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62. IAA Nutzfahrzeuge 2008 mit neuem
Besucherrekord
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Wissmann zieht positive Schluss-Bilanz
mit Bestmarken – Aussteller zufrieden
Steigerung der Transporteffizienz und
Klimaschutz waren Leitthemen
„Diese IAA ist die bislang erfolgreichste
Nutzfahrzeugmesse. Sie hat in allen
‚Disziplinen’ neue Maßstäbe gesetzt und
unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Sie hat
sich als weltweit wichtigste Leitmesse für
Mobilität, Transport und Logistik stärker
denn je positioniert und ihre
Spitzenstellung weiter ausgebaut. Sie ist
das Schaufenster für die innovative
Leistungsfähigkeit unserer Branche“, betonte
Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes
der Automobilindustrie (VDA), auf der
IAA-Abschlusspressekonferenz in Hannover.
„Mit fast 300.000 Gästen aus 110 Ländern hat
diese IAA alle bisherigen IAA Nutzfahrzeuge
übertroffen und eine neue Rekordmarke
gesetzt. Gegenüber der IAA vor zwei Jahren,
die bislang die erfolgreichste war, konnten
wir noch einmal um rund 33.000 Besucher oder
gut 12 Prozent zulegen. Diese IAA hatte mehr
Aussteller, mehr Weltpremieren und mehr
Fläche als jede andere zuvor“, sagte
Wissmann. Und sie ist noch internationaler
geworden: Unternehmen aus 48 Ländern
präsentierten ihre Innovationen (2006: 45),
darunter 258 Weltpremieren. Von den 2.084
Ausstellern (plus 34 Prozent) insgesamt
kamen 1.188 aus dem Ausland, das sind 52
Prozent mehr als vor zwei Jahren. 275.000
Quadratmeter beträgt die Ausstellungsfläche
(plus 10 Prozent).
Zur Stimmung auf der IAA sagte Wissmann:
„Angesichts der aktuellen konjunkturellen
Entwicklung, die durch eine Normalisierung
nach vier Boomjahren charakterisiert ist,
kamen viele Unternehmen anfangs mit einer
gewissen Skepsis nach Hannover. Die Stimmung
hat sich allerdings von Tag zu Tag
verbessert. Wir wissen, dass wir
gesamtwirtschaftlich raueren Zeiten entgegen
gehen. Für die Nutzfahrzeugbranche aber
haben wir hier in Hannover von den
Ausstellern nicht nur Moll gehört, sondern
auch viel Dur.“
Die Aussteller sind mit dem Verlauf der
Messe „zufrieden“, zahlreiche Aufträge seien
vergeben und Abschlüsse getätigt worden. Die
IAA erweist sich damit erneut als
Kompetenz-Messe: Der Fachbesucheranteil
liegt bei 94 Prozent (2006: 90 Prozent),
drei von vier Fachbesuchern sind Entscheider,
bei den ausländischen Besuchern sind es
sogar neun von zehn. Positiv bewertete
Wissmann das Ergebnis der Besucherbefragung,
wonach jeder zweite Fachbesucher in den
nächsten sechs bis zwölf Monaten
Investitionen im Nutzfahrzeugbereich plant.
Wissmann betonte: „Diese IAA ist eine IAA
der Innovationen. Sie hat gezeigt: Die
Nutzfahrzeugindustrie ist führend in der
Umwelttechnologie. Hier auf der IAA war zum
ersten Mal auf breiter Front erkennbar: Das
Nutzfahrzeug öffnet sich den alternativen
Antrieben, zum Beispiel mit Hybridantrieb
bei Stadtbussen und Transportern im
City-Verkehr.“ Beim schweren Lkw werde der
Clean Diesel allerdings seine führende
Position beibehalten. Im Mittelpunkt standen
die Anstrengungen für Nachhaltigkeit im
Verkehr und damit auch für den Klimaschutz.
Bei Herstellern und Zulieferern, bei Lkw,
Transportern und Bussen, aber auch bei den
Herstellern von Anhängern und Aufbauten ging
es um Steigerung der Transporteffizienz, um
Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und
damit der CO2-Emissionen. Seit Anfang der
90-er Jahre sind im Straßengüterverkehr die
CO2-Emissionen pro Tonnenkilometer um ein
Drittel gesenkt worden, bis zum Jahr 2020
sei, so Wissmann, eine weitere Reduktion um
ein Fünftel durchaus realistisch.
„Schon heute erfüllen – noch vor dem
verbindlichen Inkrafttreten – in Deutschland
bereits über drei Viertel aller neu
zugelassenen Lkw über 12 t die
anspruchsvolle Abgasstufe Euro V, beim
Bestand ist es rund ein Fünftel. Wir kommen
also schneller voran, als der Gesetzgeber
vorschreibt“, unterstrich Wissmann. Mit der
in wenigen Jahren verbindlichen Abgasstufe
Euro VI werden die Emissionen des
Nutzfahrzeuges für Stickoxide gegenüber 1990
sogar um bis zu 97 Prozent sinken.
„Diese Industrie hat ihre Hausaufgaben
gemacht. Was wir jetzt brauchen, sind
nachhaltige Investitionen in den Erhalt und
Ausbau unserer Verkehrsinfrastruktur, die
mit dem gestiegenen Transportaufkommen
keineswegs Schritt hält. Moderne Motoren
sind das Eine, staufreie Straßen sind das
Andere. Die Politik ist aufgefordert, die
bestehende Finanzierungslücke für
Infrastrukturmaßnahmen rasch und dauerhaft
zu schließen“, betonte der VDA-Präsident.
Mit mehr als 1.200 Ausstellern waren die
Zulieferer auf dieser IAA so stark wie noch
nie vertreten. Neben den großen Konzernen
präsentierten sich viele mittelständische
Unternehmen aus dem In- und Ausland,
darunter erstmals alle Zulieferinitiativen
der Neuen Bundesländer auf einem
Gemeinschaftsstand „Automobilcluster
Ostdeutschland“. „Nahezu alle Zulieferer
haben uns von verstärkten und viel
versprechenden Kontakten berichtet, die
zunehmend noch internationaler werden. Der
VDA hat hierzu mit den Länderveranstaltungen
zu Indien, Russland und der Türkei
beigetragen“, sagte Wissmann. Die IAA
Nutzfahrzeuge habe offensichtlich einen
hohen Stellenwert als Schaufenster der
Zulieferkompetenzen. Sie biete für
Aussteller und Besucher alle Möglichkeiten,
mit den Herstellern und Systemlieferanten
ins Gespräch zu kommen. Die IAA war zudem
das weltweit größte Mobilitäts-Symposium mit
über 130 Veranstaltungen und
Diskussionsforen, darunter über 20
Fachveranstaltungen des VDA mit insgesamt
3.500 internationalen Gästen.
Bilder von der IAA Nutzfahrzeuge 2008
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