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AutoNews > Verkehrsnews > Merkels Klimaberater Schellnhuber: „Wir wissen es ... |
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19.08.2010 : Merkels Klimaberater Schellnhuber: „Wir wissen es noch nicht“ |
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Quelle:
http://www.auto-reporter.net/ |
Abbekommen hat er sein Fett wegen klimabezogener Angstpredigten schon öfter, der Physiker Hans Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Leiter des Potsdam-Institus für Klimaforschung (PIK) und Vorsitzender des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“. Zur Rede gestellt wird er immer wieder von Wissenschaftlern, die Schellnhubers Thesen widersprechen. Auch die Medien versagen ihm zunehmend die Gefolgschaft, weil es offenbar lediglich eine Behauptung ist, dass der Mensch einen angeblich drohenden folgenschweren Klimawandel maßgeblich mitverantwortet, indem er dem Kohlendioxid nicht konsequent genug den Kampf ansagt. Doch ohne CO2, den vermeintlichen Klimamacher, gäbe es gar kein Leben auf der Erde. Völlig untergeht diese Wahrheit in der anhaltenden Verteufelung der Kraftfahrzeuge, weil deren Verbrennungsmotoren eben auch böses CO2 ausstoßen.
Jetzt hat sich der „Spiegel“ in einem Interview mit Schellnhuber und dessen grundsätzlichen Thesen befasst. Der Befragte räumte ein, die Versuchung sei da, mit Blick auf ein mögliches „Umkippen des Klimas“ zu dramatisieren. Davor müsse man sich hüten, auch wenn man unter dem Eindruck, dass die Leute nicht zuhören, eben auch „etwas lauter“ werde.
Zu berücksichtigen sei in der Klimadebatte aber doch, warf der „Spiegel“ ein, dass von einer generellen Erderwärmung einige Regionen durchaus profitierten. Es sei nicht richtig, immer nur die negativen Folgen eines Klimawandels zu betonen. Darauf Schellnhuber: „Ich gebe Ihnen recht, wir müssen stärker als bisher auch die Chancen und Vorteile für einige Weltregionen ausleuchten. Zumindest temporär wird es durchaus Gewinner geben … Das Problem ist, dass die Folgen des Klimawandels, die guten wie die schlechten, viel zu wenig erforscht sind.“ Kein Wunder. Denn, wie Schellnhuber gesteht, würden über 90 Prozent der Gelder noch immer dafür verwendet, wissenschaftlich zu ergründen, ob der Mensch Schuld am Klimawandel habe. Und zur Selbstverteidigung fügt er gleich noch an: „Dabei ist diese Frage nun wirklich längst geklärt: Er hat“. Wenn aber „diese Frage längst geklärt“ ist, wie Schellnhuber beteuert, werden Forschungsgelder offensichtlich in größerem Umfang weiterhin „gezielt“ zum Fenster hinausgeworfen.
Auf die „Spiegel“-Frage, ob Deutschland eher zu den Gewinnern oder den Verlieren gehöre, bedauerte Schellnhuber, dass die Folgenforschung der übrigen Klimawissenschaft um ein Jahrzehnt hinterherhinke. Das heißt, obwohl die Folgen einer angenommenen Erderwärmung offenbar noch gar nicht bekannt sind, werden bereits Geschütze zu deren Abwehr in Stellung gebracht und die Menschen zunehmend mit „vorbeugenden Maßnahmen“ gegen den Klimawandel drangsaliert.
Einer wie Schellnhuber, den Klimawandel schon vor Augen, hat konkrete Nachfrage zu erwarten. Beispielsweise sollte sich ein „Wissender“ doch schon ein Bild davon machen können, ob die Vorteile oder doch eher Nachteile überwiegen, wenn es wärmer wird. Schellnhubers freimütiges Bekenntnis: „Wir wissen es noch nicht.“ Das freilich muss ja nicht daran hindern, vorab schon mal etwaigen Nachteilen den Kampf anzusagen, zumal sich daraus ein einträgliches Geschäft machen lässt.
Die vom „Spiegel“ angesprochenen haarsträubenden Fehler in Berichten des Weltklimarates IPCC, Anspielung auf das angeblich blitzartige Abschmelzen der Himalaja-Gletscher, nennt Schellnhuber sehr ärgerliche Pannen. Fehler dieser Größenordnung dürfe man sich nicht erlauben. „Wir haben einen Tritt in den Hintern bekommen, der wahrscheinlich ganz heilsam war.“ Auf die heilende Wirkung darf man gespannt sein. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel) |
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