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...Bei Autoliebhabern ist Fahrzeugtuning ein beliebtes
Hobby, das Fan-Charakter haben kann. Freunde des Tuning
sind in vielerlei Hinsicht vernetzt, sie geben
Zeitschriften heraus, organisieren Veranstaltungen und
Treffen, so dass man von einer Tuningszene bzw. von
regionalen Tuningszenen sprechen kann. Bestimmte
Automarken und -Modelle waren und sind bei Anhängern des
Tuning besonders beliebt (z. B. Opel Manta, VW Golf GTI,
BMW 3er, etc.). Tuning-Fans dieser Modelle schließen
sich oft in regionalen Clubs zusammen. Außerhalb ihrer
Szene haben Tuningfans oft ein sehr spezifisches,
klischeehaftes, eher negatives Image. Gemäß diesem
Klischee werden Eigenschaften wie Imponierverhalten,
prollige Umgangsformen, aggressiver Fahrstil, etc.
assoziiert. Besonders ausgeprägt ist (bzw. war) in
dieser Hinsicht das Stereotyp des Opel-Mantafahrers.
Unterarten des Fahrzeugtunings
Motortuning
Als Motortuning bezeichnet man in der Regel Maßnahmen,
die die Leistung eines Motors erhöhen. Diese reichen vom
einfachen Chiptuning bis hin zu einer kompletten
Überarbeitung des Motors. Unter anderem durch Filme
bekannt ist die Lachgaseinspritzung. Weitaus
motorschonender als eine Lachgaseinspritzung ist, gerade
bei Fahrzeugen mit Turbo oder Kompressor, die
Wassereinspritzung, diese kann auch zusätzlich zu einem
bereits bestehenden (Chip-)tuning eingesetzt werden.
Nennenswerte Leistungssteigerungen (mehr als 5 %
Abweichung von der Serie) müssen vom TÜV eingetragen
werden und erfordern häufig weitere Umbaumaßnahmen, um
die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs zu erhalten, wie
beispielsweise die Verwendung einer stärkeren
Bremsanlage oder eines anderen Fahrwerks.
Weit verbreitet ist die Leistungssteigerung mit Hilfe
einer Motoraufladung. Diese Varianten sind je nach
gewünschtem Ergebnis recht teuer (zwischen 4.000 und
10.000 Euro), da anschließend oft weitere Umbauten,
beispielsweise an der Antriebstechnik nötig werden.
Jedoch stellen diese Möglichkeiten in den meisten Fällen
die einzig effektiven Lösungen dar, eine deutliche
Leistungssteigerung des Motors zu erreichen, ohne die
Haltbarkeit auf ein Minimum zu reduzieren.
Nicht selten werden in Fahrzeugen andere Motoren
verbaut, die deutlich mehr Leistung als der
ursprüngliche Motor erreichen. Oftmals werden hier sogar
Motoren aus anderen Fahrzeugen verwendet.
Nicht zu unterschätzen sind die Kosten des
Motor-Tunings, welche sich natürlich abhängig von den
Maßnahmen gestalten. In der Szene gilt als Faustformel
für fachgerecht durchgeführte Tuningmaßnahmen, dass mit
Kosten von rund 100 bis 150 € pro 1 kW messbarer
Mehrleistung zu kalkulieren ist.
Vor allem bei Dieselfahrzeugen ist in den letzten
Jahren das sogenannte Chiptuning sehr in Mode gekommen.
Bedingt durch die Bauart eignen sich morderne
Dieselmotoren besonders gut für elektronische
Tuningmaßnahmen. Hierbei ist darauf zu achten, das der
Motor auch für die Mehrleistung ausgelegt sein muss -
dies betrifft insbesondere das Kühlsystem und die
Warmfestigkeit der Materialien. Leistungsreduzierte
Modelle einer Baureihe, die als Basis den gleichen Motor
verwenden wir eine höher motorisierte Variante, weisen
aus Kostengründen nicht selten niedriger dimensionierte
Kühlsysteme auf und es wird z. B. auf einen Ölkühler in
der Serie verzichtet. Hier greift auch wieder eine
Wassereinspritzung ein, da diese die Ladeluft-,
Brennraum- und letztendlich die Abgastemperaturen
signifikant senkt.
Das klassische Motortuning bei Saugmotoren umfasst
unter anderem folgende Arbeiten: Veränderung der
Gemischaufbereitung durch Renneinspritzung oder
Mehrfachvergaseranlagen, Vergrößerung und Glättung der
Ansaugkanäle, Vergrößerung und Glättung der Ventile,
Einbau einer anderen Nockenwelle zur Verbesserung der
Überschneidung und größeren Ventilhub - hierduch bedingt
stärkere Ventilfedern, Einbau von Rennkolben
(Schmiedekolben) oder Optimierung der vorhandenen Kolben
durch Ventiltaschen, Abschleifen oder Abfräsen des
Zylinderkopfes bzw. Zylinderblocks zur Erhöhung der
Verdichtung - hierdurch bedingt Einbau eines
verstellbaren Nockenwellenantriebes um den
Höhenunterschied zwischen Nockenwelle und Kurbelwelle
wieder auszugleichen, Feinwuchten (und ggf. erleichtern)
der Kurbelwelle für höhere Drehzahlen, Polieren der
Pleuel zur Vermeidung von Haarrissen - die Pleuel werden
bei der Gelegenheit auch auf exakt das gleiche Gewicht
gebracht, Einbau einer Kolbenbodenkühlung durch
Einspritzung von Öl unter den Kolben, Einbau einer
geschotteten Ölwanne, am besten in Verbindung mit einer
Trockensumpfschmierung, um das "Panschen" der
Kurbelwelle im Öl zu verhindern, Erleichtern des
Schwungrades zur Verringerung der Massenträgheit,
Optimierung der Zündung durch Zündkerzen mit... |
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