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Retro Classics 2008 verzeichnet
Besucherrekord
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Mehr als 50.000 Liebhaber von
historischen und klassischen Fahrzeugen
feiern die Premiere der Stuttgarter
Oldtimer-Messe im neuen Gelände
Die
achte Stuttgarter Oldtimer-Messe Retro
Classics, die am Wochenende zum ersten Mal
im neuen Messegelände beim Flughafen
stattgefunden hat, ist heute mit einem
Paukenschlag zu Ende gegangen. Mit mehr als
50.000 Besuchern wurde die „magische Hürde“
problemlos genommen und das Ergebnis des
Vorjahrs – damals noch auf dem Killesberg -
um rund 25 Prozent übertroffen. Auch auf der
Ausstellerseite verzeichnet die Messe mit
mehr als 800 Teilnehmern einen Rekord; deren
Flächenbedarf ist folgerichtig von 54.000
auf 75.000 Quadratmeter gestiegen.
| „Die Retro Classics ist den hoch gesteckten
Erwartungen mehr als gerecht geworden“,
freute sich Roland Bleinroth,
Geschäftsführer der Messe Stuttgart,
der am (heutigen) Sonntagmittag eine
erste positive Bilanz zog: „Unsere
Oldtimer-Messe hat bei ihrer
Auftaktveranstaltung im neuen
Gelände an Qualität, Quantität und
Internationalität, was Aussteller
wie Besucher betrifft, deutlich
zugelegt und ihr ausgezeichnetes
Image weiter verbessert.“ Dazu
gehörten ein hochwertiges, Kaufkraft
starkes Publikum sowie ein eigenes
Ausstellungsprofil, das „uns von
anderen Oldtimer-Messen klar
unterscheidet.“ |
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Rolls-Royce-Modelle des
Sammlers Hans-Günter Zach |
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Die Retro Classics habe sich ohne wenn
und aber als der zentrale Treffpunkt der
Oldtimer-Szene in Süddeutschland etabliert
und würde inzwischen auch weit darüber
hinaus ausstrahlen. Der Andrang des
Publikums, trotz des wechselhaften Wetters,
gab ihm recht. Und dieses erfreute sich an
2000 historischen Fahrzeugen auf zwei und
vier Rädern sowie an den Sonderschauen wie
„100 Jahre Tin Lizzy“, den einzigartigen
Rolls-Royce-Modellen des Sammlers
Hans-Günter Zach oder des Bentley &
Rolls-Royce Online Clubs, an den
„Meilensteinen der Automobilgeschichte“ des
Allgemeinen Schnauferl Clubs oder an der
Ausstellung „88 Jahre Firmengeschichte von
Magirus-Deutz bis IVECO“. Auch die Premiere
der historischen Traktoren und Landmaschinen
sowie der Sonderbereich der Feuerwehrautos,
teilweise mit Drehleitern, oder die von
Konrad Auwärter zusammengestellte
Omnibus-Schau kamen beim Publikum
hervorragend an.
Inzwischen hat Stuttgarts Oldtimer-Messe ein
Stammpublikum aufgebaut. Für 95 Prozent hat
sich der Besuch der Retro Classics gelohnt
und sie werden die Oldtimer-Messe
weiterempfehlen. Insgesamt beabsichtigen 94
Prozent der befragten Besucher,
auch zur Retro Classics 2009 zu kommen. Fast
die Hälfte der befragten Besucher ist sich
darüber hinaus sicher, dass die Retro
Classics auf Grund des Umzuges auf das neue
Messegelände weiter an Bedeutung gewinnen
wird.
Zweiräder, „Länder-Halle“ und Privatbörse
beliebt
Die Messeattraktionen und Sonderbereiche
veranlassten die Besucher zum langen
Verweilen in den Hallen; durchschnittlich
verbrachten sie fünf Stunden auf der Messe.
Mit gutem Grund, denn die Sonderbereiche und
neuen Attraktionen konnten sich sehen
lassen. Dicht belagert waren auch die
Werkstände beispielsweise von Porsche,
Mercedes-Benz und Bosch. Viele
Oldtimer-Liebhaber besuchten den
ausgedehnten Zweirad-Bereich, in dem die
Bandbreite an Motorrädern von den Ursprüngen
Anfang des 20. Jahrhunderts bis hin zu
aktuellen und historischen Modellen der
Marken Moto Guzzi, Heinkel, Agusta oder
Harley-Davidson gezeigt wurde.
Publikumsmagnete waren die „Länder-Halle“
mit Automarken aus Frankreich, Italien,
England und zum ersten Mal Tschechien sowie
die speziellen Rennsport-Stände u. a. mit
den Traditionsvereinen „Solitude Revival“
und dem Allgemeinen Motorradsport-Club AMSC
Leonberg. Ein wichtiger Bestandteil der
Retro Classics ist der dreitägige
Literatur-, Ersatzteil- und Zubehörmarkt,
den viele Bastler und „Schrauber“ zum
Stöbern und Kaufen nutzten. Ebenso fand die
Privatbörse in Halle 9 großen Anklang. Rund
jeder dritte Besucher hielt dort nach einem
Schnäppchen Ausschau.
Hohe Besucherqualität / Mehr ausländische
Gäste als im Vorjahr
Einmalig, so die Äußerungen vieler
Aussteller, ist das Publikum der Retro
Classics, das sich durch hohe Sachkunde und
ausgeprägtes Fachwissen auszeichnete. Erste
Auswertungen der Umfrageergebnisse
bestätigen dies. So liegt der Anteil der
Fachbesucher, die aus beruflichen oder
geschäftlichen Gründen auf die Messe kamen,
bei 34 Prozent (ohne „Familien-Sonntag“).
Auch das Interesse im Ausland hat nicht
nachgelassen. Im Gegenteil: Der Anteil der
ausländischen Besucher liegt bei rund 5
Prozent (2007: 4 Prozent). 39 Prozent der
ausländischen Besucher stammten aus der
Schweiz, weitere 32 Prozent reisten aus
Österreich nach Stuttgart. Auch aus
Frankreich, Portugal, Tschechien,
Griechenland, Italien, Luxemburg, Japan,
Finnland, den Niederlanden oder den USA
waren Gruppen, Sammler, Händler,
Journalisten und Verbandsvertreter auf der
Messe unterwegs.
Pflichttermin für Oldtimer-Fans
Auf dem Fundament für die Retro Classics,
das im Jahr 2001 gesetzt worden war, sagte
Messechef Bleinroth mit Blick auf die
erweiterten Möglichkeiten in der Neuen Messe
Stuttgart, könne dank der positiven Resonanz
von Ausstellern und des Besucherandrangs
aufgebaut werden. Ulrich Herrmann,
Organisator der Retro Classics, sah dies
genau so und ergänzte: „Die Retro Classics
hat sich in den Köpfen von Fans und
Oldtimer begeisterten Menschen als
Pflichttermin festgesetzt und wird
sich unumstößlich zu dem zentralen
Treffpunkt für alle Oldtimer-Events
in Süddeutschland entwickeln. |
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Sonderschaun „100 Jahre Tin
Lizzy“ |
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Außerdem nimmt ihre Akzeptanz im
benachbarten
Ausland ständig weiter zu, so dass wir uns
international gesehen auf einem
hervorragenden Weg befinden.“ Die
Thematisierung der Hallen sei vom Publikum
auf Anhieb ausgezeichnet angenommen worden,
ebenso die Kombination aus Tradition, Mythos
Auto und einer passenden Auswahl an
Neufahrzeugen, die auf diese Weise die
Entwicklung einer Marke dokumentierten. Mit
den beiden Schwerpunkten – „Youngtimer“ und
„Neo Classics“ (moderne Klassiker) – die im
Rahmen der diesjährigen Retro Classics
erstmals prominent platziert werden konnten,
sei das Besucherspektrum deutlich erweitert
worden.
Einzugsgebiet konstant groß / Jeder
zehnte Besucher aus Bayern
Der offensichtliche Bedarf der Stuttgarter
Oldtimer-Messe spiegelt sich in der Herkunft
ihrer Besucher wider. Rund 30 Prozent der
befragten Messegäste stammte nicht aus dem
Raum Stuttgart, sondern kam aus einem
Umkreis von mehr als 100 Kilometer auf das
neue Messegelände, acht Prozent nahmen sogar
eine Anreise von mehr als 300 Kilometer auf
sich. Ihre Wohnorte befinden sich neben
Baden-Württemberg in Bayern,
Rheinland-Pfalz, Hessen und
Nordrhein-Westfalen, wobei jeder zehnte
Besucher aus Bayern anreiste. Die Anbindung
der Messe an Autobahn und Flughafen wurde
dabei regelmäßig gelobt. Die Bereiche
Oldtimer, Youngtimer, Ersatzteile und
Zubehör sowie Restauration standen dabei im
Mittelpunkt des Besucherinteresses. Mehr als
zwei Drittel Prozent der Besucher sind
wirtschaftlich gesehen im besten Alter
zwischen 30 und 60 Jahren, zudem war rund
ein Viertel aller Besucher zum ersten, aber
sicher nicht zum letzten Mal auf der Retro
Classics.
Die nächste Retro Classics findet vom 12.
bis 15. März 2009 im neuen Messegelände am
Flughafen statt, wobei der 12. März der
Spezialtag („Preview-Day“) für Fachbesucher
und Journalisten sein wird.
»
Rundgang durch die Messehallen der Retro
Classics 2008 |
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