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Der
Renault 4 - kurz R4 - wurde von 1961 bis 1992
produziert. Der R4 war eines der ersten Fahrzeug in
Großserie mit fünfter Tür (Heckklappe).
Während seiner 31-jährigen Produktionszeit wurde er
über 8 Millionen mal verkauft.
Der R4 hat nicht nur heute den Status eines
Kultobjektes, sondern brachte schon zu seiner
Markteinführung viele innovative Konzepte in den
Massenmarkt.
Geschichte
Am 28. August 1961 präsentierte Renault den R4 der
französischen Presse als günstigen PKW. Nach dieser
Pressemitteilung fuhren 200 weiße R4 vor dem Eiffelturm
in Paris, Frankreich vorbei, was damals als eine
bemerkenswerte Marketingmaßnahme galt. Bis zum Jahr 1964
waren 500.000 R4s hergestellt, im Jahr 1966 waren es
bereits 1 Million. Dezember 1977 war die weltweite
Produktion bei bereits 5 Million Fahrzeugen. Im Jahre
1986 rollten Weltweit bereits 7,5 Millionen R4 vom Band,
1988 wurden die letzte Modelle in Deutschland verkauft,
da der R4 den verschärften Abgasgrenzwerten in
Deutschland nicht mehr genügte. 1992 war das Aus für den
R4 in Kolumbien, die R4-Produktion in Jugoslawien und
die Blechformen für die Karosserien wurde während des
Balkankriegs Anfang der 1990er Jahre zerstört. Damit war
das endgültige Aus für den R4 sowie den F6, es waren bis
dahin jedoch insgesamt 8 Millionen Fahrzeuge des
R4-Modells vom Band gelaufen.
Eine Sparversion des R4 wurde Anfang der 1960er Jahre in
Frankreich als R3 verkauft, in Deutschland lief er
weiterhin unter dem Namen R4. 1998 brachte Renault mit
dem Kangoo ein Fahrzeug auf den Markt, welches von der
Presse als ein Nachfolger des R4 bezeichnet wurde.
Kult
In den 1960er und 1970er Jahren wurde er zum Kultobjekt
stilisiert, als die Studentenbewegung ihn (neben dem
Citroën 2CV) als ideales Revolutionsauto ansah. Seinen
eigentlichen Erfolg verdankte er aber wohl dem Umstand,
dass er praktisch, preiswert und robust war. Jedoch
schätzten den R4 nicht nur die Studenten der damaligen
Zeit, auch die spanische Guardia Civil sowie die
französische Gendarmerie schätzten den R4 teilweise bis
weit in die 1980er Jahre.
Technik
Die Fahrzeuge besaßen bereits Anfang der siebziger Jahre
einen Bremskraftregler und eine stufenlos verstellbare
Rückenlehne, was zu diesem Zeitpunkt nicht einmal bei
einem nahezu doppelt so teuren Opel Kadett angeboten
wurde. Die Federung war, wie in dieser Zeit bei
französischen Autos üblich, eher weich ausgelegt. Die
wassergekühlten Vierzylinder-Motoren galten als robust.
Die Motorleistung wurde im Laufe der Jahre nur
unwesentlich erhöht, von ca. 26 PS in den ersten
Fahrzeugen 1961 auf 34 PS (ab August 1970) am Ende der
Produktion. Eine Ausnahme stellte hier der Rodeo dar,
der 1970 (Rodeo 6 mit 1108 ccm und 45 PS) und 1981
(Rodeo mit 1280 ccm und 45 PS) auf den Markt kam. Im
Jahr 1978 brachte Renault den R4 mit 1100 ccm Hubraum
(vorher 845 ccm) auf den Markt, der bei unveränderter
Höchstleistung mehr Durchzug bot. Das Getriebe war vor
dem längs eingebauten Motor angeordnet und trieb die
Vorderräder an. Die Schaltung wurde mit einem Rundrohr
betätigt, das über dem Motor geführt war
(Revolverschaltung). Der R4 baute auf einem
Plattformrahmen auf, mit dem die Karosserie verschraubt
war. Außerdem konnte der von der Firma Sinpar
entwickelte Allradantrieb somit für alle Versionen
angeboten werden. Die gelungene Kombination von
Frontantrieb, Einzelradaufhängung (rundum), relativ
langem Radstand und der Höhe der Karosserie verhalfen
ihm zur außergewöhnlich guten Raumausnutzung und im
Verbund mit ausreichender Motorisierung zum hohen
Nutzwert.
Es waren die einfache Mechanik, der niedrige Verbrauch,
die niedrigen Unterhaltskosten sowie die Vielseitigkeit
bei fast allen Geländeunebenheiten (Dank des langen
Radstandes), die dem R4 in weiten Teilen der Welt Erfolg
bescherten. Kritisiert wurde R4 wegen seiner
Rostprobleme. Die Durchrostung des Bodenblechs von innen
her war das häufigste Problem, wenn der Neuwagen dagegen
nicht entsprechend geschützt wurde. Auch die
Verarbeitungsqualität ließ zu wünschen übrig.
Varianten
Dank seines Plattformrahmens war es leicht möglich,
andere Karosserieformen zu montieren. So war der R4 auch
als Kastenwagen (R4F4 bzw. 20cm länger R4F6), als Cabrio
(R4 Plein Air) und mit Kunststoffaufbau (R4 Rodeo, R5
Rodeo und R6 Rodeo) erhältlich. In Kolumbien gab es den
R4 auch mit einem 1300er Motor vom R12, 145 km/h
bereiteten keine großen Schwierigkeiten. |
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| Motor: |
vier Zylinder in Reihe |
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| Hubraum: |
750-1100 ccm |
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| Getriebe: |
n.a. |
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| Kraftübertragung: |
Frontantrieb |
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| Leistung: |
26 PS - 45 PS |
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| Drehmoment: |
n.a. |
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| Vmax: |
110 - 145 km/h |
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| 0-100 km/h: |
n.a. |
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Abmessungen: |
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| Länge: |
3.663 mm |
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Breite: |
1.430 mm |
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Höhe: |
1.470 mm |
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| Gewicht: |
600 kg |
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| Baujahr: |
1961–1992 |
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Auto-Bilder:
Renault 4 |
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