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Der BMW 507 wurde in den USA erfunden. Die ersten
konkreten Überlegungen zum Bau eines Zweisitzers fanden
1954 statt. Dieser sollte der Marke BMW als sportliches
Flaggschiff ein moderneres Image verschaffen.
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Die Ideen von Max Hoffman (Generalimporteur für BMW)
wurden bestätigt und er nahm den Kontakt mit Albrecht
Graf Goertz, einem jungen Designer, den Hoffman in der
New Yorker Gesellschaft kennen gelernt hatte, auf.
Goertz entwarf ein hinreißend schönes Auto und erhielt
den Auftrag, der aber nicht allein die Serienentwicklung
des künftigen Roadsters vorsah. BMW wollte dem
Sport-Zweisitzer auch ein viersitziges Coupé zur Seite
stellen, das nach Belieben auch mit versenkbarem
Cabrioletdach versehen war. Für den Sportwagen war die
Ziffernkombination 507 vorgesehen, für das Coupé 503. |
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Die ersten Karosserien des 507 wurden aus Aluminiumblech
über einer Holzform geklopft. Die ersten Prototypen des
507 waren nach 18 Monaten Entwicklungszeit fertig.
Waldorf-Astoria, New York Der BMW 507, der im Juni 1955 in New York vorgestellt
wurde, war nicht nur ein neues Auto, sondern damit
setzte Graf Goertz auch einen designerischen Maßstab. Im
Salon des Waldorf-Astoria wurden zwei Exemplare eines
bildschönen Sportwagens präsentiert.
Der 507 trug ein völlig neues, aber dennoch eindeutiges
BMW Gesicht.
Die in den ersten Entwürfen nicht vorgesehene
Doppelniere wurde statt hoch jetzt breit gebaut und
schwang sich zwischen den Scheinwerfern elegant über die
ganze Wagenfront. Das schöne Design verfügte über lang
gestreckte Seitenlinien, einen geschwungenen Aufbau und
und eine nicht enden wollende Motorhaube. Die hinter den
Vorderrädern befindlichen seitlichen Lufteinlässe, in
denen das weißblaue Markenzeichen prangte, bezeichneten
sich als charakteristische Merkmale dieses Autos.
Karosserie Die Leichtmetallkarosserie wurde mit einem
Achtzylindermotor, einem Vierganggetriebe und
hydraulisch betätigten Trommelbremsen ausgestattet.
Leistungen Das neue Auto hatte eine Leistung von 150 PS und
verfügte über einen von 3,2 Litern Hubraum, geeignet für
eine Spitzengeschwindigkeit von 220 Kilometern pro
Stunde. Um noch einmal 10 PS mehr als der 503 zu
erreichen, wurden dafür von den Motoreningenieuren
erneut technische Tricks verwendet. So erfolgte die
Erhöhung der Verdichtung von acht Zylindern weiter auf
7,8:1 und die Verwendung von ausgesuchten, besonders
angepassten Teilen.
Auf Wunsch stellte BMW später zusätzlich eine
leistungsgesteigerte Version zur Verfügung, die eine
Leistung von rund 165 PS hatte. Die Verdichtung wurde
auf 9,0:1 erhöht, die Nockenwelle geändert und mit
größerer Kipphebelübersetzung versehen. Zusätzlich
stiegen auch die Ventildurchmesser an, auf 42 Millimeter
einlassseitig und 38 Millimeter auf der Auslassseite.
Die Gemischzufuhr wurde durch größere Vergaser
gesichert.
Der hoch entwickelte Achtzylindermotor
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Die meisten Teile des Basismotors wurden nicht
verändert. Die Kolben mit je vier Ringen liefen in mit
Kühlwasser umspülten Schleuderguss-Laufbüchsen. Der
Antrieb der Ölpumpe erfolgte durch eine Rollenkette. Die
Befestigung der Kipphebelwellen erfolgte folgenderweise: Die inneren Halteschrauben der Lagerböcke waren aus Duralstahl und reichten durch den ganzen Zylinderkopf
bis hinunter ins Gehäuse. So war es möglich, auch in der
Warmlaufphase einen gleichbleibenden Abstand zum
Kurbelgehäuse zu garantieren,
wenn sich die Metalle
verschiedenartig |
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schnell ausweiteten. Dies ergab einen
ausgezeichneten Ventilspielausgleich
zwischen warmem und kaltem Betrieb. Die Ventile wurden im 12 Grad-Winkel zur Zylinderachse
parallel nebeneinander gestellt. Der Achtzylinder besaß ein ölführendes Wellrohr im
Wassermantel, das als Wärmetauscher diente und die
Kaltlaufphase möglichst kurz hielt.
Die BMW Entwickler versuchten in kurzer Zeit diesem
Achtzylinder noch mehr Leistung zu entlocken. Aus diesem
Grunde wurde ein Prototyp mit sphärischem Brennraum und
so genannten „gekreuzten“ Ventilen entwickelt. Dabei
wurden die Ventile eines Zylinders V-förmig gegenüber
gestellt, allerdings nicht in Quer, sondern in
Längsrichtung. Damit konnte einerseits ein schnellerer
und reibungsärmerer Gaswechsel erreicht werden,
andererseits nahm die Baubreite des V8 nicht auf diese
Weise zu, dass er keinen Platz mehr im Motorraum
gefunden hätte. Der Versuchmotor arbeitete im Gegensatz
zu dem sehr laufruhigen Basis-Achtzylinder auch
geräuschvoll. Mit Doppelvergasern gelang es diesem
Triebwerk rund 190 PS zu erreichen und wurde zum
Beispiel auch in dem von Loof entwickelten Sportwagen
erprobt.
Aber für eine Serienproduktion kam der Motor nicht in
Frage.
Das Chassis des 507 basierte, wie der 503, auf dem
Unterbau der
502 Limousine.
Der Vollschutzrahmen war verkürzt und damit war der
Sportwagen eindeutig kürzer als Limousine und 503 Coupé,
die sich bei einem Radstand von 2 835 Millimetern über
eine Gesamtlänge von 4,75 Metern erstreckten.
Die erste Auslieferung Im Dezember 1956 fand die erste Auslieferung des 507
statt. Ein führender Autotester nannte den ersten
Nachkriegs- Sportwagen von
BMW, ein gänzlich
ungewöhnliches, authentisches Auto: „Der BMW 507 ist
zweifellos kein Auto, mit dem die
Bayerischen Motoren
Werke Geld verdienen: Er ist vielmehr Repräsentant der
traditionell sportlichen, früher wie heute äußerst
gediegenen Linie des Hauses". Der BMW 507 war die
Verkörperung eines mondänen Lebensstils.
Schön, aber zu teuer Max Hoffman hatte sich einen Einkaufspreis von rund 12
000 DM vorgestellt, aber die Produktionskosten für den
Aluminium-Sportwagen mit Achtzylindermotor waren viel zu
hoch. Bei seinem Debüt betrug der 507 rund 26 500 DM,
wer ein Hardtop mochte, sollte nochmals 1500 Mark
drauflegen. Auch auf den Auslandsmärkten war die Konkurrenz
zu stark: In Großbritannien stand 1957 die Summe
von 4 201 £ in der Preisliste, während ein Jaguar XK140
mit 1693 £ weniger als die Hälfte kostete und ein Aston
Martin schon ab 3 901 £ zu haben war.
Modellüberarbeitung – 1957
Im Juni 1957 wurde von BMW eine Reihe von detaillierten
Änderungen und Verbesserungen eingeführt, um die
potenziellen Kunden vom 507 zu überzeugen. Bis zu diesem
Zeitpunkt waren 45 Fahrzeuge ausgeliefert worden.
Die wichtigste Änderung war die Verlegung des Tanks: Bei
der zweiten Serie saß er unter dem Kofferraumboden (im
Gegensatz zur ersten Serie, wo er sich hinter den
Vordersitzen befand und 110 Liter fasste) und bot ein
Fassungsvermögen von 65 Litern. |
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1958: nach Belieben auch mit
Scheibenbremsen. Als optionale
Ausstattung wurde von BMW 1958
Scheibenbremsen eingeführt, was damals
ein Novum in der Technik bezeichnete.
251 Exemplare des 507 entstanden bis
1959, dazu kamen noch drei Fahrgestelle
für die Sonderversionen. Der
ursprünglich angepeilte US-Markt gehörte
dabei zu einer der kleinsten, nur 39
Roadster erschienen als Neufahrzeuge auf
dem amerikanischen Markt.
1959 war für 507 das Jahr des Produktionsendes.
Fast alle 507 sind heute noch vorhanden, man rechnet mit
251 Exemplaren, aus denen 5 sich im
BMW Besitz befinden. |
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| Motor: |
V8 Motor |
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| Hubraum: |
3.168 ccm |
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| Getriebe: |
4-Gang
Schaltgetriebe |
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| Kraftübertragung: |
Heckantrieb |
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| Leistung: |
110 kW / 150 PS |
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| Drehmoment: |
180 Nm |
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| Vmax: |
220 km/h |
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| 0-100 km/h: |
11,5
sec. |
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Abmessungen: |
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| Länge: |
4.380 mm |
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Breite: |
1.650 mm |
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Höhe: |
1.260 mm |
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| Leergewicht: |
1280
kg |
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| Baujahr: |
1955 -
1959 |
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| Stückzahl: |
251 |
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| Neupreis: (bei
Markteinführung) |
26.500
DM |
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BMW-Bilder:
BMW
507 |
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