|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
Die
Chrysler LLC ist ein US-amerikanischer
Automobilhersteller mit Sitz in Auburn Hills, Michigan.
Sie ist im mehrheitlichen (80,1 %) Besitz der
Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management. Bis
1998 war Chrysler unter dem Namen Chrysler Corporation
ein selbständiges Unternehmen, ging danach infolge der
Fusion mit der Daimler-Benz AG in der DaimlerChrysler AG
auf. Im Mai 2007 entschied sich die Unternehmensleitung
von DaimlerChrysler zum mehrheitlichen Verkauf von
Chrysler, dieser wurde am 3. August 2007 abgeschlossen.
Die Daimler AG hält weiterhin die übrigen Anteile (19,9
%) an der Chrysler LLC.
Geschichte
Nachdem Walter P. Chrysler 1919 als Vizechef von General
Motors zurückgetreten war, nahm er ein Angebot von
Willys-Overland an und wurde geschäftsführender
Vizepräsident des Unternehmens. Unter seiner Führung
kehrte das zuvor stark defizitäre Unternehmen in die
Gewinnzone zurück. 1921 wechselte Walter P. Chrysler zur
traditionsreichen Maxwell Motor Company, die nach der
Fusion mit Chalmers in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
war. 1923 wurde die Fertigung der Chalmers-Modelle
eingestellt. 1924 wurde der erste Chrysler Six
vorgestellt. 1925 wurde die Chrysler Motor Corporation
gegründet und Maxwell übernommen.
1928 übernahm das neue Unternehmen die Dodge Brothers
Inc (ein Unternehmen, das mehr als viermal so groß wie
Chrysler selbst war) und wurde damit zum drittgrößten
Automobilbauer der USA. Marken des Konzerns waren
bereits zu diesem Zeitpunkt: Chrysler, Dodge, Imperial,
DeSoto und Plymouth.
1957 erwarb Chrysler von Ford Anteile an der
französischen Firma Simca, 1963 besaß Chrysler 63
Prozent an Simca. 1964 übernahm Chrysler die Mehrheit
bei der britischen Roots Group, die die Automarken
Hillman, Sunbeam, Singer und Humber sowie die LKW-Marken
Karrier und Commer herstellte. 1967 erwarb Chrysler die
Mehrheit am spanischen LKW-Hersteller Barreiros Diesel
SA. 1978 mussten die europäischen Aktivitäten aufgrund
wirtschaftlicher Schwierigkeiten an Peugeot verkauft
werden.
1979 stand das Unternehmen vor dem Konkurs. Am 7.
September beantragte es 1,5 Milliarden USD in
Bürgschaften von der US-Bundesregierung, um den
Konkursfall abwenden zu können. Gleichzeitig wurde Lee
Iacocca, der bisher dem Vorstand von Ford Motor Company
angehörte, als CEO von Chrysler eingesetzt. Dieser
erwies sich als fähiger Öffentlichkeitssprecher für die
Firma und erschien persönlich in Fernsehwerbespots, bei
denen er den Zuschauern riet: "Wenn Sie ein besseres
Auto finden, kaufen Sie es!" Er wurde zu einer
Symbolfigur für Japan-bashing und den Stolz auf
US-amerikanische Produkte. Sein Buch Talking Straight
war eine Replik auf das Buch Made in Japan von Akio
Morita.
Etwas widerwillig verabschiedete der US-Kongress am 20.
Dezember 1979 ein Gesetz "Chrysler Corporation Loan
Guarantee Act of 1979" (Public Law 96-185), das am 7.
Januar 1980 von US-Präsident Jimmy Carter unterschrieben
wurde. Mitarbeiter und Vertragshändler von Chrysler
hatten zuvor in jedem einzelnen Kongressbezirk
Lobbyarbeit geleistet, weil sie Angst um den Verlust
ihrer Existenz hatten. Durch diese staatliche Hilfe
sowie einige innovative neue Automodelle (wie z.B. das
K-car, aber insbesondere die Erfindung des minivan
Konzepts) wendete Chrysler den Konkurs ab und konnte
sich allmählich zurückkämpfen. 1987 erwarb Chrysler die
American Motors Corporation (AMC), wodurch auch die
Marke Jeep in den Besitz Chryslers überging.
1998 fusionierte Chrysler mit Daimler-Benz in einer
Merger of Equals („Fusion unter Gleichen“) zur neuen
DaimlerChrysler AG.
Im Mai 2007 wurde der Teilverkauf das Unternehmens an
den Finanzinvestor Cerberus Capital Management bekannt
gegeben, am 3. August 2007 wurde dieser abgeschlossen,
womit die Chrysler LLC entstand.[1] Das bisherige
Mutterunternehmen DaimlerChrylser, das fortan als
Daimler AG firmiert, behielt eine 19,9-prozentige
Minderheitsbeteilung an Chrysler.
Im August 2007 wurde Robert Nardelli zum neuen
Geschäftsführer ernannt.
Marken der Chrysler LLC
Die Chrysler LLC ist im Besitz weiterer Marken, die nicht mehr produziert und
vertrieben werden:
- DeSoto (bis 1961)
- Eagle (bis 1998)
- Plymouth (bis 2001)
|
|
|
|
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Chrysler aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia und steht unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia
ist eine
Liste der Autoren verfügbar. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|