 Wie war das eigentlich, bevor es handliche Navigationsgeräte für Reisende gab? Vor Jahrtausenden orientierte man sich am Stand der Sonne, um eine ungefähre Ahnung davon zu haben, in welche Richtung es ans jeweilige Ziel geht. Wegbilder und Zielrouten auf Wände oder Steintafeln gemalt gaben Anhaltspunkte über den Verlauf der Strecke und die Distanz bis zum Ziel. Es sollten allerdings noch Jahrhunderte vergehen, bis Kartografen ihre Zeichnungen auf transportables Material wie Pergament oder Papier bringen konnten. Im Mittelalter wurde durch die Erfindung des Kompass' die Bestimmung der Himmelsrichtung zum Kinderspiel und ermöglichte bei Kenntnis über die ungefähre Lage eines Ortes auch dessen zielgenaue Auffindung. In der Neuzeit können dank hervorragend ausgebauter Infrastruktur und flächendeckender Beschilderung auch diejenigen problemlos den Weg in eine Stadt finden, die gar nicht im Stande sind, mit Kartenwerk oder Kompass umzugehen. Doch was tun, wenn Schilder fehlen oder nicht gelesen werden können?
"Sie haben Ihr Ziel erreicht"
Mobile elektronische Navigationsgeräte erfahren seit Jahren einen unglaublichen Popularitätsschub und gehören mittlerweile zur Grundausstattung jedes Neuwagens. Die handlichen Orientierungssysteme sind zumeist in der Mittelkonsole des Fahrzeugs angebracht oder verbaut und weisen dem Fahrer über ein Display die Route zu einem vorgegebenen Zielpunkt. Durch vorinstallierte Kartendaten und eine satellitengestützte Ortung der eigenen Position berechnet der interne Computer je nach Wunsch die schnellste, die kürzeste oder die spritsparendste Strecke zwischen aktuellem und angepeiltem Posten. Dank modernster Übertragungstechnik werden auch Informationen zu Staus, Baustellen oder Sperrungen verarbeitet und die Route dementsprechend angepasst. Über akustische Signale oder aufblinkende Symbole auf dem Display erhält der Fahrer Anweisungen zum Einordnen und Abbiegen, sodass man sich getrost aufs Navigationsgerät verlassen kann und ein mühsames Studieren von unübersichtlichen wegweisenden Verkehrsschildern erspart bleibt.
Multifunktionale Helferlein im Verkehr
Mobile Navigationsgeräte gibt es mittlerweile von dutzenden Herstellern und mit zahlreichen Bonusfunktionen. Durch USB-Schnittstellen lässt sich beispielsweise das Kartenmaterial auf den neuesten Stand bringen, ein Touchscreen ist beim Eintippen des Ziels behilflich und dreidimensionale Displaydarstellung vereinfacht das Erkennen des Straßenverlaufs. Damit der Fahrer nicht ständig seine Blicke von der Straße lösen und nach schräg unten schauen muss, können Navis teilweise auch mit Saugnäpfen an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht werden. Hightech-Gerät sind zudem in der Lage, eine halb-transparente Projektion der Wegweisung an die Scheibe zu werfen. Navigationsgeräte stellen eine komfortable und zeitsparende Möglichkeit dar, sich schnell im Verkehr zurechtzufinden. Insbesondere für Fahrer, die häufig in wechselnden Orten unterwegs sind und sich schnell in großen Städten orientieren müssen, ist ein Navi mittlerweile unverzichtbar. Auch Urlaubern, die mit dem Auto ins Ausland fahren, fällt die Beteiligung am Verkehr in fremden Ländern deutlich einfacher. Die meisten mobilen Geräte sind im Übrigen nicht auf den Einsatz im motorisierten Fahrzeug beschränkt, sondern können auch Fußgängern und Radfahrern den richtigen Weg weisen. |