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1984: M635 CSi
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Ab 1984 erschien eine Sportversion des BMW 635 CSi, die
einen vom
BMW M1 stammenden, jedoch veränderten
Vierventil-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC)
und sechs Einzeldrosselklappen hatte. Motorcode für den
hochverdichteten Motor war BMW M88/3, für den
niederverdichteten Motor für die Fahrzeugvariante mit
geregeltem Drei-Wege- Katalysator S38B35. Die niedrigere
Verdichtung für den S38B35 war erforderlich, denn
bleifreies Benzin war damals noch nicht mit einer dem
Superbenzin ähnlichen, hohen Oktanzahl verfügbar. Der
M635 CSi betrug 1983, als er zum ersten Mal in den
Preislisten erschien, DM 89,500,-; im September 1986 als
M635 CSi mit Katalysator DM 102.050,-. |
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Das verstärkte Schaltgetriebe mit der Bezeichnung
280/5 von Getrag ist zwar ein Sportgetriebe mit
längerem ersten Gang und enger Spreizung, allerdings
verfügte es aber nicht über das Sport-Schaltschema mit
hinten links liegendem ersten Gang des M3 E30 oder
früherer Sportgetriebe. Das Hinterachsgetriebe hatte ein
Lamellen-Selbstsperrdifferential mit 25 % Sperrgrad.
Eine Tieferlegung um 10 mm, andere Federn und
Gasdruck-Stoßdämpfer und verstärkte Stabilisatoren
sorgten für die höheren Fahrleistungen des Autos.
Verstärkt wurden auch die Bremsen, es wurden vorne nun
größere Bremsscheiben mit 300 mm Durchmesser (innenbelüftet)
eingesetzt, zusätzlich kamen es Vierkolben-Festsättel
zum Einsatz, das Bremssystem wurde als
Doppel-Zweikreisbremssystem ausgelegt. ABS war
serienmäßig erhältlich. Die größere Batterie mit nunmehr
88 Ah befand sich im Kofferaum, einerseits war im
Motorraum kein Platz mehr, andererseits wurde durch die
damit höhere Belastung der Hinterachse die Traktion
verbessert.
Bezüglich äußerlicher Änderungen hatte der M635 CSi im
Vergleich zu den anderen Modellen einen tiefer
heruntergezogenen Frontspoiler mit eingebauten
Nebelscheinwerfern, einen Heckspoiler (wie 635 CSi) und
in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel. Fahrer- und
Beifahrer-Außenspiegel waren bei diesem Modell
serienmäßig.
Der Innenraum hatte Sportsitze und ein
Sport-Lederlenkrad serienmäßig, ebenfalls eine
modifizierte Instrumentierung mit Tachometer bis 280
km/h und Drehzahlmesser bis 8000 1/min mit rotem Segment
ab 6900 1/min, die bei den anderen Modellen im unteren
Segment des Drehzahlmessers vorhandene Verbrauchsanzeige
entfiel, wurde aber nicht wie bei anderen M-Modellen (zB.
M3 E30 und alle späteren M-Modelle) gegen eine
Motoröl-Temperaturanzeige ausgetauscht; an dieser Stelle
war das "///M"-Logo zu finden.
Er hatte mit 210 kW bei 6500 1/min und 340 Nm bei 4500
1/min bei einem Leergewicht von rund 1510 kg eine
Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h und eine
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden.
1987: Die zweite Modellpflege
Die zweite, durchgeführte Modellpflege wurde äußerlich
auffälliger modifiziert. Die für den US-Markt schon
bekannten, vergrößerten Stoßfänger wurden vorn wie
hinten angepasst und durch die aus seinerzeit aktuellen
BMW-Modellen bekannten Prallboxen an alle Modelle
installiert. Der Frontspoiler, der noch voluminöser
wurde, war jetzt für 635 CSi und M635 CSi identisch. Die
vergrößerten Stoßfänger sicherten auch die jetzt auf
4815 mm angewachsene Fahrzeug-Länge.
Bezüglich der Technik wurde er auf den Stand des E32/E34
gebracht. Dies kam am deutlichsten durch die Verwendung
der jetzt in allen BMWs eingebauten
Ellipsoidscheinwerfern zum Ausdruck. Selbst die
Nebelscheinwerfer verfügten über diese Linsentechnik.
Der 628 CSi wurde nicht mehr produziert, der 635 CSi
hatte den überarbeiteten 3,5 l-Motor der
E32/E34-Baureihen mit 155 kW/211 PS (mit Katalysator)
bzw. 162 kW/220 PS (ohne Katalysator). Die im Programm
behaltenen Modelle 635 CSi und M635 CSi wurden jetzt
serienmäßig als Katalysator-Modelle zur Verfügung
gestellt, die aktuellen hochverdichteten, kat-losen
Versionen waren aber weiterhin auf Kundenwunsch
erhältlich.
Ein 635 CSi (Kat.) kostete im Juni 1987 DM 80.000,- und
der M635 CSi (Kat.) DM 106.000,-.
Die offizielle Typ-Bezeichnung blieb zwar nach wie vor
BMW 6 CS/1, inoffiziell wurde diese letzte Variante des
E24 aber oft als CS/2 bezeichnet.
Trotz dieser Modellpflege machte nicht zuletzt der schon
1986 hergestellten Siebener der
Baureihe E32 eindeutig:
Der E24 war zwar ein schönes, aber technisch nur noch in
wenigen Details aktuelles Fahrzeug.
Alpina:
Ab 1978 funktionierte Alpina als eigenständiger
Fahrzeughersteller. Zu den ersten richtigen Alpinas
gehörte das zu Beginn als BMW Alpina 630 Turbo
bezeichnete B7 Turbo Coupé. Dieses setzte sich mit 300
PS und 260 km/h nicht nur in den sportwagenähnlichen
Leistungsdaten, sondern mit 79.990 DM auch preislich
nach oben ab. Aber auch bezüglich der Technik war der B7
Turbo-Antrieb bemerkenswert: Den maximalen Ladedruck des
Turbolader war es möglich, per Dampfrad vom Fahrersitz
aus von maximal 1,85 bar auf 1,55 bar abzusenken. Eine verbesserte Leistungsentwicklung bei niedrigen
Drehzahlen sicherte eine spezielle abgestimmte
Resonanz-Aufladung. Die Einspritzung wurde von einer
elektronisch gesteuerten, luftmengenmessenden Pierburg
DL-Anlage übernommen und der richtige Zündzeitpunkt
sicherte eine gleichermaßen elektronische, kontaktlos
gesteuerte Dr. Hartig-Zündanlage.
Nachdem von
BMW die neue Bosch Motronic verwendet wurde,
profitierten die B7turbos ebenso von dieser
Motorsteuerung. Diese integrierte und koordinierte hier
die Steuerung von Ladedruck, Zündung und Einspritzung.
Nachdem Alpina als erster Fahrzeughersteller die neuen
Metallkatalysatoren von Emitec, infolge des niedrigeren
Abgas-Gegendrucks im Vergleich zu Katalysatoren mit
Keramikträger in der Serienfertigung verwendete, wurde
von der Motronic auch die Lambdaregelung übernommen. Die
nicht ganz so starken Modelle B9 und B10, die aber dank
ihrer Ausgewogenheit aufgrund der starken Saugmotoren in
bester Tradition der herkömmlichen Gran Turismo standen,
blieben im Schatten der Aufmerksamkeit.
Schnitzer
Vom 635 CSi des Typs 6 CS/1 hatte die Firma Schnitzer
1982/83 insgesamt 17 Autos zu einem Schnitzer S6
überarbeitet. Der S6 verfügte über einen
leistungsgesteigerten Motor mit 180 kW/245 PS bei 6000
1/min und ein Drehmoment von 322 Nm, seine
Höchstgeschwindigkeit lag bei 244 km/h.
Hartge
Auch von der Firma Herbert Hartge GmbH wurde zwischen
1982 und 1987 vom E24 Umbauten hergestellt. Auf der
Basis des 635 CSi erschien der H6s mit 177 kW/240 PS und
der H6sp mit 187 kW/254 PS, mit Höchstgeschwindigkeiten
von 235 bzw. 243 km/h.
Darüber hinaus wurde auf der Basis des M635 CSi der
H6-24 gebaut, bei dem die Nockenwellen modifiziert
wurden und die Verdichtung auf 11,0:1 angehoben wurde.
Mit einer auf dieser Motorenänderung abgestimmten Motronic
erreichte man eine Motorleistung von 244 kW/330 PS bei
6800 1/min und ein Drehmoment von 355 Nm bei
unveränderten 4500 1/min. Der H6-24 hatte damit eine
Höchstgeschwindigkeit von
262 km/h und eine Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h
in 6
Sekunden.
Ebenfalls wie Schnitzer bot auch Hartge Spoilersätze,
Fahrwerksmodifikationen, Sportlenkräder und Alufelgen.
Art Cars
In der Serie der
BMW Art Cars, bei denen einzelne Autos
von bekannten Künstlern gebaut werden, sind auch zwei
BMWs der Baureihe E24 zu finden:
Im Jahre 1982 hat
Ernst Fuchs einen 635 CSi gebaut, der
als "Feuerfuchs auf Hasenjagd" bezeichnet wurde.
Zum
ersten Mal in der Geschichte der
BMW Art Cars wurde
nicht ein Rennfahrzeug als Kunstwerk lackiert, sondern
ein Serienfahrzeug.
1986 hat der US-amerikanische Künstler Robert
Rauschenberg einen gestaltet, der ebenfalls ein
serienmäßiges 6er Coupé war, diesmal aber eines in
US-Ausführung. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wurde
der künstlerische Entwurf nicht durch Lackierung,
sondern mittels photographischer Techniken auf die
Karosserie übertragen.
Beide Modelle sind reine Ausstellungsstücke und wurden
nie für Straßenverkehr oder - wie ihre Vorgänger - für
Rennen verwendet.
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L6 und M6
Ab Modelljahr 1987 wurde der BMW 635 CSi in den USA und
Kanada mit dem niederverdichteten Motor und
serienmäßigem Katalysator unter der Verkaufsbezeichnung
BMW L6 zur Verfügung gestellt. Ab der zweiten
Modellpflege (CS/2) hieß das Fahrzeug dann wieder 635
CSi, und bei der Innenausstattung kam die lederbezogene
Armaturentafel nicht mehr zum Einsatz.
Der M6, der gleichzeitig mit dem europäischen Kat-M635
CSi erst ab Modelljahr 1987 in den USA im Angebot war,
verfügte bis auf die serienmäßigen Sportsitze über die
selbe Innenausstattung wie der L6. Die Modelle in
Nordamerika trugen, ebenfalls wie die in Japan, im
Front-Kühlergrill und auf der Kofferraumklappe ein
///M6-Emblem, in Europa war hier nur das auch an der
Kofferraumklappe vorhandene ///M-Emblem zu finden.
Die L6-Ausstattung wurde ab der zweiten Modellpflege
1987 auch in Europa für den 635 CSi und M635 CSi als so
genannte Highline-Ausstattung zur Verfügung gestellt, in
Deutschland zu einem Aufpreis von 11.275,- bis 12.500,-
DM.
Zum BMW 6er gehören zwei
verschiedene Coupé-Modellbaureihen:
Die erste BMW 6er-Baureihe: 1976-1989 (interne
Bezeichnung: BMW E24)
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Die zweite BMW 6er-Baureihe: seit 2003 (E64 + E65)
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Foto ©
BMW AG |
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