Der
1963 vorgestellte Aston Martin DB5 war eine
überarbeitete Version des Vorgängermodells DB4.
Besondere Aufmerksamkeit erfuhr dieser Wagen durch
seine zahlreichen Auftritte in James Bond Filmen.
Der DB5 ist das wohl bekannteste Bondauto und ist in
den Filmen Goldfinger, Feuerball, GoldenEye, Der
Morgen stirbt nie und dem neuesten Bondfilm Casino
Royale zu sehen.
Der Hauptunterschied zwischen DB4 und DB5 ist der
Motor, dessen Hubraum auf 4 Liter (3995 cm³)
vergrößert wurde. Eine weitere Neuerung stellte das
5-Gang-Getriebe dar. Der Standardmotor leistete im
DB5 mit drei SU-Vergasern 210 kW (282 PS) und
beschleunigte den Wagen auf 238 km/h.
Das Kürzel DB steht für David Brown, den
langjährigen Eigner von Aston Martin.
Modellvarianten
Neben dem klassischen DB5 Saloon lieferte Aston
Martin auch weitere Versionen des Fahrzeugs aus.
DB5 Vantage
Die bei Aston Martin traditionell Vantage genannte
leistungsstärkste Version DB5 Vantage kam mit drei
Webervergasern und einer Leistung von 234 kW (314
PS). Insgesamt wurden nur 65 DB5 Vantage Coupés
gebaut.
DB5 Convertible
In der zweijährigen Bauzeit wurden nur 123
Convertibles (Cabriolets) produziert. Sie trugen
jedoch nie den traditionellen Zusatz Volante. Nur 19
waren linksgelenkt.
DB5 Shooting Brake
Ein sehr ungewöhnlicher DB5 war die Shooting Brake
genannte Kombiversion, von dem nur 12 Fahrzeuge bei
dem freien Karosseriebauer Harold Radford gefertigt
wurden. Ein Problem dieser Kombis war jedoch die
unverändert übernommene Hinterachse, was im
beladenen Zustand ein kritisches Fahrverhalten zur
Folge hatte.
James Bonds DB5
Der Aston Martin DB5 ist das wohl bekannteste
Bondauto und trug mit seinem Auftritt in Goldfinger
(1964) maßgeblich zur Bedeutung des jeweiligen
Dienstwagens des Filmhelden bei. Obwohl Ian Fleming
in seiner Buchvorlage zu dem Film James Bond einen
Aston Martin DB Mark III beschrieb, wurde in dem
Film das damals aktuelle Modell, der DB5,
eingesetzt. Der bei den Dreharbeiten verwendete
Wagen war der Original-Prototyp des DB5, außerdem
wurde ein weiteres Fahrzeug bei den Stunts
eingesetzt. Zwei weitere Fahrzeuge mit der
„Spezialausstattung“ wurden nach der Filmpremiere
für PR-Zwecke gebaut. Im Januar 2006 wurde eines
dieser PR-Fahrzeuge in Arizona für mehr als zwei
Millionen US-Dollar versteigert. Als das Fahrzeug
1970 vom damaligen Besitzer Sir Anthony Bamford an
ein Museum in Tennessee verkauft worden war, betrug
der Kaufpreis 5.000 britische Pfund.
Auch in späteren Filmen wurde der DB5 als Bondauto
eingesetzt. Allerdings wurde nur bei Thunderball auf
das Originalfahrzeug zurückgegriffen.
Für Goldfinger wurden in dem DB5 von "Q" einige
"optional extras" eingebaut:
- Kaliber .30 Browning Maschinengewehre hinter
den vorderen Blinkern
- Ausfahrbare Klingen in den Radmuttern
- Ausfahrbare schusssichere Rückwand
- Funktelefon
- Radaranlage mit Verfolgungsschirm
- Schleudersitz
- Ölspray hinter den Rücklichteinheiten
- Sternnägel, die aus der Rücklichteinheit
geworfen werden können
- Rauchwand aus den Endrohren der Abgasanlage
- Wechselnummernschild mit „BMT 216A“ (UK)
„4711-EA-62“ (F) und „LU 6789“ (CH)
- Rammaufsätze vorne und hinten
- Waffenschrank unter dem Beifahrersitz
- schusssichere Verglasung
Für Thunderball wurde hinten außerdem eine
Wasserkanone installiert.
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