| 1865 |
Gottlieb Daimler und
Wilhelm Maybach begegnen sich im
„Bruderhaus“ in Reutlingen, wo Daimler die
Werkstätten der Maschinenfabrik leitet.
Wilhelm Maybach aus Heilbronn, 19 Jahre alt,
dessen Eltern auf tragische Weise ums Leben
gekommen waren, arbeitet im
Konstruktionsbüro der Fabrik. Sein großes
zeichnerisches Talent fällt Daimler auf. |
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| 1868 |
Daimler geht als Vorstand
zur Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe und
holt Maybach ein knappes Jahr später als
technischen Zeichner nach. |
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| 1872 |
Daimler übernimmt die
technische Leitung der Gasmotorenfabrik
Deutz, gegründet von Nikolaus Otto und Eugen
Langen. Maybach wird kurz darauf, mit 27
Jahren, Chef des Deutzer Konstruktionsbüros
und entwickelt später den 1876 von Otto
erfundenen Viertaktmotor zur Serienreife. |
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| 1878 |
Wilhelm Maybach heiratet
Bertha Habermaas, eine Freundin von Emma
Daimler, seit 1867 die Frau von Gottlieb
Daimler. |
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| 1882 |
Nach anhaltenden
persönlichen und konzeptionellen Querelen
mit Nikolaus Otto verlässt Gottlieb Daimler
die Deutzer Gasmotorenfabrik. In Cannstatt
bei Stuttgart kauft er ein weitläufiges
Grundstück mit Villa und lässt das
dazugehörige Gartenhaus zur Werkstatt
umbauen. Wilhelm Maybach folgt ihm. Ziel der
beiden: die Entwicklung eines
schnelllaufenden Viertaktmotors für
universelle Einsätze. |
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| 1883 |
Daimler und Maybach
entwickeln im Gartenhaus die Glührohrzündung
und andere Verbesserungen am
Verbrennungsmotor. Die Patente darauf legen
den rechtlichen Grundstein für den späteren
Erfolg. |
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| 1884 |
Der Versuchsmotor läuft
erstmals mit 600/min. Noch im gleichen Jahr
folgt die „Standuhr“, ein aufrecht stehender
Einzylinder-Benzinmotor für Boote,
Feuerwehrspritzen und andere Geräte. |
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| 1885 |
Fahrversuche mit dem
„Reitwagen“, einer Vorform des Motorrades.
Als Antrieb dient die „Standuhr“ |
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| 1886 |
Der Motor wird erstmals in
eine Kutsche eingebaut, folglich spricht man
von „Motorkutsche“. Damit eröffnen Daimler
und Maybach das riesige Potenzial der
individuellen, motorisierten Fortbewegung. |
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| 1887 |
Umzug auf ein größeres
Fabrikationsgelände in Cannstatt, wo vor
allem Motoren, aber auch Versuchsfahrzeuge
gefertigt werden. |
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| 1889 |
Auf der Pariser
Weltausstellung wird Daimlers
„Stahlradwagen“ präsentiert, ein leichtes
Vierradautomobil mit Zweizylinder-V-Motor
und Zahnradgetriebe. |
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| 1890 |
Gründung der
Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG). Gottlieb
Daimler wird stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender, Maybach
Vorstandsmitglied. |
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| 1891 |
Maybach scheidet aus der
Firma aus und leitet ein von Daimler
finanziertes Entwicklungszentrum in
Cannstatt, im Tanzsaal eines ehemaligen
Hotels. |
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| 1894 |
Der DMG droht der Konkurs.
Auch Gottlieb Daimler verlässt die Firma. |
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| 1895 |
Der britische Ingenieur
Frederick R. Simms erwirbt für 350 000 Mark
die Lizenzrechte am Phönix-Motor und
verlangt im Gegenzug, dass Daimler und
Maybach ihre alten Posten in der DMG
zurückbekommen. Ende des Jahres wird der
1000. Motor fertig gestellt. |
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| 1897 |
Maybach bringt Phönix-Wagen
mit dem über der Vorderachse angeordneten
Motor zur Serienreife. |
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| 1900 |
Gottlieb Daimler stirbt am
6. März in Stuttgart. Wilhelm Maybach
beginnt auf Anregung des Kaufmanns Emil
Jellinek, die Automobilkonstruktion
grundlegend zu überarbeiten. Er konstruiert
den Mercedes 35 PS, der als erstes modernes
Automobil in die Geschichte eingeht. |
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| 1901- 1906 |
Wilhelm Maybach entwickelt
in rascher Folge Motoren und Chassis für die
fortan so bezeichneten Mercedes-Modelle. |
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| 1902 |
Das Produktionsgelände in
Cannstatt wird bei einem Großbrand
vollständig vernichtet. Die Neubauten der
DMG entstehen in Stuttgart-Untertürkheim. |
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| 1907 |
Maybach verlässt die DMG
nach anhaltenden Differenzen mit der
Firmenleitung. Er berät seinen Sohn Karl
Maybach, der Motoren für die Luftschiffe des
Grafen Zeppelin konstruiert. |
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| 1916 |
Die Technische Hochschule
Stuttgart verleiht Wilhelm Maybach die
Ehrendoktorwürde. |
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| 1929 |
Wilhelm Maybach stirbt am
29. Dezember in Stuttgart. |
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| 1996 |
Wilhelm Maybach wird in die
„Automotive Hall of Fame“ aufgenommen. |