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Die Erfinder des schnelllaufenden Motors |
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In der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
werden in Deutschland zwei Männer
geboren, deren Lebenswerke die
Verkehrsgeschichte revolutionieren:
Gottlieb Daimler und Karl Benz
bereiten der individuellen Mobilität
durch die Erfindung des Automobils
den Weg. Für die ersten Automobile
des Jahres 1886 müssen die Erfinder
alles, was zu dem neuartigen
Kraftfahrzeug gehört, bis ins
kleinste Detail konstruieren und
bauen und vieles davon neu erfinden.
Dieser Innovationsprozess begleitet
die Automobilentwicklung seit 1886
bis heute. In der Nachfolge von
Daimler und Benz haben Generationen
genialer Konstrukteure der Marke
Mercedes-Benz und ihrer
Ursprungsmarken immer wieder
epochale Erfindungen hervorgebracht.
So sichert Mercedes-Benz die Zukunft
des Automobils.
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DIE ERFINDER: Gottlieb
Daimler (li.), 1834-1900,
Erfinder und Schöpfer des
ersten schnelllaufenden
Benzinmotors 1883, des
Reitrades 1885 und der
ersten Motorkutsche 1886.
Karl Benz (re.), 1844-1929,
Erfinder und Schöpfer des
ersten ganzheitlichen
Automobils, dem Benz
Patent-Motorwagen 1886. |
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Gottlieb Daimler und Karl Benz, die
Erfinder des Automobils |
Gottlieb Daimler wird am 17. März
1834 in Schorndorf bei Stuttgart
geboren. Er ist der Schöpfer des
ersten leichten, schnelllaufenden
Viertakt-Benzinmotors, der 1883
seine ersten Umdrehungen macht und
unter der Nummer DRP 28022
patentiert wird. Der Motor ist
gedacht als universeller mobiler und
stationärer Antrieb von Kutschen,
Lokomotiven, Booten, Luftfahrzeugen
und Maschinen aller Art. Die erste
Daimler-Motorkutsche rollt 1886 auf
die Straße.
Zehn Jahre nach Daimler, am 25.
November 1844, erblickt Karl Benz in
Karlsruhe das Licht der Welt. Auch
Benz realisiert einen
schnelllaufenden
Viertakt-Benzinmotor, den er in ein
eigenständiges, nicht mehr an eine
Kutsche erinnerndes Fahrgestell
einbaut und damit 1886 das erste
ganzheitliche Automobil auf seine
vorerst drei Räder stellt. Der „Benz
Patent-Motorwagen“ mit der
Patent-Nummer DRP 37435 gilt als das
erste Automobil der Geschichte.
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mehr über die Erfinder Gottlieb
Daimler und Wilhelm Maybach lesen |
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Motorkutsche von Gottlieb
Daimler in Cannstatt im
Königreich Württemberg und
der Patent-Motorwagen von
Karl Benz in Mannheim |
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Benz Patent-Motorwagen, das erste
Automobil (1886 - 1895)
Der erste von Karl
Benz entwickelte stationäre
Benzinmotor ist ein
Einzylinder-Zweitakter, der am
Silvesterabend des Jahres 1879 zum
ersten Mal läuft. Mit diesem Motor
hat Benz so viel geschäftlichen
Erfolg, das er sich zunehmend seinem
Traum widmen kann, einen leichten,
von einem Benzinmotor angetriebenen
Wagen zu schaffen, bei dem
Fahrgestell und Motor eine Einheit
bilden.
Wichtigste Merkmale des 1885
realisierten zweisitzigen Gefährtes
sind der kleine, schnelllaufende
Einzylinder-Viertaktmotor, liegend
im Heck eingebaut, der
Stahlrohrrahmen, das Differential
und drei Drahtspeichenräder. Der
Motor leistet 0,75 PS (0,55 kW).
Details sind der automatische
Einlass-Gleitschieber, das
gesteuerte Auslassventil, die
elektrische
Hochspannungs-Summer-Zündung samt
Zündkerze und die
Wasser-/Thermosiphon-Verdampfungskühlung.
Am 29. Januar 1886 meldet Benz sein
„Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum
Patent an. Die Patentschrift DRP
37435 gilt somit als die
Geburtsurkunde des Automobils. Im
Juli 1886 berichten die Zeitungen
über eine erste öffentliche Ausfahrt
des dreirädrigen Benz
Patent-Motorwagens, Typ 1. |
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Am 29. Januar 1886 erhielt
Karl Benz unter der Nummer
37 435 das deutsche Patent
auf sein Motorfahrzeug.
Diese Patenschrift markiert
den Beginn des
Automobilismus. Sie
beschreibt die erste
funktionelle Einheit eines
Motors mit einem Fahrgestell
- den Patent-Motorwagen von
Karl Benz.
»
mehr lesen über den Benz
Patent-Motorwagen |
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Fernfahrt von Bertha Benz (1888)
Auf einem verbesserten Gefährt startet
Bertha Benz, die Frau des Automobilpioniers,
zusammen mit ihren Söhnen Eugen (15) und
Richard (14) an einem Augusttag 1888 ohne
Wissen ihres Mannes zur ersten Fernfahrt der
Automobilgeschichte. Die Tour führt von
Mannheim mit einigen Umwegen nach Pforzheim,
der Geburtsstadt von Bertha Benz. Sie hat
mit dieser Fahrt von 180 Kilometern
einschließlich Rückfahrt die
Gebrauchstüchtigkeit des Motorwagens vor
aller Welt demonstriert. Der Wagemut von
Bertha Benz und ihren Söhnen ist einer der
entscheidenden Impulse für den Aufstieg der
Firma Benz & Cie. in Mannheim zur zeitweilig
größten Automobilfabrik der Welt.
»
mehr über die Fernfahrt von Bertha Benz
lesen
Achsschenkel-Lenkung, Contra-Motor,
Planeten-Zahnradgetriebe (1891–1897)
Karl Benz lässt 1893 seine
Achsschenkel-Lenkung patentieren und löst
mit dieser Konstruktion eines der
dringendsten Probleme des Automobils. Der
erste Benz mit dieser Lenkung ist 1893 der 3
PS (2,2, kW) starke Benz Victoria, der schon
in etwas größerer Stückzahl und diversen
Karosserien gebaut wird. Das erste in
Großserie hergestellte Auto der Welt mit
etwa 1200 gebauten Exemplaren ist das Benz
Velociped von 1894, ein leichter,
unverwüstlicher und preiswerter Kleinwagen.
1897 entsteht der „Zwillingsmotor“,
bestehend aus zwei parallel nebeneinander
gelegten Einzylindern, der aber nicht
befriedigend ist. Die bessere Konstruktion
ist der unmittelbar folgende „Contra-Motor“,
bei dem zwei Zylinder gegenläufig arbeiten:
Der Boxermotor ist geboren. Bei Benz bis
1900 grundsätzlich hinten eingebaut, leistet
er in verschiedenen Ausführungen bis zu 16
PS (12 kW).
Mercedes 35 PS, das erste moderne
Automobil (1900/01)
Wilhelm Maybach entwickelt 1900 nach den
Vorgaben von Emil Jellinek den Mercedes 35
PS, nach heutigen Maßstäben das erste
moderne Automobil. Dieser neue Daimler
bedeutet im März 1901 eine technische
Revolution und wird zum weltweiten Maßstab
für Automobile. Sein vorne angeordneter
Vierzylinder-Reihenmotor ist direkt mit dem
erstmals aus Stahlblech gepressten Rahmen
verschraubt und leistet sensationelle 35 PS.
Die Drehzahlregelung zwischen 300/min und
1000/min erfolgt über einen Hebel am
Lenkrad. Zylinder und Zylinderkopf bilden
eine Einheit, das Kurbelgehäuse besteht
erstmals aus Aluminium. Das Leistungsgewicht
pro PS beträgt nur noch 6,6 Kilogramm, ein
Jahr später sinkt es weiter auf 4,6
Kilogramm. Die Einlassventile werden nicht
mehr automatisch, sondern ebenfalls von
einer Nockenwelle gesteuert.
Der Wagen hat Spritzdüsen-Vergaser,
Bienenwabenkühler, Kühler-Ventilator,
Zahnrad-Ölpumpe, Wasserpumpe und
Magnetzündung. Ebenfalls neu sind die sehr
kleine und automatisch nachregelnde
Federbandkupplung, der in einer
Schaltkulisse geführte einzige Hebel der
Viergangschaltung und die stark geneigt
eingebaute Lenkung. Der deutlich längere
Radstand, die breitere Spur und die an
beiden Achsen nahezu gleich großen Räder
führen zu einem hochstabilen Fahrverhalten.
Der gestiegenen Motorleistung entsprechen
auch die Bremsen. Der Mercedes 35 PS erhält
30 Zentimeter große Trommelbremsen an den
Hinterrädern, deren Betätigung über
Handhebel und Gestänge erfolgt. Als
Fußbremse fungiert zusätzlich eine
Kardanbremse.
Das erste Exemplar des von Wilhelm Maybach
entwickelten innovativen Fahrzeugs wird am
22. Dezember 1900 an den Auftraggeber Emil
Jellinek ausgeliefert. Dessen Tochter
Mercedes ist ...
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