Außer
Michael Jagamara Nelson gestaltet 1989 ein
zweiter australischer Künstler einen BMW M3: Ken Done, prominenter Maler und Graphik-Designer.
Platziert man sein modern gestaltetes Automobil neben
den im tradierten Papunya-Stil bemalten M3 Nelsons,
so verdeutlichen die beiden Rennsportfahrzeuge die
zwei entgegen gesetzten Kulturen des australischen
Kontinents. Für Ken Done ist die Bemalung eines
Automobils dabei weniger ungewöhnlich: Postkarten,
Kalender, T-Shirts und andere Gebrauchsgegenstände
zierend, erfreuen sich seine Bilder weltweit einer
hohen Popularität.
Ken Done, in dessen Werk die Grenzen
zwischen
kommerzieller und zweckfreier Kunst verschwimmen,
genießt heute als einer der bedeutendsten modernen
Maler Australiens internationale Anerkennung.
1940
in Sydney geboren, verlässt er schon mit 14 Jahren
die Schule und beginnt ein Kunststudium an der
National Art School in Sydney. Anschließend erobert
er als herausragender Graphik-Designer die
Werbebranche. Seine Laufbahn ist mit zahlreichen
Preisen gekrönt, u. a. mit dem begehrten "Cannes
Gold Award".
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Ken Done beim bemalen eines BMW M3 |
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1980, nach zwanzig erfolgreichen Jahren als
Creative-Director und Art Director in Sydney, New
York und London zieht Ken Done sich aus dem Beruf
zurück, um der Malerei mehr Zeit zu widmen. Noch im
selben Jahr bestreitet er seine erste eigene
Ausstellung in der Holdsworth Gallery in Sydney.
1988 wird ihm die Außengestaltung der Pavillons von
Australien und den Vereinten Nationen auf der EXPO
in Brisbane / Australien übertragen. Seine Arbeiten
sind heute in Museen, Ausstellungen und
Privatgalerien auf der ganzen Welt zu sehen. Ken
Dones Bilder spiegeln in leuchtenden Farben und
kräftigen Pinselstrichen das Gesicht eines modernen
Australiens wider: Sonnige Strände, semi-tropische
Landschaften und eine üppige Pflanzenwelt werden zu
Sinnbildern von Lebensfreude und Unbeschwertheit. In
der Farbigkeit seiner Malerei lässt sich Ken Done von
den Werken Henri Matisses beeinflussen. Das Bild
"Lunch with Matisse" von 1979 ist eine Hommage an
den französischen Maler.
Optimistisch und farbenfroh wie seine Bilder
gestaltet Ken Done auch das Rennsportfahrzeug. Dabei
soll die Bemalung einerseits etwas von der
Faszination zum Ausdruck bringen, die der M3 als
schnelles Fahrzeug auf ihn ausübt, andererseits soll
sie typisch australisch wirken. Er entscheidet sich
für die abstrakte Darstellung von Papageien und
Papageienfischen: "Beide sind schön und bewegen sich
mit phantastischer Geschwindigkeit. Ich wollte, dass
mein Art Car dasselbe zum Ausdruck bringt." Bevor der BMW M3 von Ken Dones Künstlerhand
gestaltet wird, war er bereits im australischen
Motorsport erfolgreich: 1987 gewann Jim Richards mit
ihm die Fahrermeisterschaft in der australischen
Gruppe A. |
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Auto Art - BMW M3 von Ken Done |
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Kunstobjekt BMW M3: (1989 von Ken Done
erschaffen)
Motor: Vierzylinder in Reihe
Hubraum:
2332 cm3
Leistung:
300 PS
Vmax.: 281 km/h |