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18.03.2010 :

VW-Finanz-Tochter trotz Krise gewachsen

Quelle: http://www.auto-reporter.net/
Trotz anhaltender Wirtschaftskrise ist es der Volkswagen Financial Services AG gelungen, im Geschäftsjahr 2009 weiter zu wachsen. Die Bilanzsumme des Unternehmens erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 60,29 Milliarden Euro. Vor allem die gestiegenen Risikokosten waren verantwortlich dafür, dass das Vorsteuerergebnis, wie erwartet, nachgab. Mit 554 Millionen Euro lag es rund 30 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Ihren Bestand an Verträgen konnte die VW-Tochter um 10,7 Prozent auf 6,03 Millionen steigern.

Mit Blick auf die Märkte und das Wettbewerbsumfeld ist der Vorstandschef des größten automobilen Finanzdienstleisters, Frank Witter, mit dem erzielten Ergebnis zufrieden. „Wir haben unsere Chancen im Markt aktiv und konsequent genutzt.“ Deutliche Zuwächse verzeichneten die Braunschweiger bei den Kundenfinanzierungen. Hierbei erhöhte sich das Forderungsvolumen um 21,4 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro. Der Bestand an Finanzierungsverträgen wuchs um 17,4 Prozent auf 2,81 Millionen und auch die Zahl der Neuverträge konnte um 25,6 Prozent auf 1,09 Millionen Verträge deutlich gesteigert werden.

Im Leasingbereich stabilisierte sich der Vertragsbestand, wuchs nur leicht um 0,8 Prozent auf 1,1 Millionen. Die Forderungen aus dem Leasinggeschäft sanken im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent auf 13,93 Milliarden Euro. Die Zahl der Neuverträge ging um 21,4 Prozent auf 383.000 Verträge zurück.

Zuwachs gab es beim Bestand an Versicherungsvermittlungs- und Serviceverträgen; dieser stieg um 8,1 Prozent auf 2,12 Millionen. Die Neuverträge legten um 26,4 Prozent auf 1,32 Millionen zu. – Erneut Rekordzuwächse erlebte das Einlagengeschäft; in diesem Geschäftsfeld ist der positive Trend ungebrochen. Im Vorjahresvergleich gab es ein Plus von 42,6 Prozent auf 18,31 Milliarden Euro. Die Zahl der Direktbankkunden wuchs um 16 Prozent auf 939.000.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Vorstand der Volkswagen Financial Services vor allem in saturierten Märkten eine insgesamt stagnierende Volumenentwicklung. Deutliche Chancen sieht man jedoch in den Wachstumsmärkten China und Indien. Witter schätzt das kommende Jahr so ein: „Eine Krise birgt neben Risiken immer auch enorme Chancen. Es gilt für uns also unverändert, nicht nur zu verteidigen, sondern auch aktiv anzugreifen und gerade jetzt parallel auch strategisch wichtige Weichen zu stellen.“ (auto-reporter.net/arie)
 
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