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Als erste BMW 6er-Baureihe ist ein zweitüriges,
viersitziges Coupé bezeichnet. Das Modell ordnete sich
zwischen der oberen Mittelklasse (5er BMW) und der
Oberklasse (7er) ein.
Der BMW E24 stellte sich im März 1976 als Nachfolger des BMWs
9E auf dem Genfer Autosalon vor. Er nahm zum
größten Teil das Erscheinungsbild der 1977 präsentierten
7er-Serie E23 vorweg, basierte aber auf der
überarbeiteten und im Radstand leicht verkürzten
Bodengruppe des
5ers der Baureihe E12. Die offizielle
Typ-Bezeichnung ist BMW 6 CS. |
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Der E24 war im Gegensatz zum Vorgänger länger und
breiter, in erster Linie aber schwerer, was einerseits
der komfortorientierten Ausrichtung der neuen Coupés zu
verdanken ist. Die Karosseriestruktur war schon im
Entwicklungsstadium Crashtests unterzogen worden,
deshalb führten die Ergebnisse andererseits zu einer
zwar schwereren, aber auch eindeutig steiferen und
sichereren Karosserie. Die neu hinzugekommene B-Säule
wurde mit einer aus schwarzem Kunststoff gefertigte
Verkleidung versehen, dadurch erhielt sie den
Eindruck, das (wie beim Vorgänger) seitlich eine durchgehende
Fensterfläche wäre. Wegen der B-Säule war es
möglich, die hinteren Seitenscheiben aber nur noch zum
Teil zu versenken.
Der damalige BMW-Chefdesigner Paul Bracq hatte im
Interieur des E24 das mit der 1972 präsentierten ersten
BMW 5er-Reihe (E12) eingeführte Designelement des
fahrerbezogenen Cockpits weiter verfeinert. Dieses
Designelement war über 25 Jahre bei allen Serienmodellen
außer dem
BMW M1 zu finden.
Anfangs wurde der E24 ganz bei Karmann hergestellt. Ab
August 1977 wurden dort aufgrund schwankender Qualität
nur noch die Rohkarossen gefertigt und im Werk
Dingolfing endmontiert. Es wurden durchweg
Sechszylinder-Reihenmotoren mit einer Leistung zwischen
135 und 210 kW gebaut. Insgesamt wurden 86.219 Exemplare
dieses Modells produziert. Die Firmen Alpina, Herbert
Hartge und Schnitzer Motorsport stellte auch verdelte
Modelle zur Verfügung, unter anderem das |
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Innenraum vom BMW E24 |
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Alpina B7 Turbo Coupé mit einer
Leistung von bis zu 243 kW/330 PS.
Die ersten beiden
Serien-Autos, ein 630 CS (mit
der Fahrgestellnummer 4360001)
und ein 633 CSi (mit der
Fahrgestellnummer 4375001),
verließen am 15. Oktober 1975
das Band.
Der letzte E24, ein
635 CSi
Automatik in Lachssilber (mit
der Fahrgestellnummer 1280940)
wurde am 14. April 1989
hergestellt und am 31. Mai 1989
an den Kunden in Deutschland
geliefert. Die Baureihe wurde
damit nach insgesamt 86.219
hergestellten BMW-Fahrzeugen zum
Vorteil von größeren 8er-Coupés
E31 abgelöst.
Mit einem Produktionszeitraum
von 13 Jahren gehört der E24 zu
der am längsten laufenden
Modellreihe von
BMW.
Modelle der ersten BMW 6er-Reihe:
1976: BMW 630 CS und 633 CSi
Zur Serieneinführung hatten der BMW 630 CS einen 3,0
l-Vergasermotor und der 633 CSi einen 3,2
l-Einspritzmotor. In den USA wurde zum Verkaufsstart der
630 CSi mit serienmäßigem Katalysator zur Verfügung
gestellt. Der Basispreis für den 630 CS war DM 40.600,-
und für den 633 CSi DM 43.100,-.
Zur technischen Neuerung gehörte die so genannte Check
Control. Diese konnte auf Knopfdruck dem Fahrer die
Funktion der Brems- und Schlußleuchte, korrekten
Füllstand von Kühlmittel, Motoröl, Bremsflüssigkeit
und Scheibenwaschwasser und
ausreichende Dicke der
Bremsbeläge anzeigen. |
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BMW E24 - Baujahr 1976 |
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Die Serienausstattung war nach
damaliger Norm auf jeden Fall
umfassend, sie bestand neben
Komfortmerkmalen aus
elektrischer Zentralverriegelung, elektrischen
Fensterhebern, verstellbarem Außenspiegel,
höhenverstellbarem Fahrersitz, längsverstellbarem
Lenkrad und Wärmeschutzglas. Dazu gehörten noch auch
Sicherheitsdetails wie die Verbundglas-Frontscheibe und
die Servolenkung mit Sicherheitslenksäule. Darüber
hinaus kamen noch Alufelgen, Halogenscheinwerfer und
eine Nebel-Schlußleuchte hinzu. Der Drehzahlmesser war
damals auch eine Besonderheit. Die bei Karmann
hergestellten E24 verfügten serienmäßig über
Teilleder-Sitze (Sitz- und Lehnenfläche Stoff, Sitz- und
Lehnenwangen Leder). Die dann ab 1977 bei
BMW
hergestellten 6er verfügten sogar über Ledersitze.
Zu den ab Werk erhältlichen Sonderausstattungen gehörten
zum Beispiel die Klimaanlage, ein
3-Gang-Automatikgetriebe und ein wahlweise manuelles
oder elektrisches Schiebedach.
1978: BMW 635 CSi
Der
635 CSi ergänzte 1978 mit einem 3,5 l-Einspritzmotor
mit einer Leistung von 218 PS das Modellangebot, dessen
Preis DM 49.400,- betrug. Im Vergleich zu den zwei
anderen Modellen gab es bei diesem Modell schon
äußerliche Unterschiede bei Front- und Heckspoiler,
seitlichen Zierstreifen und den BBS-Alufelgen im
Kreuzspeichen-Design.
Der
BMW 635 CSi verfügte über straffere Stoßdämpfer mit
gesteigerten Stabilisatoren, ein Fünfganggetriebe und
ein Sperrdifferential mit 25 % Sperrgrad (gegen Aufpreis
40%). Die Sportsitze vorne wurden von Recaro gefertigt
und die Instrumente im Cockpit waren mit roten Zeigern
versehen. |
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1979: BMW 628 CSi
1979 erschien der 628 CSi, dessen 2,8 l-Einspritzmotor
mit 184 PS aus dem 528i stammte und die Motor- und
Fahrleistungswerte des alten Dreiliter-Motors fast
erreichten. Dank der L-Jetronic des 2,8 l-Motors ergab
sich nicht nur eine bemerkenswerte Verbrauchsreduzierung
in erster Linie im Stadtverkehr, sondern auch die
Laufkultur des kleineren Motors war besser. Der Preis
des BMW 628 CSi
betrug zu Beginn DM 46.000,-.
1982: Erste Modellpflege
Die offizielle Typ-Bezeichnung lautete jetzt BMW 6 CS/1.
Grundlegende Modifizierungen fanden zur großen
Modellpflege Mitte 1982 insbesondere auf der technischen
Seite statt. So wurde der 6er sowohl motorentechnisch
wie auch fahrwerkseitig auch auf den Stand des E28
gebracht. Durch die Überarbeitungen am Fahrwerk war es
möglich, auch die Karosseriestruktur zu verändern, die
Karosserie wurde außerdem nicht nur rund 50 kg
leichter, sondern auch steifer. Statt der L-Jetronik des
635 CSi wurde die modernere Motronic von BOSCH
verwendet. Der Motor des 628 CSi blieb unverändert. Der
633 CSi wurde in Deutschland nicht mehr zur Verfügung
gestellt, für andere Märkte lief dessen Herstellung noch
bis 1984. Das ABS ist für den 635 CSi jetzt serienmäßig,
für den 628 CSi ist es auf Wunsch lieferbar und wurde
erst 1984 zur Serienausstattung. Durch das reduzierte
Gewicht, die veränderte Motorsteuerung und die nunmehr
serienmäßigen 5-Gang-Schongetriebe war es möglich, die
Verbrauchswerte eindeutig zu senken: beim 628 CSi um 9,1
% oder 1 l/100 km, beim 635 CSi sogar 17,9 % oder 2,1
l/100 km.
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Auch im Innenraum fanden Veränderungen statt: Der
Tachometer befand sich nicht mehr in der Mitte der
Instrumentenkombination, sondern wie bei den schon
eingeführten E28 und modellgepflegten
E23 waren Tacho
und Drehzahlmesser nun gleich groß und nach außen zu
finden. Tankuhr und Temperaturanzeige waren in der Mitte
übereinander angeordnet, dazwischen befand sich die im
E24 nun ebenso vorhandene Service-Intervall-Anzeige, die
aus der Motorbelastung und Kaltstarthäufigkeit die Zeit
bis zum nächsten Ölwechsel oder der nächsten Inspektion
errechnete, darüber hinaus wurde einmal pro Jahr zum
Bremsflüssigkeitswechsel aufgerufen.
Die Check-Control wurde nicht mehr |
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nur auf Tastendruck
aktiv, sondern kontrollierte nunmehr selbsttätig
Kühlmittelstand, Motorölstand, Abblendlicht, Bremslicht,
Schlusslicht, Kennzeichenleuchten und Waschwasserstand.
Ein elektronischer Gong und eine zentral platzierte
Warnlampe machten auf einen Fehler aufmerksam. Die
Kontrolle des Bremsflüssigkeitsstandes und der
ausreichenden Stärke der Bremsbeläge erfolgte separat.
Der für den 628 CSi als Sonderausstattung erhältliche
und im
635 CSi serienmäßige Bordcomputer war ebenfalls
neu. Dieser konnte nicht nur Uhrzeit und Datum, sondern
auch Außentemperatur (mit Eiswarnung unter +3 °C),
Durchschnittsgeschwindigkeit und -verbrauch anzeigen.
Mit dessen Hilfe war es möglich, auch eine
Geschwindigkeitsgrenze zu programmieren, bei deren
Überschreiten ein Gongsignal warnte. Darüber hinaus war
es möglich, eine Reiseentfernung einzugeben. Aus dieser
Entfernung versuchte der Bordcomputer unter Zuhilfenahme
der dann nach Reiseantritt schon zurückgelegten
Entfernung und der Durchschnittsgeschwindigkeit eine
Ankunftszeit zu bestimmen. Eine Wegfahrsperre nach
Codeeingabe war es ebenfalls möglich, die nach
Wiedereinschalten der Zündung zum erneuten Eingeben des
Codes aufrief, andernfalls die Zündung sperrte und nach
dreimaligem Fehlversuch die Fahrzeughupe für 30 Sekunden
einschaltete. Ab 1984 wurde die rollierende Anzeige der
Angaben verwendet.
Auch Heizung und Lüftung wurden modifiziert: Statt der
drei Drehregler für Temperatur (links), Luftmenge
(mittig, bis 1979 mit analoger und später digitaler Uhr)
und Luftverteilung (rechts) wurden zwei äußere
Drehregler für Temperatur und Luftmenge verwendet,
dazwischen gab es drei Schieberegler für die Verteilung
der Luftmenge. Die Innenraumtemperierung erfolgte durch
eine elektronische Temperaturregelung. Die digital
anzeigende Uhr befand sich darunter an der rechten Seite
der Mittelkonsole, links daneben war Platz für das
Autoradio. Das Funktionsschema der als Sonderausstattung
lieferbaren Klimaanlage wurde jedoch nicht modifiziert.
Eine Verteilung der gekühlten Luft zur Frontscheibe oder
zum Fußraum war nicht möglich.
Die serienmäßige Zentralverriegelung verfügte über eine
ergänzende Entriegelungssperre. Dadurch wurde
verhindert, dass das Auto bei aktivierter Sperre von
innen geöffnet werden kann. Die Heizung der
Scheibenwaschdüsen und des Fahrer-Außenspiegels erfolgte
automatisch und sie wurde für das Fahrertürschloß durch
Betätigen des Türgriffs aktiviert.
Äußerlich wurde nur der Front- bzw. Heckbereich leicht
modifiziert. So wurden die Frontschürzen größer verbaut.
Die (optionalen) Nebelscheinwerfer waren jetzt bündig
eingebaut, am Heck reichte die Stoßstange bis an die
Radläufe heran. Die (serienmäßigen) Nebelscheinwerfer
waren beim 635 CSi nun in den Frontspoiler eingebaut.
In Deutschland kostete ein 628 CSi nun (03/82) DM
51.800,-, ein
635 CSi DM 61.300,-; vor dem Übergang zur
zweiten Modellpflege (04/87) lag der Preis des 628 CSi
bei DM 67.000,- und der des 635 CSi bei DM 78.000,-.
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Foto ©
BMW AG |
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