Auto Motorrad  
 
 
 
Auto-Bilder
Auto-Enzyklopädie
neue Beiträge
Geschichte des Automobils
Automobilhersteller
alle Automobile
Firmen-Chroniken
Geschichte der Kühlerfigur
Automarken weltweit
   
  weitere Chroniken
Auto Tuning & Geschichte
Faszination Modellauto
Modellauto-Hersteller
   
  sonstiges
Automuseen
Bücher über Automobile
Automessen & Events
Video, Reportagen & mehr
 
Auto-News
Autoinfo
AWSpecial
Auto-Markt
sonstiges
Kfz-Webverzeichnis
 
     
     
 

 
     
     
 
 
 

AUTO - Enzyklopädie...

 
 
Home / Autoenzyklopädie / Glas / Geschichte von GLAS
 
 
Anzeige:

Schnellzugriff / Automarken:

Alfa Romeo  / Aston Martin / Audi / Bentley / BMW / Borgward Bugatti / Buick / Cadillac / Chevrolet / Citroen / Corvette / Daihatsu / De Dion Bouton DeTomaso / Ferrari / Fiat / Ford / Glas / Hummer / Jaguar / Lamborghini / Lancia / Lexus / Lincoln / Maserati / Maybach / Mercedes Benz / Nissan - Datsun / NSU / Opel / Peugeot / Porsche / Renault / Rolls Royce / Smart / Volvo / Volkswagen / sonstige Hersteller

» alle Automobile auf einem Blick
» Autobilder & Wallpaper aus der Automobilgeschichte
» alle Autohersteller weltweit

Eine Auflistung aller Fahrzeuge mit Videoclips aus unserer Enzyklopädie.
» zu den Videoclips
 
     
 

Geschichte von Hans Glas GmbH

 
Hans Glas GmbHDie Hans Glas GmbH in Dingolfing war ein deutscher Landmaschinen- und Kraftfahrzeughersteller.

Die Umorientierung
Die 1883 gegründete Landmaschinenfabrik Glas galt von jeher in Niederbayern als erfolgreiches Familienunternehmen. Eine rückläufige Nachfrage nach Landmaschinen in den 1940er Jahren war jedoch Anlass, sich neu zu orientieren.

Der Siegeszug der Vespa in Italien ließ auch im Nachkriegsdeutschland einen Bedarf an Motorrollern erwarten. Unter der Leitung von Juniorchef Andreas Glas begann deshalb die Entwicklung eines Motorrollers, der schon im Juli 1951 mit einem 123-cm³-Zweitaktmotor von ILO in Serie ging, benannt war der Roller nach einem Enkel von Hans Glas mit dem Kosenamen „Goggo“.

Eine Schönheit war der Goggo-Roller nicht. Aber er war solide und robust, und dies kam am Markt gut an. Der Goggo wurde zu seiner Zeit zum meistverkauften Roller in Deutschland (ca. 60 000 Stück). Ab 1952 war er auch mit 148-cm³- und 197-cm³-Motor und mit Seitenwagen sowie ab 1953 als dreirädriger Lastenroller mit verschiedenen Aufbauten zu haben. 1956 stellte Glas den Bau von Motorrollern ein, nachdem die wirtschaftliche Grundlage für den Autobau gefestigt war und der Zweiradboom zu Ende ging.

Sehnsucht nach Mobilität
Ein Roller verkörperte im Nachkriegsdeutschland die Sehnsucht nach Mobilität. Der Wunsch nach einem Fahrzeug mit Dach über dem Kopf wurde aber immer größer. Es war der Kleinwagen, den der Markt nun begehrte. Von anderen Automobilherstellern längst erkannt, startete Glas 1952 die Entwicklung eines solchen.

Ab 1955 bot Glas zum Preis von 3000 DM das für eine vierköpfige Familie gedachte, legendäre Goggomobil an. Diese Limousine war ein Raumwunder und solide und robust gebaut. In den folgenden Jahren wurde dieses modifiziert, und es entstanden verschiedene Versionen dieses Gefährts mit maximal 20 PS und 400 cm³.

Das Goggomobil war in der Technik und seinem Gesamtkonzept seinen deutschen Konkurrenten, dem Messerschmitt Kabinenroller, der BMW Isetta und der Heinkel Kabine weit überlegen. Damit hatte der Siegeszug des Dingolfinger Autoherstellers begonnen. Ein Jahr nach dem Beginn der Goggo-Produktion exportierte Glas schon in 36 Länder. Täglich stellte man 170 Fahrzeuge her.

1957 entwickelte Glas eine Coupéversion des Goggomobils sowie einen Transporter und einen Pick-Up-Transporter. Es entstand ein Kleinwagen-Familienprogramm, das gut auf die sich abzeichnende Wohlstandsgesellschaft zugeschnitten war. Der Erfolg blieb nicht aus. Das Goggomobil wurde zum erfolgreichsten Kleinwagen Deutschlands.

Der Griff nach den Sternen
Dennoch blieb das Goggomobil nichts weiteres als ein Kleinwagen, und als ein solcher war es mit dem steigenden Wohlstand nicht mehr so begehrt. Glas musste seine Pläne, die Modellpalette zu erweitern, schnell umsetzen.

Glas Isar (1958–1965)
Das Produkt dieser Pläne war der Isar, der unglücklicherweise den Beinamen das große Goggomobil bekam. Dieses Automobil erhielt einen 600-cm³-Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor, der 19 PS leistete. Der Isar ging im August 1958 in Serie und wurde später noch durch eine Kombi-Version und ein Modell mit 700 cm³ und 30 PS erweitert. Im ersten Jahr verkaufte sich der Wagen blendend − aber er hatte zu viele „Kinderkrankheiten“. Erst ab 1960 hatte er die Reife, die man eigentlich von Anfang an erwartet hatte. So blieb der Erfolg eher mäßig. Doch das große Goggomobil, später umbenannt in „Glas Isar“, wurde für die Firma Glas das Sprungbrett zum anerkannten Automobilhersteller.

Glas 1004, 1204, 1304 (1962–1968)
Das zeigte sich 1962, als Glas mit einem neuen Vierzylindermotor die Fachwelt verblüffte. 1000 Kubikzentimeter und 42 PS gehörten in diesen Jahren zum modernsten erhältlichen Motorenkonzept. Als erster Automobilmotor mit einem Zahnriemen für den Antrieb der Nockenwelle war er seiner Zeit zu weit voraus – man misstraute dem Bauteil. Dieser Motor jedoch verlieh dem neu konstruierten Coupé S1004 seine sportlichen Qualitäten. Dieses war vor allem in den später lieferbaren TS-Varianten mit serienmäßig bis zu 85 PS auch auf den Rennstrecken sehr erfolgreich und galt gar als Porsche des kleinen Mannes.

Dagegen war die Karosserie eher konventionell, ja gar gewöhnungsbedürftig für das Auge. Ein preisgünstiges Angebot war er aber, und dies machte diesen Nachteil wieder wett. Das Programm wurde ausgeweitet. Eine Limousine und ein Cabrio kamen auf den Markt, 1966 dann eine Schräghecklimousine, der CL. Auch die Motoren wurden derweilen groß und stark. Die Autoindustrie begann endlich, Glas als ernst zu nehmenden Konkurrenten anzusehen.

Glas 1300 GT, 1700 GT (1963 − 1967) und Glas 1700 (1964–1968)
1963 stellte Glas auf der IAA in Frankfurt seine neuen Produkte, das Sportcoupé GLAS 1300 GT und die Limousine 1500, die später als GLAS 1700 in Serie ging, vor und wurde damit zum Mittelpunkt der Messe. Beide Modelle waren vom italienischen Designer Pietro Frua entworfen. Das Publikum war begeistert. Der Verkauf lief gut an, zugleich wurde den Strategen der Firma aber deutlich, dass man damit in die oberen Preisregionen vorgestoßen war, wo mehr als ein überzeugendes Produkt zählte. Es fehlte der Firma an Ansehen und Tradition, und GLAS war für viele immer noch ausschließlich Goggomobil.

Das Ende
Glas aber griff erneut nach den Sternen, als das Familienunternehmen im Juli 1966 den Glas V8 vorstellte. Seine schnittige Form, ebenfalls von Frua gezeichnet, brachte ihm schnell den Spitznamen „Glaserati“ ein. Doch es wurde lediglich eine Vorserie produziert. Der Produktionsaufwand war zu hoch, und die ganze Kostenstruktur des Unternehmens hatte sich ungünstig entwickelt. Damit konnte sich Glas für die Zukunft nicht mehr absichern.

Übernahme durch BMW
Schließlich stimmte Glas für 9,1 Mio DM einer Übernahme durch BMW zu. Diese erfolgte am 10. November 1966. Die Glas Automobilwerke in Dingolfing wurden Bestandteil der Bayerischen Motoren Werke. Dies hat den Standort Bayern definitiv zu einem bedeutenden Automobilzentrum gemacht. Die Glas-Modelle wurden nach und nach aus der Produktion genommen. Als letztes Modell lief ein Goggomobil 1969 vom Band. Der Glas GT wurde als BMW 1600 GT mit BMW-Motoren (und Antriebsstrang) im Jahr 1968 weiterproduziert. Der Glas 2600 V8 wurde als BMW 3000 V8 ebenfalls 1968 noch hergestellt, allerdings nur in geringer Stückzahl. Der 1700er sollte als BMW 1804 und 2004 mit einigen Änderungen in Südafrika eine zweite Chance bekommen.

Die Leistungen der Firma Glas, die in 16 Jahren Automobilgeschichte schrieb, sind beeindruckend. Aber 16 Jahre waren zu wenig Zeit, um als Autobauer traditionsreich konkurrenzfähig zu werden.
Ein Enkel des Firmengründers, ebenfalls Hans Glas und Bruder des erwähnten „Goggo“, war bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2004 Werksleiter des BMW-Werkes in Dingolfing.

Nach dem Untergang von Glas
Das Unternehmen Glas ist untergegangen, aber dennoch erfreut sich das Goggomobil noch zahlreicher Fans. In der Nähe von Dingolfing gibt es noch einige Glas-Museen mit vielen ausgestellten Goggomobilen.
Der GLAS Automobil Club International e.V. (gegründet 1975) betreut alle existierenden GLAS-Fahrzeuge und deren Besitzer weltweit mit Informationen, Ersatzteilen, der Club-Zeitschrift und einem Internetportal.
 
 
 
 
 
» Entstehungsgeschichten verschiedener Automobilhersteller 
» zurück zu GLAS
 

weitere Links zu Glas:

» Geschichte von Glas
» Automobile von Glas
» zur Homepage des Automobilhersteller
» weitere Bilder von Glas in unserer Autogalerie
» Bücher zu Glas
» Autozeitschriften

Mehr über Glas suchen:

Benutzerdefinierte Suche
 
 
 
 
 
 
     
 
Video- Reportagen & mehr
Auto-Videos:
AutoVideos
Dokumentationen, Reportagen, Heritagen, Portraits und vieles mehr rund um historische Fahrzeuge, Supersportwagen und anderen historischen Ereignissen aus der Welt des Automobils!

» Auto-Videos

 
     
 
Automobilbücher

Bücher rund um die
Buch, Bücher FachliteraturGeschichte des Automobils! So finden sich hier Nachschlagewerke mit Fotografien und vielen Daten zu legendären Automobilen, Marken und historische Ereignisse - von Alfa-Romeo bis Wartburg.

» Automobilbücher

 
     
 
Autoclips-Online

Videos aus der Welt des Automobils!
Reportagen von Neuvorstellungen und Entwicklungen rund um Automobil!
» Autoclips & Reportagen
 
     
 
Anzeigen:
 
     
       

Bookmark | Sitemap | Link us | Impressum | Kontakt