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Die
Kombination von ausgefeilter Aerodynamik, extrem
sportlichem Fahrwerk und einer Motorleistung von 355 kW
(483 PS) verhelfen dem 911 GT2 zu Fahrleistungen und
einer Fahrdynamik, die ihm einen noch sportlicheren
Charakter als dem
911 Turbo verleihen. Mit einem
Leistungsgewicht von 4,06 Kilogramm pro Kilowatt spurtet
der über die Hinterachse angetriebene GT2 in 4,0
Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. Die 200
km/h-Marke erreicht er aus dem Stand in nur 12,5
Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 319
Kilometer pro Stunde. Am Bug verraten weit nach außen
gerückte und speziell gestaltete Lufteinlassöffnungen
den hohen Kühlluftbedarf des Fahrzeuges. Eine
Luftaustrittsöffnung direkt vor dem Kofferraumdeckel
signalisiert aerodynamischen Feinschliff. Ein weiteres
Unterscheidungsmerkmal zum 911 Turbo ist der
feststehende Heckflügel. Die Aerodynamiker haben ihn im
Vergleich zum 911 Turbo-Heckflügel höher und weiter nach
hinten positioniert und so die Abtriebskräfte nochmals
verbessert. Gleichzeitig versorgt er über Kanäle in den
beiden Flügelstützen den Motor mit Frischluft. Die
Kanäle leiten die Luft in eine so genannte Sammelbox an
der Heckdeckel-Innenseite, von wo sie direkt in den
Luftfilter strömt.
Sechszylinder-Boxermotor mit 483 PS (355 kW)
Der Motor ist als Leistungsvariante aus dem
Sechszylinder-Boxermotor des
911 Turbo entwickelt
worden. Dabei sind die beiden Turbolader für einen
höheren Luftdurchsatz ausgelegt, so dass der
Absolutdruck vor der Drosselklappe bei Volllast auf 2
bar angehoben werden konnte. Trotz der höheren
Verdichtung bleibt die Ladelufttemperatur konstant. Neue
Ladeluftkühler mit höherem Wirkungsgrad sorgen hier für
den notwendigen Ausgleich. Bei einer Nenndrehzahl von
5.700/min beträgt der Ladedruck nun 1,95 bar und
erreicht bei über 6.200/min seinen Maximalwert. Dadurch
wird erreicht, dass auch oberhalb der Nenndrehzahl bei
steigendem Abgasgegendruck annähernd konstante Leistung
zur Verfügung steht.
Die Öl-Versorgung dieses Hochleistungstriebwerkes
übernimmt wie beim
911 GT3 und beim
911 Turbo eine
klassische Trockensumpfschmierung mit separatem,
motorfestem Öltank. Dieses System stellt durch eine
optimale Auslegung der Ölpumpen in Verbindung mit dem
Volumen des Öltanks sicher, dass der Motor auch bei
extremen sowie länger anhaltenden Quer- und
Längsbeschleunigungen zuverlässig mit Öl versorgt wird.
Die Ölmenge des gesamten Ölkreislaufs beträgt rund elf
Liter.
Bei der Konstruktion der Abgasanlage kam der
Verwendung von Schalldämpfern mit geringerem
Abgasgegendruck hohe Bedeutung zu. Dabei liegen die
Abgaswerte auf dem Niveau
911 Turbo und erfüllen
problemlos die D4-Grenzwerte. Das entspricht den EURO
4-Grenzwerten bei Standard-Prüfbedingungen.
Selbstverständlich erfüllt der 911 GT2 auch den in den
USA gültigen LEV-Standard.
911 GT2 mit VarioCam Plus
Der 911 GT2 war nach dem 911 Turbo das zweite
Porsche-Modell, das mit VarioCam Plus arbeitet. Das
Ventilhub-Verstellsystem, das die bekannte
Axialnockenwellenverstellung VarioCam zu VarioCam Plus
ergänzt, besteht aus zwei ineinander liegenden,
schaltbaren Tassenstößeln auf der Einlassseite des
Motors, die von zwei unterschiedlich großen Nocken auf
der Einlass-Nockenwelle betätigt werden. Damit lassen
sich auf der einen Seite Leistung und Drehmoment
optimieren und auf der anderen Seite Kraftstoffverbrauch
und Abgas-Emissionen senken sowie die Laufkultur
verbessern.
Vierkanal-ABS in Verbindung mit
Keramik-Bremsscheiben
Das Bremssystem wird von der 5.7 ABS-Generation mit 4
Kanälen überwacht, das bereits im 911 Turbo und
911 GT3
vor dem Haftungsabriss der Reifen beim Bremsen schützt.
Das Vierkanal-System zeichnet sich durch schnelles und
feinfühliges Regelverhalten aus. Weil alle vier Räder
individuell geregelt werden, verbessern sich vor allem
Fahrzeugstabilität, Einbremsverhalten und damit die
Bremsstabilität in Kurven.
Als erster Porsche-Sportwagen ist der GT2 serienmäßig
mit “Porsche Ceramic Composite Brake” (PCCB)
ausgerüstet. Die gelochten und innenbelüfteten
Keramikverbund-Bremsscheiben mit einem Durchmesser von
350 Millimeter wiegen 50 Prozent weniger als
Bremsscheiben aus Metall und verringern die ungefederten
Massen um rund 18 Kilogramm. In Verbindung mit einem
speziell abgestimmten Bremsbelag entwickeln die
Keramik-Bremsscheiben sofort hohe und vor allem
konstante Reibwerte während der Verzögerung. Der Abrieb
ist im Vergleich zu Metall-Bremsscheiben beim Einsatz
auf öffentlichen Straßen äußerst gering, was die
Keramik-Bremsscheiben ihrer extremen Oberflächenhärte
verdanken. Entsprechend hoch ist die Lebenserwartung der
Keramik-Bremsscheiben im normalen Straßenbetrieb, die
außerdem durch die Korrosionssicherheit des verwendeten
Werkstoffes garantiert wird. Keramik-Bremsscheiben sind
absolut unempfindlich gegenüber Streusalz und
Flüssigsalzen.
Clubsport-Variante mit Carbon-Heckflügel
Der 911 GT2 gibt es auch in einer Clubsport-Variante,
die sich vor allem durch den Einsatz von
Carbon-Ausstattungsteilen unterscheidet. So sind die
Außenspiegel und der Abluftrahmen im Bug in Handarbeit
mit Kohlefaser verstärktem Kunststoff überzogen. Der
Heckflügel besteht komplett aus Carbon und ist rund 2,8
Kilogramm leichter als der serienmäßige GT2-Flügel.
Ein weiteres besonderes Ausstattungsmerkmal der
Clubsport-Variante ist der mit der Karosserie
verschraubte Überrollbügel. Auch die Sitze unterscheiden
sich von der Serienausstattung und sind mit schwer
entflammbarem Stoff statt mit Leder überzogen. Die
Ausstattungsumfänge der Clubsport-Variante wurden
speziell entwickelt, um ohne großes Nachrüsten an
genehmigungspflichtigen Motorsport-Veranstaltungen
teilnehmen zu können.
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| Motor: |
Sechszylinder-Boxermotor |
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| Hubraum: |
3600 ccm |
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| Getriebe: |
6 Gang Schaltgetriebe |
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| Kraftübertragung: |
Heckantrieb |
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| Leistung: |
355 kW / 483 PS |
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| Drehmoment: |
640 Nm |
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| Vmax: |
319 km/h |
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| 0-100 km/h: |
4.0 sec. |
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Abmessungen: |
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| Länge: |
4.450 mm |
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Breite: |
1.830 mm |
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Höhe: |
1.275 mm |
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| Gewicht: |
1420 kg |
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| Baujahr: |
2004 |
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Porsche-Bilder:
Porsche 911 GT2 |
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