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Der Öffentlichkeit wurde der
Lamborghini Reventón Roadster in
Sant’Agata Bolognese am 14. September
2009. Der offene Zweisitzer ist ein Sportwagen von
atemberaubender Faszination,
martialischer Power und
kompromissloser Performance. Das
Triebwerk leistet mit einem 6,5
Liter großen Zwölfzylinder
493 kW (670 PS), er katapultiert den
Roadster in 3,4 Sekunden von null
auf 100 km/h und weiter bis 330 km/h
Spitze. Der offene Reventón zählt
somit nicht nur zu den schnellsten,
sondern auch zu den exklusivsten Autos
weltweit. Lamborghini hat die Serie
(wie auch schon beim
geschlossenen Reventón) des
Roadster extrem limitiert: Ganze 20
Stück sollen veräußert werden, der
Preis beträgt 1,1 Millionen
Euro und ist |
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Der Lamborghini Reventón
Roadster |
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somit
etwas günstiger wie das
geschlossenen Modell. Laut Lamborghini
werden die ersten Fahrzeuge im Oktober 2009
ausgeliefert.
Karosserie
Durch die Steifheit der "Orginalkarosse" des Reventón
brauchte der Roadster nur noch ein
Minimum an weiteren Verstärkungen. "Trocken"
ohne Betriebsstoffe bringt der offene
Reventón lediglich 1690
Kilogramm auf die Waage, das sind 25 kg
weniger als
das
Reventón Coupé. Die Zelle des Roadster besteht
wie beim Coupé aus höchstfesten
Stahlprofilen und Carbon-Teilen, die
miteinander verklebt und vernietet sind. Um
auf das relativ geringe Gewicht zu kommen
wurden ausschließlich
Kohlefaser-Elemente eingesetzt, bei härter
beanspruchten Teilen wie z.B. bei den
Türaußenseiten wurde Stahlblech verwendet.
Interieur
| Der Innenraum des Reventón Roadster ist von
derselben geprägt
wie das Exterieur. Das Cockpit ist
technisch-klar strukturiert, die
Bedienung funktionell arrangiert.
Wie ein modernes Flugzeug besitzt
der offene Zweisitzer keine
klassisch analogen Instrumente mehr
– an ihrer Stelle liefern drei
Flüssigkristallbildschirme die
Informationen. Der Fahrer kann per
Knopfdruck zwischen zwei Modi
umschalten – einer digitalen Ansicht
mit leuchtenden Balken und einer
Ebene mit klassischen Runduhren, die
jedoch mit wechselnden Farben
gestaltet sind. An zentraler Stelle,
mittig und hoch im Display, sitzt das G-Force-Meter.
Es zeigt die fahrdynamischen Kräfte
in einer Darstellung an, wie sie in
der |
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Displays wie im Flugzeug |
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Formel 1
üblich ist: Die Intensität der Kräfte, die
beim Beschleunigen, Bremsen und bei
forcierter Kurvenfahrt auf den Reventón
Roadster einwirken, werden somit sichtbar.
Ein Gehäuse, das aus einem massiven
Aluminiumblock gefräst ist und von einer
Carbon-Haube abgedeckt wird, fasst die
Instrumente ein. Zahlreiche
Kohlefaser-Applikationen – etwa auf dem
Mitteltunnel –, Aluminium, Alcantara und
Leder prägen das Interieur, das
kompromisslos sauber verarbeitet ist. Die
Sitzkissen sind in ihren mittleren Bereichen
gelocht, akkurat gesetzte Nähte zieren die
Wangen. Selbstverständlich liefert
Automobili Lamborghini den Reventón Roadster
mit kompletter Serienausstattung.
Motor
Der Zwölfzylindermotor, der den Reventón
Roadster antreibt, ist einer der stärksten Saugmotoren der
Welt. Mit 11,0 : 1 verdichtet, schöpft er
aus 6496 cm Hubraum 493 kW (670 PS), die bei
8000 1/min anliegen. Bei 6000 1/min stellt
er sein maximales Drehmoment von 660 Nm
bereit. Die vier Nockenwellen werden durch zwei Ketten
angetrieben, die insgesamt 48
Ventile betätigen. Im Zusammenspiel mit dem
dreistufigen Schaltsaugrohr sorgen die
variablen Steuerzeiten für bulligen
Drehmomentaufbau. Eine
Trockensumpfschmierung versorgt das
Hightech-Aggregat auch bei extremer
Querbeschleunigung stets sicher mit Öl. Der
Entfall der Ölwanne erlaubt eine tiefe
Einbaulage – zugunsten der
Fahrdynamik. Dieses Triebwerk katapultiert den
offenen Zweisitzer in nur 3,4 Sekunden von
Null auf 100
km/h, der Vortrieb soll laut Hersteller erst bei 330 km/h
enden.
Allradantrieb für maximale Traktion
Im klassischen Stil von Lamborghini ist die
Alu-Maschine längs vor der Hinterachse
montiert, das Getriebe liegt vor ihr unter
dem Mitteltunnel. Diese Anordnung hat zur
Folge, dass 58 Prozent des Gesamtgewichts
die hinteren Räder belasten, der permanente
Allradantrieb unter normalen Umständen
leitet den allergrößten Teil der Momente
auf die Hinterräder. Wenn sie durchzudrehen
beginnen, schickt die zentrale Visco-Kupplung bis zu 35 Prozent der Kräfte
über eine zusätzliche Welle an die
Vorderachse. Dort und an der Hinterachse
sitzen Sperrdifferenziale, die 25
beziehungsweise 45 Prozent Wirkung
aufweisen. Lamborghini hat das
Allrad-Prinzip bereits beim Diablo
eingeführt – der Grund war damals ebenso
klar wie heute: Vier angetriebene Räder
finden viel mehr Grip als zwei, und je mehr
Power der Motor hat, desto stärker wirkt
sich dieses physikalische Gesetz aus.
Auch das automatisierte
Sechsgangschaltgetriebe e.gear ist
serienmäßig an Bord des Reventón Roadster.
Der Fahrer steuert den Gangwechsel, der
hydraulisch betätigt wird, mit zwei Wippen
am Lenkrad. Zusätzlich zum „normalen“
Fahrmodus bietet das System einen „Corsa“
und einen „Low Adherence“ Modus. Der Fahrer
muss nur noch Vollgas geben, den Rest regelt
e.gear.
Fahrwerk
Der Reventón Roadster besitzt ein
Fahrwerk, dessen Layout direkt aus dem
Rennsport stammt. An jedem Rad sind doppelte
Dreieckslenker aktiv, an der Vorderachse
arbeitet je ein Federbein, hinten sind es
zwei pro Rad. Mit einem Tastendruck lässt
sich der Vorderwagen um 40 Millimeter
anheben, das schont den Fahrzeugboden bei
Schlaglöchern oder tiefen Garageneinfahrten.
Der offene Zweisitzer rollt auf 18
Zoll-Rädern. Die vorderen Reifen haben das
Format 245/35, die hinteren die Dimension
335/30. Eigene Luftkanäle in der
Karosserie kühlen die vier Radbremsen.
Scheiben aus Kohlefaser-Keramik sind Serie –
die Scheiben sind extrem leicht, arbeiten nahezu
fadingfrei, bleiben frei von Korrosion und
erzielen höchste Laufleistungen. Sie haben
einheitlich 380 mm Durchmesser und werden
von Sechskolbensätteln in die Zange
genommen.
Stimmen:
„Der Reventón ist das extremste Auto in der
Geschichte der Marke“, sagt Stephan
Winkelmann, der Präsident und CEO von
Automobili Lamborghini S.p.A. „Der neue
Roadster fügt unserem geballten
technologischen Know-how eine zusätzliche
emotionale Komponente hinzu: Er vereint
überlegene Performance mit der sinnlichen
Faszination des offenen Fahrens.“ Das
Reventón Coupé wurde auf der IAA Frankfurt
2007 präsentiert und war sofort ausverkauft.
Offene Sportwagen haben bei
Lamborghini eine |
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Tradition, die über 40 Jahre zurück
reicht. 1968 baute das Unternehmen aus Sant’Agata
Bolognese einen
Miura ohne festes Dach,
damals als Einzelstück. 1995 erschien der
Diablo Roadster; sein Targadach ließ sich
auf der Motorhaube befestigen. |
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Technische Daten:
| Rahmen |
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| Hochbeständiger Stahlrohrrahmen
mit Kohlefaserteilen |
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| Karosserie |
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| Kohlefaserstoff, ausgenommen
Außentürschalen (aus Stahl) |
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| Lenkung |
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| Typ |
mechanisch (Ritzel mit
Zahnstange) Servolenkung |
| Räder und Bereifung |
vorne 245/35 ZR 18 / hinten
335/30 ZR 18 |
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| Motor |
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| Typ |
12 Zylinder 60° |
| Hubraum |
6496 ccm |
| Bohrung/Hub |
88 mm x 89mm |
| Verdichtungsverhältnis |
(11 ± 0.2):1 |
| max. Leistung |
670 PS (493 kW) bei 8000 1/min
garantiert durch Selektion der Motoren |
| max. Drehmoment |
660 Nm bei 6000 1/min |
| Position im Fahrzeug |
vorne mittig längsseitig |
| Zylinderköpfe und Motorblock |
aus Aluminium |
| Ansauganlage (intake system) |
unterschiedliche Formen mit 3
Funktionsarten |
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| Motorsteuerung |
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| 4 Ventile pro Zylinder, 4
obenliegende Nockenwellen |
| Antrieb Motorsteuerung |
2 Ketten |
kontinuierlicher Phasenschieber
(An- und elektronisch gesteuert
Absaugen) |
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| Zündung |
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| Statische Zündung mit einzelnen
Zündspulen (eine pro Kerze) |
| Verbrennungsfolge: |
1-7-4-10-2-8-6-12-3-9-5-11 |
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| Kraftstoffzufuhr/Einspritzung |
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Elektronische Motorsteuerung
Lamborghini LIE, Multipoint, sequentielle
Einspritzung, DRIVE BY
WIRE-System |
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| Schmierung |
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| Typ |
Trockengehäuse |
| Absaugpumpe |
2 Zahnradpumpen |
| Förderpumpe (Hochdruck) |
1 Zahnradpumpe |
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| Kühlung |
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| Typ |
Wärmeumlaufkühlung |
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| Antrieb |
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| Getriebeart |
Permanenter Allradantrieb mit
Viskosekupplung |
| Schaltung |
e.gear |
| Kupplung |
Einscheiben-Trockenkupplung |
| Durchmesser Kupplungsscheibe |
272 mm |
| Auskupplung |
selbstregulierende
Hydrauliksteuerung |
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| Übersetzungsverhältnisse |
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| Schaltgetriebe |
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| I |
1:3.091 |
| II |
1:2.105 |
| III |
1:1.565 |
| IV |
1:1.241 |
| V |
1:1.065 |
| VI |
1:0.939 |
| R |
1:2.692 |
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| Bremsen |
|
Pedalgesteuerte
4-Scheibenbremsen, selbstlüftend, hydraulischer
Antrieb mit 2 unabhängigen
Kreisläufen, einer für jede Achse mit
Niederdruck-Servobremse ABS-Anlage +
DRP-Funktion |
| Keramikgehäuse |
|
| Vorderscheibe |
Ø 380 x 38 mm |
| Bremssattelzylinder vorne |
6 (32-36-38 mm) |
| Hinterscheibe |
Ø 380 x 38 mm |
| Bremssattelzylinder hinten |
6 (32-36-38 mm) |
| Handbremse |
mechanisch über die Hinterräder |
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| Aufhängung |
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Doppelgelenk-Aufhängung,
hydraulische Stoßdämpfer und koaxiale
Spiralfedern, Stabilisator
vorn und hinten, Doppelquerlenker-Aufhängung
vorne und hinten, Brems- und
Anfahrnickausgleich |
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| Leistungen |
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| max. Geschwindigkeit |
330 km/h |
| Beschleunigung 0-100 km/h |
3,4 s |
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| Abmessungen |
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| Radstand |
2665 mm |
| Gesamtlänge |
4700 mm |
| Gesamtbreite |
2058 mm |
| Gesamthöhe |
1132 mm (ohne Dach) / 1134 mm
(mit Dach) |
| Gewicht (ohne Kraftstoff) |
1690 kg |
| Spurweite vorne |
1635 mm |
| Spurweite hinten |
1695 mm |
| Überhang vorne |
1080 mm |
| Überhang hinten |
955 mm |
| max. Breite inkl. Außenspiegel |
2240 mm |
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| Befüllung (Literangaben) |
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| Benzintank |
100 Liter |
| Motoröl |
12 Liter |
| Getriebeöl |
3,5 Liter |
| Öl Vorderdifferential |
1 Liter |
| Öl Hinterdifferential |
2,5 Liter |
| Kühlkreislauf |
15 Liter |
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| Verbrauch (DIR 2004/3/CE) |
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| Innerorts |
32,3 l/100 km |
| Ausserorts |
15,0 l/100 km |
| Mix |
21,3 l/100 km |
| CO2 Emission |
495 g/km |
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Lamborghini-Bilder:
Lamborghini Reventón Roadster |
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