|
Dieser Satz des 1988 verstorbenen Enzo
Ferrari gibt in einem Satz die Philosophie
des Unternehmens preis. Kein anderes
Automobilunternehmen wurde auch so
personifiziert wie Ferrari.
Enzo Ferrari, 1898 geboren, wurde die
Begeisterung für Automobile mit in die Wiege
gelegt. Sein ganzes Leben sollte ihn der
Traum vom perfekten Rennwagen nicht
loslassen, ja mit dem dem 2002 gebauten
Ferrari Enzo sogar weit darüber hinaus.
Dabei hatte seine Karriere erst einmal mit
einer Absage begonnen.
1916 bewarb sich der 18jährige Enzo als
Lehrling bei Fiat, wurde aber abgelehnt.
Eine kleine Automobilfirma, die CMN, stellte
ihn jedoch als Auslieferungs- und Testfahrer
ein, erkannte sein Talent und 1919 für Enzo
seine ersten Rennen. So erfolgreich, dass er
1920 im Alfa Romeo Team aufgenommen wurde.
In dieser Zeit entsteht auch ein Emblem, mit
dem Enzo seine Rennwagen verziert, das auch
heute noch jedes Ferrari ziert, das
springende Pferd.
1929 gründet Enzo Ferrari sein erstes
Unternehmen, die Scuderia Ferrari, eine
ausgegliederte Rennabteilung von Alfa Romeo.
Als sich Alfa 1933 aus dem Rennsport
zurückzieht, behält Ferrari die
Rennsportabteilung in selbständiger Hand und
baut Rennwagen auf Alfa Basis auf. Probleme
mit Alfa zwingen ihn 1937 zu einer
Alternative. Diese heißt Auto Avio
Costruzioni oder kurz AAC. Der erste
Rennwagen, der AAC 815, darf sich zu Recht
als erster Ferrari bezeichnen.
Der zweite Weltkrieg unterbricht Ferraris
Aktivitäten im Rennsport und erst 1947 wird
mit dem Typ 125 der erste
Nachkriegsrennwagen gebaut. Von Anbeginn des
Automobilbaus ist Ferrari hauptsächlich an
der Entwicklung reiner Rennwagen
interessiert.
Die Straßenversionen, wir der 250er in den
50er Jahren, entstehen nur, um aus dem Erlös
weitere Entwicklung für Rennwagen zu
finanzieren. Das begründet auch die
permanente Geldknappheit im Hause Ferrari.
Bereits in den frühen 60er Jahren bot sich
mit Ford ein potentieller Übernahmekandidat
an, Ferrari aber lehnte ab, Ford baute den
GT 40 und schaffte damit eine direkte
Konkurrenz zum Ferrari.
1969 muss Ferrari dann doch in eine
Übernahme einwilligen und das Unternehmen
wird Bestandteil des Fiat Konzerns. Diese
Eingliederung verschafft Enzo Ferrari
finanzielle Sicherheit und dennoch die
Möglichkeit, seine Träume vom Rennsportwagen
weiter zu verwirklichen. Und ein
zusätzlicher Effekt wird geschaffen - unter
Fiat werden Ferraris nicht mehr als reine
Rennsportautos konzipiert, sondern, es
werden zivile Varianten für die Straße
gebaut. Vor allem der amerikanische Markt
giert nach der Marke mit dem springenden
Pferd. Immer wieder schafft es Ferrari in
den kommenden Jahrzehnten, Maßstäbe im
Seriensportwagen zu setzen und schöpft dabei
aus den Erfahrungen der
Rennwagenkonstrukteure.
Sicherlich verhindert die hohen Preise der
Ferrari Modelle einen wirklichen Marktanteil
im zivilen Automobilbereich, aber gerade
diese Exotik macht den Reiz eines Ferrari
bis heute aus. Wie sehr das Unternehmen
durch den Firmengründer geprägt ist, zeigte
sein Tod im Jahr 1988. Mit dem bekannt
werden des Todes stiegen die Preise für
Ferrari kurzzeitig um ein Vielfaches, da
sich niemand vorstellen konnte, dass auch
ohne Enzo weiterhin Ferraris entstehen
konnten. Den Gegenbeweis lieferte das
Unternehmen im Jahre 2002, als mit dem
Ferrari Enzo ein Supersportwagen präsentiert
wurde. 349 ausgewählte Ferrari Kunden
sollten das Privileg erhalten, eine Ferrari
Enzo kaufen zu dürfen.
Noch vor Produktionsbeginn war diese
limitierte Auflage verkauft. Daraufhin
wurden weitere 50 Exemplare gebaut, so dass
insgesamt 399 Ferrari Enzo entstanden.
Die runde Zahl 400 wurde erreicht, als im
März 2005 ein weiterer Wagen gebaut und an
Papst Johannes Paul II übergeben wurde.
Dieser zeigte sich geehrt und gleichzeitig
eines Geschenkes dieser Form als würdig, da
er den 400sten Ferrari Enzo zu Gunsten der
Zunami Opfer versteigern ließ. Für mehr als
eine Million Euro brachte der Wagen ein.
Basierend auf dem Ferrari Enzo, der intern
als FX bezeichnet wird, wurde im Jahr 2005
eine weitere Sonderserie unter dem Namen
Ferrari FXX gebaut. Diese auf 20 Fahrzeuge
begrenzte Sonderserie ist der derzeit
stärkste Traum eines Ferrari mit 800 PS.
|