil"
kurz Volvo TP21 oder "Sugga"(Sau)(Bj.1953-57, 740 Stck.)
und Valp (Welpe) zu nennen. Der TP 21 war ein reines
Funkfahrzeug, viertürig, Allrad und 100% Sperren. Der
Valp hatte verschiedenste Karosserieformen, Cabrio,
geschlossen und Pick-up.
1954 erschien der seltenste aller Volvos, der P1900 mit
Fiberglaskarosserie. Er wurde in nur 67 Einheiten
gebaut.
Die nächste Fahrzeugserie war die Serie Volvo P120,
bekannt auch als "Volvo Amazon" (1956-1970) von dem
insgesamt 667.322 Fahrzeuge gebaut wurden. In diesem
Fahrzeug debütierten die Kopfstützen als
Standardausrüstung. Damit festigte Volvo sein Image als
Hersteller besonders sicherer Autos, wobei der relativ
hohe Marktanteil in den USA stets besondere Bedeutung
hatte.
Von 1960-1973 lief die Serie Volvo P1800 vom Band - ein
für Volvo untypischer Sportwagen. Bekannt wurde der von
Pelle Petterson gestaltete Volvo P1800 durch die erste
Staffel der Fernsehserie "Simon Templar" mit Roger
Moore. Der Volvo P1800 wurde von 1960 bis 1972 in
diversen Motorvarianten von 90 bis 124 PS gebaut, wobei
die ersten 6.000 Exemplare bei Jensen in England
montiert wurden. Der 1971 bis 1973 in nur 8.077
Exemplaren gefertigte Sportkombi P1800 ES wurde zum
Vorbild heutiger Lifestyle-Kombis und unter dem
Spitznamen "Schneewittchensarg" zur Legende.
In der Zeit zwischen 1974 und 1980 wurde der Volvo C202
Cross Country (genannt Lapplander) gebaut. Es handelt
sich dabei um ein kompromissloses Geländefahrzeug, das
hauptsächlich für das Militär entwickelt wurde. Neben
der üblichen 2-achsigen war auch eine 3-achsige
Allradversion erhältlich. Diese hatten dann aber die
Bezeichnung C303/306 und besass eine größere Karosserie.
Einige Modelle sind auch im zivilen Einsatz.
Die Basis für das lange Zeit eckige, funktionelle
Volvo-Design schuf ab 1967 die Serie Volvo P140. Sie
wurde in den Jahren 1968-1975 durch den luxuriösen Volvo
P164 als Oberklassemodell ergänzt. 1974 kam mit der
Serie Volvo 240 der Nachfolger, welcher noch bis 1993
produziert wurde. Im Rahmen dieser Baureihe entstand
auch das von Bertone designte Coupé Volvo 262 C, das
zwar sehr schlicht gestaltet war, aber durch seine
Seltenheit mittlerweile einen gewissen Sammlerstatus
erlangt hat.
1975 erwarb Volvo von der niederländischen Firma DAF
deren PKW-Sparte. Die schon auf dem Markt befindlichen
Fahrzeuge, der DAF 66 und der DAF 46 wurden in
modifizierter Form als Volvo 66 weiter hergestellt und
verkauft. Diese PKW von DAF bzw. von Volvo waren mit dem
Variomatic-Getriebe ausgestattet.
Seit 1976 wurden im niederländischen Werk von Volvo die
Fahrzeuge der Volvo Serie 300 hergestellt, die Modelle
Volvo 340 waren teilweise auch mit Variomatic-Getriebe
ausgeruestet. Auf der Basis des Volvo 340 wurde ab 1981
der Volvo 360 mit 2l-Maschine von Volvo angeboten Die
360-Modelle wurden bis 1989, die 340-Modelle bis 1990
gebaut.
Die 300er-Serie wurde nicht in die USA exportiert, aber
nach Australien und Neuseeland ebenso wie nach Europa.
Besonders erfolgreich war die 300er-Serie in
Großbritannien.
1982 wurde die Serie 700 eingeführt, die zunächst als
Volvo 760 mit 6-Zylinder-Motor und ab 1984 alsVolvo 740
mit 4-Zylinder-Motor auf den Markt kamen, und noch
größer als die 240er waren. Auf Basis des 760 gab es
abermals ein Coupé, den Volvo 780, der 1985 vorgestellt
wurde. 1991 wurde die 700er Serie von den Modellen Volvo
940 und Volvo 960 abgelöst. Da die untere Hälfte des
Autos bis zur Türscheibe der 700-er Reihe verzinkt war,
erfreut sie sich extremster Langlebigkeit, welche durch
die verbauten Motoren nur noch unterstrichen wird.
Laufleistungen von mehr als 600 tkm und mehr sind
-besonders in Schweden- bei diesen Modellen keine
Seltenheit. Der Benzinmotor war eine Neuentwicklung ,er
arbeitet besonders "Reibungsarm", die eingebauten
Dieselmotoren von VW und Renault sind weniger langlebig.
1986 kam mit dem 480 ES ein sportliches Kombi-Coupé auf
den Markt, welches sich an das Design des 1800 ES
anlehnte und als erster Fronttriebler des Unternehmens
ein Wegbereiter für zukünftige Fahrzeuge war. Auf dessen
Basis kamen 1988/89 noch zwei Mittelklasse-Limousinen in
Form des 440 und 460 heraus, welche sich bewusst an die
jüngere Käuferschicht richteten. Die 400er-Serie wurde
in den Niederlanden gefertigt.
Pkw-Modelle der Gegenwart
Alle gegenwärtigen Volvomodelle tragen eine Bezeichnung
bestehend aus ein oder zwei Buchstaben und einer
zweistelligen Zahl. Dabei stehen die Buchstaben für die
Karosserievariante (S: Stufenhecklimousine; V:
Kombilimousine; XC: Geländetüchtiges Modell (Cross
Country); C: Cabrio/Coupé). Die Zahl bezeichnet die
Klassenzugehörigkeit, wobei durch 20 ganzzahlig teilbare
Zahlen den Stufenhecklimousinen vorbehalten sind.
Ein großer Erfolg wurde Anfang der Neunziger Jahre das
Mittelklassemodell Volvo 850, vor allem die
Kombivariante. Nach einem Facelift und einer
Namensänderung in Volvo V70 (Kombi) und Volvo S70
(Limousine) ist das Modell mittlerweile vom Volvo S60
und dem Volvo V70 abgelöst. Außerdem ist die Baureihe
noch um die Offroad-Variante Volvo XC70 erweitert
worden.
Unterhalb des 850/V70 entstand nach dem Auslaufen der
Modelle 440/460 eine Lücke, die vom Volvo S40/V40
gefüllt wurde. Weil Volvo nicht ausreichend Ressourcen
zur vollständigen Entwicklung einer neuen Baureihe
hatte, kam es zu einem Joint-Venture mit Mitsubishi.
Daher teilte sich der S40 bzw. V40 die Plattform mit dem
Mitsubishi Carisma. 2004 kam der Nachfolger auf den
Markt, die Limousine heißt weiterhin Volvo S40 und der
Kombi Volvo V50. Diese Baureihe, die im Mai 2006 um das
neue Volvo C70-Cabrio erweitert wurde, teilt sich die
Plattform mit dem Ford Focus. Ebenfalls von dieser
Plattform abgeleitet ist das Kompaktmodell C30, von dem
zunächst eine Designstudie gezeigt wurde; das
Serienmodell wurde im Herbst 2006 präsentiert.
Die größere Reihe 940/960 wurde von Vier- und
Sechszylinder Ottomotoren angetrieben. Der 960 mit einem
Motor mit drei Litern Hubraum, der später in V90 (Kombi)
bzw. S90 (Limousine) umbenannt wurde, stellte das
Spitzenmodell bei Volvo dar. Mittlerweile hat der nur
noch als Limousine gebaute Volvo S80 die 900er Reihe
abgelöst und kam in veränderter Form sowie erstmals auch
mit einem V8 Motor und neuem 3,2l Sechzylinder im Herbst
2006 auf den deutschen Markt.
Seit 1996 gab es wieder ein Coupé namens Volvo C70, das
auch als Cabrio gebaut wurde, und von den gleichen
Motoren wie die V70-Reihe angetrieben wurde. Die
Produktion des Coupé wurde bereits 2002 eingestellt, das
wesentlich erfolgreichere Cabrio wurde noch bis 2005
gebaut. Das Nachfolge-Cabrio C70 II steht seit Mai 2006
bei den Händlern. Anders als sein Vorgänger präsentiert
es sich als Cabrio mit Stahl-Klappdach und ist somit
Cabrio und Coupé in einem. Die Motoren reichen von 140
bis 220 PS. Im Herbst 2006 folgt eine Dieselvariante,
die den aus S60/V70 bekannten D5 Motor erhält, der 185
PS leistet.
Seit 2002 steht bei Volvo außerdem das große SUV Volvo
XC90 im Programm, der ab dem Jahr 2004, aufgrund der
Anforderungen des nordamerikanischen Automarktes, auch
mit einem Smallblock-V8-Motor angeboten wird. Dieser
Motor, der in Kooperation mit Yamaha entwickelt wurde,
ist der erste V8 in der PKW-Geschichte von Volvo und
soll auch in andere Baureihen Eingang finden. |
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Entstehungsgeschichten verschiedener
Automobilhersteller |
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